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Wie verhält es sich mit Bewegung und Sport in der Schwangerschaft?

Wie verhält es sich mit Bewegung und Sport in der Schwangerschaft?

Sport in der Schwangerschaft? Kein Problem, denn Bewegung ist wichtig und tut sowohl dem Körper als auch der Seele gut – aber nur, wenn nicht Ihr Ehrgeiz, sondern Ihr ganz individuelles Körpergefühl das Tempo vorgibt.

Vorteile: Regelmässige Bewegung beugt typischen Schwangerschaftsbeschwerden vor und lindert diese, denn sie

  • fördert den Muskelaufbau, die Kraft und die Ausdauer, macht damit fit für die Geburt und reduziert die Dauer der Erholung im Wochenbett;
  • kurbelt den Kreislauf an;
  • senkt die Thrombosegefahr;
  • beugt Rückenschmerzen vor;
  • beugt Ödemen und Wassereinlagerungen vor;
  • sorgt für seelische Ausgeglichenheit;
  • löst Verspannungen;
  • kann Schwangerschaftsdiabetes vorbeugen.

Empfohlene Sportarten:

  • Ausdauersportarten wie Radfahren, Schwimmen, Joggen, Walken, Spazieren
  • Aquafit
  • Yoga (ab 32. Schwangerschaftswoche auf Überkopfübungen verzichten, denn das Baby könnte sich sonst in Beckenendlage drehen)
  • Fitness (nicht bis zur Leistungsgrenze, keine starken Bauchmuskelübungen, ab 4. Monat keine Kraftübungen in Rückenlage)

Nicht empfohlene Sportarten:

  • Wettkampf- und Hochleistungssportarten wie Marathon
  • Sportarten mit heftigen und ruckartigen Bewegungen wie Tennis und Squash
  • Mannschaftssportarten mit Sturz- und Verletzungsgefahr wie Basketball, Volleyball
  • Sportarten mit Sturzgefahr wie Reiten, Inlineskating, Schlittschuhlaufen, Skifahren und Snowboarden
  • Kampfsportarten

Sport und Schwangerschaftsgymnastik: Sport ist kein Ersatz für Schwangerschaftsgymnastik. Hier trainieren Sie Atemtechniken und erlernen spezielle Übungen zur Geburtserleichterung.


Generell zu beachten bei Sport in der Schwangerschaft:

  • Zweimal pro Woche Sport ist ideal, um sich rundum wohl zu fühlen.
  • Gehen Sie nicht an Ihre Leistungsgrenze; Ihr Puls sollte nicht rasen.
  • Gehen Sie besser nicht an Ihre Belastungsgrenze, denn eine Überhitzung kann dem Ungeborenen schaden.
  • Die Verletzungsgefahr bei Gelenken steigt in der Schwangerschaft, denn jetzt werden in der Regel die Bänder und Sehnen weicher und die Gelenke damit instabiler.
  • Bei der Ernährung empfehlen sich genügend Kohlenhydrate (Vollkornprodukte) und Vitamine (Frischobst und Gemüse).
  • Ihre treuesten Begleiter sollten jetzt viel Wasser oder ungesüsster Tee sein.
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