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Wald: die Erlebniswelt für Familien

Wald: die Erlebniswelt für Familien

Bewegung fast ohne Einschränkung für Klein und Gross. Unsere Wälder bieten sich als Abenteuerspielplätze an. Das weiss niemand besser als die Natur- und Waldpädagogin Ursula Fluri, die bei jedem Wetter und in jeder Jahreszeit mit verschiedensten Gruppen im Wald unterwegs ist. Hier ihre Tipps für Familien.

Text: Clau Isenring

 

Was sollen Familien auf den Waldausflug mitnehmen?

Eine Becherlupe ist immer gut. Darin können Kinder alles sammeln und untersuchen. Zudem ist eine Sitzunterlage praktisch. Das kann einfach eine Zeitung in einem Plastiksack sein. Und natürlich ist die Wurst über dem Feuer ein Highlight. Wichtiger, als viel Material mitzuschleppen, ist es aber, sich Zeit zu nehmen und genau hinzusehen.

 

Warum ist der Wald wichtig für Kinder?

Wenn ein Kind einen Ast wegdrückt, dann schnellt er zurück und «zwickt» ihm eins. So lernt das Kind: Alles, was ich tue, hat eine Konsequenz.

 

Welche Regeln gelten im Wald?

Im Wald respektieren wir die Bewohner des Waldes: Nester, Höhlen, geschützte Pflanzen, Ameisenhaufen etc. lässt man in Ruhe. Kinder dürfen selbstverständlich Blätter und Pflanzen sammeln, aber nicht wahllos «mähen». Dass Abfall wieder im Rucksack mit nach Hause kommt, sollte selbstverständlich sein.

 

Wo lauern die Risiken und Gefahren?

Der Wald ist nicht gefährlicher als der normale Alltag. Wie im Strassenverkehr gilt es aber, gewisse Dinge zu beachten:

  • Einsprayen gegen Insekten und Zecken. 
  • Bei Sturm und Gewitter nicht in den Wald gehen, weil das Risiko herunterfallender Äste zu gross ist. Das gilt auch, wenn es stark geschneit hat und die Äste grossem Schneedruck ausgesetzt sind.   
  • Alles Essbare aus dem Wald abkochen. So sterben die Eier des Fuchsbandwurmes ab (diesen gibt es übrigens auch in den Gärten).   
  • Tote Tiere und Kot nie anfassen.   
  • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt das Thema Starrkrampfimpfung an.

Drei einfache Waldspiele

  1. Tannzapfen mit den Füssen werfen
    Zuerst sammelt jedes Kind drei Tannzapfen. Dann wird auf dem Waldboden mit einem Stecken eine Linie gezogen. Die Kinder ziehen Schuhe und Socken aus und stellen sich alle auf der Linie auf. Mit den Zehen einen Tannzapfen packen und ihn so weit wie möglich werfen. Jedes Kind hat drei Versuche. Wer wirft am weitesten?

    Benötigtes Material: keines


  2. Waldmemory
    Jemand sammelt fünf bis zehn Gegenstände wie Steine, Blätter, Tannzapfen, Beeren oder Gräser. Alle dürfen sich diese Fundstücke etwa eine Minute lang einprägen, dann wird ein Tuch darübergelegt. Jetzt haben alle fünf 
Minuten Zeit, um möglichst viele gleiche Sachen zu sammeln. Wer am meisten gefunden hat, stellt das neue Memory zusammen.

    Benötigtes Material: Tuch, um die Schätze zuzudecken

  3. Bäume raten
    Ein Kind wird mit verbundenen Augen zu einem Baum geführt. Diesen darf es ausgiebig betasten. Zurück am Ausgangspunkt wird das Kind dreimal im Kreis gedreht und versucht dann, den gleichen Baum wieder zu finden.

    Benötigtes Material: Tuch, um die Augen zu verbinden

Ursula Fluris Buchtipps für Eltern und Kinder:


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