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Tipps für den Alltag

Zwar ist ein Baby weniger zerbrechlich, als man denken mag, aber Sanftheit und Sorgfalt ist dennoch bei jeder Berührung gefragt. In den ersten 3 Monaten muss man insbesondere das Köpfchen immer gut stützen, denn der Säugling verfügt noch nicht über genügend Muskeln. Das Wickeln, Baden, Massieren und Pflegen bietet eine wunderbare Möglichkeit für intensiven, wertvollen Hautkontakt: Wenn die Haut als wichtiges Sinnesorgan in dieser Phase viel Zärtlichkeit erfährt, speichert es das als Fundament für eine vertrauensvolle Zukunft.

 

Wickeln:

  • Wechseln Sie Windeln möglichst schnell nach dem Einnässen oder dem Stuhlgang, um schmerzhafte Hautreizungen oder gar Infektionen zu vermeiden. Auch jeden Morgen gleich nach dem Aufwachen und jeden Abend vor dem Zubettgehen sowie nach jedem Füttern sollten das Kind frische Windeln bekommen.
  • Die meisten Babys brauchen etwa 6 bis 8 Windeln pro Tag, in den ersten Wochen eventuell sogar 10.
  • Ob Sie Stoff- oder Wegwerfwindeln benutzen, hängt von Ihrer Haltung oder Ihrem Geschmack ab. Beide Sorten haben Vor- und Nachteile
  • Das Wickeln nimmt täglich viel Zeit in Anspruch – umso wichtiger, dass Sie diese Zeit angenehm nutzen können: um Ihrem Baby nahe zu sein, mit ihm zu schmusen, zu spielen, zu schäkern. Berührungen, Kitzeln, Vorsingen, Augenkontakt halten – das wird Ihr Kind ebenso wie Sie sehr geniessen! Sie können den Wickeltisch auch mit Zeichnungen oder mit einem Mobile ausstatten, das von der Decke hängt.
  • Sorgen Sie dafür, dass der Wickeltisch auf Arbeitshöhe ist, um beim Wickeln Ihren Rücken zu schonen. Ausserdem sehr wichtig: Der Wickeltisch sollte gut abgesichert sein, damit Ihr Kind auch bei zunehmender Mobilität nicht herunterfallen kann. Lassen Sie Ihr Baby nie unbeaufsichtigt auf dem Wickeltisch!

Baden:

  • Nicht alle Kinder sind von Anfang an Wasserratten, können sich aber je nach Wesensart schnell dazu entwickeln.
  • Es reicht, wenn Sie Ihr Baby 1 Mal pro Woche baden und jeweils nicht länger als 10 Minuten, weil Babyhaut schneller austrocknet als jene von Erwachsenen.
  • Gegen das Austrocknen der sensiblen Haut können Sie ein Kinder-Öl verwenden, mit dem Sie Ihr Kind aber erst nach dem Bad einreiben, denn mit einem öligen Badezusatz könnte Ihnen das Baby während des Badens aus den Händen rutschen. Cremes oder Ölen sollten Sie allerdings generell  nur sehr sparsam verwenden und nur bei trockener oder gereizter Haut einsetzen (siehe auch weiter unten den Punkt «Pflegeprodukte»).
  • Baden Sie Ihr Kind erst, wenn der Nabel verheilt ist, also nicht mehr nässt.
  • Füllen Sie eine Babywanne oder einen Eimer mit körperwarmem Wasser (ca. 37 Grad Celsius).
  • Wichtig ist, dass Sie Ihr Kind während der ganzen Badezeit immer sicher im Griff haben und den Kopf ständig stützen. Mit der einen Hand können Sie es an oberem Rücken, Nacken und Kopf über Wasser halten, mit der anderen können Sie es sanft waschen.
  • Halten Sie für das Abtrocknen ein Badetuch (am besten mit Kapuze) bereit, um das Kind sofort warm darin einwickeln zu können, wenn das Bad beendet ist.

Massieren:

  • Eine Massage entspannt Ihr Baby auf wunderbare Weise und hat eine alte Tradition. Sie lähmt Stresshormone und aktiviert Immunzellen. Dies wiederum bewirkt eine Stärkung der körpereigenen Abwehr.
  • Massagen haben auch bei Koliken und Verstopfung eine lindernde und beruhigende Wirkung.
  • Voraussetzung für eine Massage ist jedoch, dass es Ihrem Kind gefällt, massiert zu werden. Wie beim Baden gibt es auch hier Kinder, die Massieren nicht mögen.
  • Verzichten Sie auf eine Massage, wenn das Baby am selben Tag oder am Tag vorher geimpft wurde; eine Infektion oder andere Erkrankung vorliegt.

Pflegeprodukte:

  • Die Babyhaut ist sehr empfindlich und kann schnell mit leichten, meist harmlosen Rötungen reagieren, die von selbst wieder verschwinden. Zum Waschen reicht deshalb am Anfang einfach Wasser, später kann eine milde, hautneutrale, aber rückfettende Waschlotion ohne Farb- und Parfümzusätze verwendet werden.
  • Pflegeprodukte wie Öl, Lotion und Cremes sollten Sie sehr sparsam und nur bei trockener oder gereizter Haut einsetzen, denn durch zu viele oder falsche Produkte kann es zu allergischen Reaktionen kommen. Produkte mit Alkohol, Urea (Harnstoff), Abschminktücher oder Neomycin-Salben (gegen Infektionen) sowie Emulgatoren, Parfüm und Konservierungsmittel können der empfindlichen Babyhaut schaden. Zu empfehlen sind natürliche Produkte ohne Parfüm und Konservierungsmittel wie z. B. Mandel-, Oliven- oder Jojobaöl. Allgemein orientieren Sie sich am besten an Produkten mit der Bezeichnung «hypoallergen», da diese seltener Hautallergien auslösen.
  • Reinigungsprodukte zum Baden sollten wie jene zum Waschen immer pflegende Stoffe und rückfettende Substanzen enthalten und pH-neutral sein.
  • Während seines 1. Lebensjahrs sollte Ihr Kind keiner direkten Sonnenausstrahlung ausgesetzt sein. Die Gesichtscreme für Ihr Kind sollte einen möglichst hohen Lichtschutzfaktor (LSF) enthalten. Verwenden Sie zudem immer Mittel auf der Basis von Mikropigmenten; chemische Mittel sind für Babys ungeeignet. Im Winter können sie sein Gesicht mit fetthaltiger Hautsalbe vor der Kälte schützen.
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