MED_PRE_rennen_SANITAS_WI_120307_D3S8482.jpg

«Am Handgelenk gibts viel Potenzial für innovative Entwicklungen.»

«Am Handgelenk gibts viel Potenzial für innovative Entwicklungen.»

Herr Merenda, weshalb messen und dokumentieren immer mehr Menschen ihre Aktivitäten?
Das hat unter anderem viel damit zu tun, dass das Messen und Archivieren von Daten mit den Geräten der neusten Generation sehr einfach geworden ist. Ein Knopfdruck genügt. Andererseits ist es natürlich auch so, dass Gesundheit und Fitness in der heutigen Gesellschaft absolut zentrale Themen sind. 

Das heisst, jeder kann die Geräte bedienen?
Ja. Das Stichwort heisst heute auch bei den Sportuhren und Activity-Trackern «Plug and play». Man muss keine langen Bedienungsanleitungen auswendig lernen, sondern man steckt das Gerät ein und wird von einem einfachen Menü durch die nötigen Schritte geführt. Dann ist die Uhr konfiguriert und einsatzbereit. Und auch wenn Sie Daten von Ihrer Sportuhr auf das Smartphone laden wollen, genügt ein Knopfdruck.

Kann eine Sportuhr einen Coach ersetzen?
Vor allem für Athleten, die ein konkretes Leistungsziel verfolgen, ist es natürlich optimal, wenn sie von einem Coach und einer Sportuhr unterstützt werden. Für alle, die einfach sicher sein wollen, dass sie sich genügend bewegen, reicht eine Sportuhr oder ein Activity-Tracker mit den entsprechenden digitalen Plattformen aber eigentlich aus. 

Wie wichtig ist die Online-Verbindung der Geräte?
Die Verbindung mit dem Web und mit Smartphone-Apps ist absolut zentral. Jeder Hersteller muss heute einfache, flexible Apps und Webservices anbieten, auf denen sich Sportler-Communities treffen können, um ihre Leistungen und Stories zu teilen. Millionen von Menschen bewegen sich heute ganz selbstverständlich auf Facebook, Twitter und anderen sozialen Medien – da muss auch der Sportbereich entsprechende Möglichkeiten bieten. Ich kenne viele Leute, die online Trainingsgruppen gegründet haben und dort ihre Sporterlebnisse teilen. Wer das nicht möchte, kann seine Daten selbstverständlich weiterhin privat verwalten. Wir sind überzeugt, dass sich die Online-Präsenz künftig noch intensivieren wird. 

Wie sieht die Zukunft der «Handgelenkcomputer» aus?
Wir können heute mit den neusten Sportuhren bereits sehr viel messen und präzise Daten bereitstellen. Was im Moment noch nicht geht, ist, dass mir die Uhr sagt, wie ich mich fühle, ob ich Hunger habe oder ob ich mehr Flüssigkeit brauche. Doch vielleicht ist auch das in Zukunft möglich. Unser Ziel ist es auf jeden Fall, Sportlern möglichst viele relevante Daten für ein optimales Training zu liefern. Ich bin überzeugt, dass es «am Handgelenk» noch viel Potenzial für innovative Entwicklungen gibt.

Mehr zum Thema

www.polar.com
Rechtlicher Hinweis Impressum