Prämienausgleich

Worum geht es?

Das Parlament hat beschlossen, aufgelaufene kantonale Prämienungleichgewichte in der Grundversicherung auszugleichen. Der Ausgleich erfolgt seit 2015 und bis 2017 und wird vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) festgelegt. Die Krankenversicherungen sind für die Abwicklung verantwortlich.


Für 2017 wird kein Prämienzuschlag bei den Versicherten erhoben. Hingegen erhalten in einigen Kantonen die Versicherten eine Gutschrift. Massgebend ist Ihr Wohnsitz am 1. Januar 2017.

 

Wer erhält eine Prämiengutschrift?

Prämienrückerstattungen kommen 2017, wie bereits in den früheren Jahren, ausschliesslich denjenigen Versicherten zugute, die ihren Wohnsitz am 1. Januar in einem Kanton haben, wo in der Vergangenheit zu hohe Prämien festgesetzt worden sind. Welche Kantone dies sind, wird vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) festgelegt.  

Wer Anspruch auf eine Prämiengutschrift hat, wird mit einer separaten Abrechnung darüber informiert. Diese wird wenn möglich in einem Umschlag zusammen mit der Prämienrechnung versandt.   

  • Der Versand erfolgt Ende Mai.   
  • Hat der Kunde ein Bank- oder Postkonto gemeldet, wird der Betrag Anfang Juni automatisch überwiesen.   
  • Ist keine Zahlungsverbindung vorhanden und die Gutschrift kleiner als CHF 25.65, dann wird sie mit der Prämie verrechnet.   
  • Ist keine Zahlungsverbindung bekannt und die Gutschrift höher oder gleich CHF 25.65, dann wird sie mittels Check ausbezahlt.

 

Übersicht nach Kantonen

Wohnsitz am 01.01.2017 im Kanton
Auswirkung CHF pro Person
(Jahr 2017)
Aargau Keine -
Appenzell Ausserrhoden Keine
-
Appenzell Innerrhoden Gutschrift 39.90
Basel-Landschaft Keine
-
Basel-Stadt Keine -
Bern Keine
-
Freiburg Gutschrift 31.45
Genf Gutschrift 112.30
Glarus Keine
-
Graubünden Gutschrift 1.00
Jura Keine
-
Luzern Keine
-
Neuenburg Keine -
Nidwalden Keine
-
Obwalden Keine -
Schaffhausen Keine
-
Schwyz Keine -
Solothurn Keine
-
St. Gallen Keine -
Tessin Gutschrift 118.05
Thurgau Gutschrift 92.60
Uri Zuschlag -
Waadt Gutschrift 167.80
Wallis Keine -
Zug Gutschrift 25.65
Zürich Gutschrift 71.15
    Quelle: BAG

Warum wird 2017 bei den Versicherten kein Prämienzuschlag erhoben?

Der Grund ist, dass die Versicherten mit den Zuschlägen der Jahre 2015 und 2016 ihren Beitrag an die Prämienkorrektur bereits geleistet haben (max. 266 Millionen Franken gemäss Art. 106 Abs. 1 KVG).


Hingegen bezahlen für 2017 sowohl der Bund einen Beitrag (über 88 Millionen Franken) als auch die Krankenversicherungen (33 Franken pro versicherte Person).

2016

Worum geht es?

Das Parlament hat beschlossen, aufgelaufene kantonale Prämienungleichgewichte in der Grundversicherung auszugleichen, und zwar in den Jahren 2015 bis 2017.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) legt die Höhe der Zuschläge resp. Gutschriften fest. Diese Beträge werden jedes Jahr durch das BAG neu berechnet. Die Krankenversicherungen sind für die Abwicklung verantwortlich. Massgebend, ob Sie einen Zuschlag bezahlen müssen oder eine Gutschrift erhalten, ist Ihr Wohnsitz per 1. Januar des jeweiligen Jahres.

 

Wie wickelt Sanitas den Prämienausgleich ab?

 

Prämienzuschlag

Ist in Ihrem Fall ein Prämienzuschlag fällig, wird er mittels einmaliger Rechnung erhoben. Diese wird wenn möglich in einem Umschlag zusammen mit der Prämienrechnung versandt.

  • Monatliche Prämienzahlung:
    Mit der Juni-Rechnung (Versand Ende April).
  • 2-monatliche, quartalsweise, halbjährliche und jährliche Prämienzahlung:
    Mit der Juli-Rechnung (Versand Ende Mai).
  • Prämienabzug durch den Arbeitgeber:
    Rechnung an den Versicherten (Versand Ende Mai).

Prämiengutschrift

Wer Anspruch auf eine Prämiengutschrift hat, wird mit einer separaten Abrechnung darüber informiert. Diese wird wenn möglich in einem Umschlag zusammen mit der Prämienrechnung versandt.

