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Wie sorge ich für kindgerechtes Wohnen?

Ein Kind braucht Platz – von Anfang an, wenn zu Beginn auch noch sehr wenig. Zudem braucht es eine Umgebung, in der nicht an jeder Ecke Verletzungsgefahren lauern und die es auch mal auf eigene Faust entdecken darf. Das gilt nicht nur für drinnen, sondern auch für draussen: Es ist wichtig, dass Kinder ab ca. 4 Jahren auch mal selbstständig im Freien spielen können und nicht jede Minute unter Kontrolle sein müssen, weil die Gefahr zu hoch ist, beispielsweise durch den Verkehr. Das selbstständige Spiel stärkt die Autonomie und das Selbstbewusstsein. Machen Sie sich deshalb schon vor der Geburt Gedanken darüber, wie Sie Ihre Wohnsituation kindgerecht gestalten können:

Wohnumgebung: Vorteilhaft ist ein Quartier mit beruhigtem Verkehr (30er-Zone) oder mit Grünflächen, die von der Wohnung aus rasch und gefahrlos erreichbar sind. Schon ein kleiner Garten hinter dem Haus ist ein wunderbares Kinderparadies.


Balkon/Terrasse: Auch ein kleiner Balkon kann im Sommer eine herrliche Freiluftoase für Ihr Kind sein. In seinen ersten Lebensjahren ist hier die Höhe und Absicherung des Geländers ein wichtiges Thema.


Einrichtung generell: Achten Sie auf schadstofffreie Bodenbeläge, Wandfarben, Möbel und Dekorelemente.


Wickeltisch: Lassen Sie das Kind nie unbeaufsichtigt auf dem Wickeltisch. Um Stürze vom Wickeltisch zu verhindern, sollte dieser über möglichst hohe Seitenschutzränder und eine hohe Stabilität respektive Standfestigkeit verfügen.


Möbel: Standfestigkeit gilt für sämtliche Möbel und Dekorelemente in der gesamten Wohnung, denn es dauert nicht lange, bis Ihr Kind versucht, sich daran hochzuziehen.


Gitterbett: Der Abstand der Gitterstäbe sollte gross genug sein, um ein Einklemmen zu vermeiden.


Schubladen und Schränke: Diese sichern Sie am besten mit Sicherheitssperren und Auszugssicherungen – je nach Inhalt und um das Fingereinklemmen zu vermeiden.


Türen: Mit Türstoppern verhindern Sie schmerzhafte Quetschungen an den Fingern. Türgitter halten davon ab, dass Ihr Kind unbeaufsichtigt Räume erkundigt, die zu viele Gefahren bergen können.


Steckdosen: Im Handel gibt es Steckdosen, die bereits über eine eingebaute Kindersicherung verfügen. Sie können Ihre Steckdosen aber auch mit Kindersicherungen zum Kleben, Stecken oder Schrauben nachrüsten.


Elektrogeräte: Sorgen Sie dafür, dass Elektrogeräte und deren Kabel für Ihr Kind nicht erreichbar sind.


Kanten und Ecken: Schutzkappen vermeiden Verletzungen durch Stösse und Stürze.


Treppen: Auch hier gibt es im Handel entsprechende Absperr- und Gitterlösungen.


Gefährliche Gegenstände: Messer, Scheren, Reinigungsmittel, Medikamente & Co. sollten in unerreichbaren Höhen oder in absperrbaren Schränken aufbewahrt werden.


Teppiche: Anti-Rutsch-Unterlagen verhindern das Ausrutschen und Stolpern.


Vorhangstangen: Überprüfen Sie deren Befestigung, da es nicht selten vorkommt, dass der Nachwuchs am Vorhang zieht.


Küche: Neben den üblichen Elektrogeräten wie Toaster, Wasserkocher und Mikrowelle ist hier vor allem der Herd ein Problem. Ein Herdschutzgitter schützt die kleinen Hände vor Verbrennungen, Abdeckungen schützen die Herdknöpfe, und die heisse Ofentür kann ebenfalls mit einem Gitter oder einer Türsicherung ausgestattet werden.

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