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Welche Leistungen zahlt die Krankenkasse bei Mutterschaft?

Welche Leistungen zahlt die Krankenkasse bei Mutterschaft?

Verlaufen Schwangerschaft und Geburt ohne Komplikationen, deckt Sanitas folgende Leistungen:

Vorsorgeuntersuchungen: Sanitas übernimmt die Kosten von 7 Kontrolluntersuchungen und 2 Ultraschalluntersuchungen vor der Geburt. Bei einer Risikoschwangerschaft werden die invasiven und nicht invasiven Untersuchungen sowie die Ultraschalle nach klinischem Ermessen durchgeführt, entsprechend gilt auch die Vergütung der Kosten (siehe weiter unten).


Geburtsvorbereitungskurse: Sanitas übernimmt einen Beitrag von 150 Franken für die Geburtsvorbereitung in Kursen, welche die Hebamme einzeln oder in Gruppen durchführt.


Spitalliste: Steht das Spital oder Geburtshaus Ihrer Wahl nicht auf der Liste des Wohnsitzkantons, sollten sie die Deckung der Kosten mit Sanitas prüfen.


Geburt im Spital: Sanitas bezahlt über die obligatorische Grundversicherung sämtliche Kosten für die Geburt und für das Wochenbett in der allgemeinen Abteilung, sofern das Spital Ihrer Wahl auf der Spitalliste steht. Die Kostenbeteiligung (Franchise und Selbstbehalt) entfällt für Sie.


Geburt zu Hause: Die Kosten für die Hebamme werden übernommen; Franchise und Selbstbehalt entfallen.


Geburt im Geburtshaus: Die Leistungen aus der Grundversicherung richten sich sowohl bei einer Hausgeburt als auch bei einer Geburt im Spital oder Geburtshaus nach den vertraglichen und tariflichen Vereinbarungen mit den Hebammen, Ärzten und Spitälern.


Kostenbeteiligung: Ab der 13. Schwangerschaftswoche bis 8 Wochen nach der Geburt entfällt die Kostenbeteiligung in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung für Sie, ausser es handelt sich um folgende Behandlungen:

  • medizinische Prävention (einige Leistungen sind von der Franchise ausgenommen)
  • Geburtsgebrechen
  • Unfälle
  • strafloser Schwangerschaftsabbruch
  • zahnärztliche Behandlungen

Krankheit des Babys: Wird das Neugeborene krank, zahlt die Krankenkasse des Kindes, und es fällt die Kostenbeteiligung (Franchise und Selbstbehalt) an.


Wochenbettbetreuung: Bei ambulanter Geburt oder nach einer Hausgeburt werden die Pflegebesuche durch eine Hebamme bezahlt. Ab dem 11. Tag wird eine ärztliche Verordnung  verlangt.


Stillberatung: Sanitas deckt die Kosten für drei Stillberatungen während der gesamten Stillzeit bei einer Hebamme oder ausgebildeten Stillberaterin.


Nachuntersuchung: Die Nachuntersuchung zwischen der 6. und 10. Lebenswoche Ihres Babys wird übernommen.


Ausnahmen Kostenübernahme: Medikamente, Mittel (z. B. Kompressionsstrümpfe) und Gegenstände (z. B. Milchpumpe) – diese unterliegen der Franchise, und Sie müssen den Selbstbehalt bezahlen.


Versicherung für Ihr Baby: Wenn Ihr Kind gesund auf die Welt kommt, sind die Kosten der Geburt über die Versicherung der Mutter gedeckt. Falls das Kind nicht gesund geboren wird, entfällt diese Möglichkeit, und die Versicherung des Babys kommt zum Tragen.

Fazit: Es lohnt sich daher, Ihr Kind bereits vor der Geburt zu versichern und insbesondere eine Zusatzversicherung abzuschliessen.


Kostenübernahme bei invasiven und nicht invasiven Untersuchungen

Nicht invasiver pränataler genetischer Test (NIPT): Anhand dieses Bluttests können Chromosomenabweichungen des Kindes aus dem mütterlichen Blut nachgewiesen werden. Bedingung für die Kostenübernahme ist hier, dass ein sogenannter Ersttrimester-Test durchgeführt worden ist und dieser ein Risiko von 1:1000 oder höher für eine Trisomie 21, 18 oder 13 aufzeigt.


Ersttrimester-Test: Bei dieser Abklärung wird anhand der Messung der Nackentransparenz in der Ultraschalluntersuchung (12. bis 14. Woche), der Bestimmung von PAPP-A und freiem ß-HCG im mütterlichen Blut sowie anhand weiterer mütterlicher und fötaler Faktoren das Risiko einer Trisomie 21, 18 und 13 berechnet.


Amniozentese, Chorionbiopsie, Cordozentese: Diese invasiven Untersuchungen werden unter folgenden Voraussetzung aus der Grundversicherung vergütet:

  • zur Bestätigung eines positiven Befundes bei Schwangeren, bei denen aufgrund des nicht invasiven pränatalen genetischen Tests (NIPT) oder aufgrund des Ersttrimester-Tests ein Risiko von 1:380 oder höher ein hochgradiger Verdacht besteht, dass beim Fötus eine Trisomie 21, 18 oder 13 vorliegt;
  • bei Schwangeren, bei denen aufgrund des Ultraschallbefundes, der Familienanamnese oder aus einem anderen Grund ein Risiko von 1:380 oder höher besteht, dass beim Fötus eine ausschliesslich genetisch bedingte Erkrankung vorliegt;
  • bei Gefährdung des Fötus durch eine Schwangerschaftskomplikation, eine Erkrankung der Mutter oder eine nicht genetisch bedingte Erkrankung oder Entwicklungsstörung des Fötus.
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