Compliance

Der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung der Sanitas Gruppe verstehen Compliance als ein zentrales Element sorgfältiger und integrer Geschäftsführung im Rahmen der Selbstverpflichtung und Wahrnehmung der gesellschaftlichen Verantwortung (Corporate Social Responsibility), welche sich an sozialer, ökonomischer und ökologischer Nachhaltigkeit orientiert.

In diesem Sinne bekennen sich Management und Mitarbeitende von Sanitas in ihrem Handeln zu umfassender Integrität und insbesondere zur Beachtung von Gesetzen, internen Verhaltensrichtlinien und höchsten ethisch-moralischen Standards als zentralen Teil der Unternehmenskultur und als übergeordnetes Prinzip der unternehmerischen Tätigkeit. In der Führung wird konsequent dafür gesorgt, dass die aus diesen Ansprüchen fliessenden Vorgaben auf allen Unternehmensstufen eingehalten und falls erforderlich durchgesetzt werden. Von jedem Mitarbeitenden der Sanitas Gruppe wird unter allen Umständen ein regelkonformes und integres Verhalten erwartet („Zero-Tolerance“). Compliance ist bei Sanitas folglich jedermanns Sache.

Strukturen

Strukturen und Prozesse bilden die Grundlage eines wirkungsvollen Compliance Managementsystems und ermöglichen die Umsetzung der im Verhaltenskodex vorgegebenen Grundsätze. Die strukturelle und organisatorische Ausgestaltung des Compliance Managementsystems zielt darauf ab, rechts- und regelwidriges Verhalten wenn immer möglich zu verhindern („prevent“) oder andernfalls so rasch als möglich zu identifizieren („detect“) und zu korrigieren („resolve“).


Die Unternehmensführung trägt die oberste Organisationsverantwortung. Die Organisationsstruktur zielt darauf ab, Gesetzes- und Regelverstösse mit vernünftigem Aufwand zu vermeiden oder frühzeitig zu identifizieren. Der Verwaltungsrat der Sanitas Gruppe nimmt die oberste Verantwortung für die Überwachung und Einhaltung der Compliance-Prinzipien und -Vorschriften wahr. Die Geschäftsleitung der Sanitas Gruppe und die Linienorganisation tragen die Verantwortung für die operative Umsetzung der Compliance-Vorgaben. In diesem Rahmen ist jedes Organmitglied und jeder Mitarbeitende verantwortlich für die Einhaltung der Compliance-Vorgaben in seinem Verantwortungs- und Einflussbereich. Compliance liegt damit im Unternehmensalltag in der persönlichen Verantwortung eines jeden Einzelnen.

Prozesse

Die Compliance-Prozesse stellen das operative Element eines wirksamen Compliance Management-systems dar und bestehen in systematischen Abläufen, welche einerseits der Erhebung, Beurteilung und Überprüfung der für die Einhaltung der Compliance Vorgaben erforderlichen Informationen dienen und andererseits das Verfahren der Compliance-Beratung der Mitarbeitenden regeln. Im Rahmen des Compliance Managementsystems umfassen und systematisieren die Compliance-Prozesse das Vorgehen und die Führungstätigkeit im Hinblick auf Prävention, Identifikation und Korrektur, bzw. die Sanktionierung von Compliance-Verstössen. Die Compliance-Prozesse werden in diesem Sinne in die Geschäftsprozesse integriert.

Anreize und Sanktionen

Die Sanitas Gruppe nimmt ihre Mitarbeitenden nicht nur im Hinblick auf die Erreichung der vorgegebenen Unternehmensziele, sondern auch auf die Art und Weise der Zielerreichung in die Verantwortung. Neben der Verantwortung für den unternehmerischen Erfolg steht deshalb in gleicher Weise die Verantwortung für die Integrität und die Gesetzes- und Richtlinienkonformität des Geschäftsverhaltens und damit für den Schutz der Reputation von Sanitas. Für die Durchsetzung eines solchen, den Compliance-Vorgaben entsprechenden Geschäftsverhaltens stellen Anreize, welche Management und Mitarbeitende leiten, ein wirksames Instrument dar. Andererseits werden Verstösse gegen die Compliance-Vorgaben ohne Ausnahme mit angemessenen Sanktionen belegt. Die Sanktionen können von der Kürzung finanzieller Ansprüche über eine Verwarnung bis hin zur Kündigung führen.

Um die Durchsetzung der Compliance-Vorgaben durch richtige Anreize zu unterstützen, darf andererseits kommerzieller Erfolg nicht honoriert werden, soweit damit die Eingehung von Compliance- und Reputationsrisiken verbunden sind. Die Verleitung der Mitarbeitenden zur Inkaufnahme von Compliance- und Reputationsrisiken infolge der Vorgabe von unrealistischen kommerziellen Zielen muss ebenfalls verhindert werden. Die Unternehmensleitung hat daher sicherzustellen, dass im Rahmen der Performancemessung eine Leistung einerseits anhand der vorgegebenen kommerziellen Ziele, andererseits indessen auch im Hinblick auf die Einhaltung der Compliance-Vorgaben beurteilt wird.

System

Das Compliance Managementsystem der Sanitas Gruppe wird in präventiver Weise systematisch und wiederkehrend auf seine Wirksamkeit überprüft. Es werden dabei die Gesetzes- und Richtlinienkonformität, der Wissens- und Schulungsstand der Mitarbeitenden sowie die Geschäftspraktiken im Hinblick auf ihre Prozesskonformität untersucht.

Neben den institutionalisierten Controlling-Prozessen im Hinblick auf die Wirksamkeit des Compliance Managementsystems im Allgemeinen sowie auf die Integrität und Regelkonformität des Geschäftsverhaltens im Einzelnen unterstützt die Sanitas Gruppe die Entwicklung einer auf Integrität und Regelkonformität basierenden Unternehmenskultur und zählt dabei insbesondere auch auf Eigeninitiative und Eigenverantwortung aller Mitarbeitenden.

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