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Verläuft meine Schwangerschaft normal?

In der Schwangerschaft treten Beschwerden auf, die in der Regel zwar harmlos sind, die Vorfreude werdender Mütter aber auf die Probe stellen können. Lesen Sie hier nach, welche Beschwerden im ersten Drittel der Schwangerschaft typisch und was ihre Ursachen sind:

 

Übelkeit: Hauptursache ist eine Überproduktion des Schwangerschaftshormons HCG. Man unterscheidet zwischen der normalen Übelkeit und der heftigen Übelkeit über längere Zeit. Unter «heftiger Übelkeit» wird in der Regel mehrmaliges Erbrechen pro Tag während mehrerer Wochen verstanden. Die Möglichkeiten zur Linderung von

 

normaler Übelkeit:

  • Versuchen Sie, wenig aufs Mal, aber oft zu essen, d. h. 5 bis 6 Mal pro Tag.Essen Sie eine Zeit lang nur Dinge, die Ihnen richtig gut schmecken, vermeiden Sie jedoch fettige, stark gewürzte, saure oder frittierte Speisen.
  • Hilfreich sind einfache Knabbereien wie Zwieback, trockene Guetsli oder Knäckebrot auf dem Nachttisch, von denen Sie gleich nach dem Aufwachen ein wenig essen können. Danach nicht sofort aufstehen, sondern ruhig noch 20 bis 30 Minuten liegen bleiben.
  • Trinken Sie ausreichend, am besten Tee oder Wasser.
  • Ingwer wirkt beruhigend auf den Magen, und so bieten sich Ingwertee oder Ingwertabletten an.
  • Das Riechen an Zitronen, Orangen, Grapefruit oder Pfefferminze kann gegen Übelkeit Wunder wirken.Ihr Arzt/Ihre Ärztin verschreibt Ihnen gerne Vitamin B6 oder ein Multivitaminpräparat gegen Übelkeit.
  • Eisen kann die Verdauung beeinflussen; nehmen Sie Eisenpräparate daher nur ein, wenn ein Bluttest bei Ihnen Eisenmangel nachgewiesen hat.
  • Es empfehlen sich zudem Akupressurbänder um Ihr Handgelenk (bei Drogerien und Apotheken erhältlich); diese wurden gegen Seekrankheit entwickelt, können aber auch bei Schwangerschaftsübelkeit helfen.
  • Alternative Therapien wie die Aromatherapie (mit Zitrusfruchtölen) oder Homöopathie können ebenfalls helfen – lassen Sie sich von einem qualifizierten Therapeuten mit Erfahrung in der Behandlung von Schwangeren beraten.
  • Nehmen Sie sich Zeit für Entspannung, denn Stress und Müdigkeit können die Übelkeit verschlimmern; zur Not dürfen Sie auch mal einen Tag von der Arbeit fernbleiben.


heftiger Übelkeit über längere Zeit:
Wenn die Übelkeit Sie in Ihrem Alltag zu sehr einschränkt, sprechen Sie mit Ihrer Gynäkologin/Ihrem Gynäkologen. Geeignete Medikamente sorgen dafür, dass Sie nicht dehydrieren (= austrocknen) und Ihr Körper ausreichend Nährstoffe bekommt. Dabei gilt: Medikamente bitte nur nach Absprache mit einem Arzt/einer Ärztin einnehmen! Hilfe bieten kann bei heftiger Übelkeit auch die traditionelle chinesische Medizin (TMC).

  • Stimmungsschwankungen: Die Hormonüberproduktion in dieser neuen Lebenssituation lassen Freude und Sorgen Achterbahn fahren. Offene Gespräche mit Ihrem Partner, Ihren Freundinnen und Freunden, evtl. auch mit anderen Schwangeren können beruhigen und weiterhelfen.
  • Müdigkeit: Auch daran sind die Hormone schuld – und ebenso der Stoffwechsel: Ihr Körper erbringt jetzt Höchstleistungen. Müdigkeit kann aber auch aufgrund eines niedrigen Blutdrucks oder Eisenmangels vermehrt auftreten. Gehen Sie früh schlafen, und legen Sie tagsüber immer wieder Pausen ein.
  • Zahnfleischbluten: Durch die hormonelle Umstellung ist das Gewebe in den Mundschleimhäuten anfällig für Entzündungen. Benutzen Sie zur Vorbeugung Zahnseide und fluoridhaltige Zahnpasta, empfohlen ist auch regelmässige professionelle Dentalhygienik.
  • Überempfindlichkeit der Brust: Typisches Symptom des Wachstums; die Brustdrüsen bereiten sich schon jetzt aufs Stillen vor.
  • Starker Harndrang: Die gesteigerte Durchblutung während der Schwangerschaft regt die Nierentätigkeit an, wodurch mehr Urin produziert wird. Ausserdem drückt das wachsende Kind in der Gebärmutter auf die Harnblase.
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