  • Versand erfolgt Ende Mai.
  • Haben Sie uns ein Bank- oder Postkonto gemeldet, wird der Betrag Anfang Juni automatisch überwiesen.
  • Ist keine Zahlungsverbindung vorhanden und die Gutschrift kleiner als CHF 36.95, dann wird sie mit der     Prämie verrechnet.
  • Ist keine Zahlungsverbindung bekannt und die Gutschrift höher als CHF 36.95, dann wird sie mittels Check ausbezahlt.
Wohnsitz am 01.01.2016 im Kanton
Auswirkung CHF pro Person
(Jahr 2016)
Aargau Keine -
Appenzell Ausserrhoden Zuschlag 48.00
Appenzell Innerrhoden Gutschrift 20.75
Basel-Landschaft Zuschlag 48.00
Basel-Stadt Keine -
Bern Zuschlag 48.00
Freiburg Gutschrift 16.25
Genf Gutschrift 57.30
Glarus Zuschlag 48.00
Graubünden Gutschrift 00.45
Jura Zuschlag 48.00
Luzern Zuschlag 18.00
Neuenburg Keine -
Nidwalden Zuschlag 48.00
Obwalden Zuschlag 48.00
Schaffhausen Zuschlag 48.00
Schwyz Keine -
Solothurn Zuschlag 48.00
St. Gallen Keine -
Tessin Gutschrift 60.75
Thurgau Gutschrift 48.10
Uri Zuschlag 48.00
Waadt Gutschrift 86.05
Wallis Keine -
Zug Gutschrift 13.35
Zürich Gutschrift 37.00
    Quelle: BAG

Einmalzuschlag 2016


Das Parlament hat im März 2014 eine Revision des Krankenversicherungsgesetzes verabschiedet. Demgemäss sind alle Krankenversicherer verpflichtet, im Jahr 2016 einen einmaligen Zuschlag von Fr. 33.- pro versicherte Person (Fr. 2.75 pro Monat) – unabhängig von deren Wohnort – zu erheben.


Dieser Betrag wird mit der ordentlichen Prämie der Grundversicherung verrechnet und ist auf der Police separat ausgewiesen. Oder der Betrag wird aus den Reserven entnommen. Der Zuschlag wird in beiden Fällen direkt an die Gemeinsame Einrichtung (KVG) überwiesen.


Die Sanitas Gruppe setzt sich für bezahlbare Prämien in der Grundversicherung ein. Aus diesem Grund kalkuliert sie ihre Prämien so, dass stets genügend Reserven vorhanden sind, um den regulatorischen Anforderungen sowie einem unerwarteten Anstieg der Gesundheitskosten gerecht zu werden. Gleichzeitig werden die Prämien so berechnet, dass die Reserven nicht systematisch über das geforderte Mass steigen, um die Prämienzahler dadurch nicht unnötig zu belasten.


Entwickelt sich die Reservesituation besser als erwartet, lässt die Sanitas Gruppe ihre Versicherten daran teilhaben. Dies ist bei den Compact Grundversicherungen AG der Fall. Der einmalige Zuschlag wird hier über eine Reserveentnahme finanziert.

2015

Wohnsitz am 01.01.2015
im Kanton

Auswirkung CHF pro Person
(Jahr 2015)
Aargau Keine -
Appenzell Ausserrhoden Zuschlag 62.40
Appenzell Innerrhoden Gutschrift 28.45
Basel-Landschaft Zuschlag 62.40
Basel-Stadt Keine -
Bern Zuschlag 62.40
Freiburg Gutschrift 22.40
Genf Gutschrift 79.00
Glarus Zuschlag 62.40
Graubünden Gutschrift 0.70
Jura Zuschlag 62.40
Luzern Zuschlag 62.40
Neuenburg Keine -
Nidwalden Zuschlag 62.40
Obwalden Zuschlag 62.40
Schaffhausen Zuschlag 62.40
Schwyz Keine -
Solothurn Zuschlag 62.40
St. Gallen Zuschlag 9.00
Tessin Gutschrift 82.90
Thurgau Gutschrift 65.90
Uri Zuschlag 62.40
Waadt Gutschrift 119.70
Wallis Zuschlag 56.40
Zug Gutschrift 18.30
Zürich Gutschrift 50.80
    Quelle: BAG

Weitere Informationen

 

Das Schweizer Parlament hat am 21. März 2014 beschlossen, die vom 1. Januar 1996 bis 31. Dezember 2013 aufgelaufenen Ungleichgewichte zwischen den Prämien der Grundversicherung und den Kosten für die medizinischen Leistungen in den Kantonen auszugleichen. Der Ausgleich erfolgt in den Jahren 2015 bis 2017.

Diese Kompensation wird zu gleichen Teilen finanziert durch den Bund, die Krankenversicherungen sowie die Versicherten mit Wohnsitz in Kantonen, in welchen zwischen 1996 und 2013 zu wenig Prämien bezahlt wurden. Sanitas wurde zusammen mit den anderen Krankenversicherungen verpflichtet, den Prämienausgleich abzuwickeln.

Die wichtigsten Fragen zum Prämienausgleich beantwortet das Bundesamt für Gesundheit (BAG) in einem Faktenblatt:

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