Wie unterscheidet sich die Gesundheit der Geschlechter?

Frauen und Männer sind gleichberechtigt. Aber sind sie auch gleich, wenn es um ihre Gesundheit geht? Der Sanitas Health Forecast zeigt, was unterschiedliche Generationen von Frauen und Männern heute und morgen hinsichtlich ihrer Gesundheit bewegt.

Text: Branders, Illustration: Andreas Samuelsson

Was denken Frauen, Männer und Transmenschen über Rollenbilder und Erwartungen? Wie verändert sich Mutter- und Elternschaft in Zukunft? Warum werden Schönheits- und Körperkult immer wichtiger? Wie finden Menschen einen neuen Zugang zum Altern? Der Sanitas Health Forecast gibt Schweizerinnen und Schweizern und der Beziehung zu ihrer Gesundheit ein Gesicht. Und er geht der Frage nach, was Frauen und Männer unterschiedlicher Generationen über geschlechtsspezifische Rollenbilder und Erwartungen denken.

Von Körperkult und Superhelden mit Burnout

Viele junge Frauen fordern heute bei Ernährung und Pflege ein Maximum an Natürlichkeit und sind zugleich einer Schönheitsoperation nicht abgeneigt. Ihre männlichen Altersgenossen geben sich gern einem Instagram-kompatiblen Körperkult hin – und helfen nicht selten mit ungesunden Substanzen nach. Später inszenieren sich Männer auf so vielen Ebenen als Superhelden, dass sie Gefahr laufen, ein Burnout zu erleiden. Und die Menopause entwickelt sich vom Tabuthema zu einem wichtigen Zweig der Naturmedizin wie auch der Femtech-Industrie.

*Quelle: Sanitas-Health-Forecast-Studie 2020

Wie künstliche Intelligenz unseren Alltag immer mehr prägt

In praktisch jedem Alter und für jedes Geschlecht gilt: Mobile-Health-Apps und künstliche Intelligenz prägen unseren Alltag immer umfassender. Die Programme sammeln Daten, berechnen Strategien und erklären uns die Abläufe unserer individuellen Körper immer raffinierter. Nach der Pille befreien heute zum Beispiel Apps die Frauen vom Druck, sich der eigenen Biologie zu beugen und sich zum Beispiel zwischen Kindern und Karriere entscheiden zu müssen.