suvretta curling  skiraum 34.jpg

6 Fragen an Simon Roth, ehemaliger Spitzenspieler

6 Fragen an Simon Roth, ehemaliger Spitzenspieler

Weshalb ist Curling ein idealer Plauschsport?

Beim Curling hat man sehr schnell Erfolgserlebnisse – schon der erste Stein kann mitten im Zentrum liegen bleiben. Zudem spielt man gemeinsam in einem kleinen Team von vier Leuten – der Teamgeist und das Miteinander sind einzigartig! Das Spielen auf dem Eis ist spannend und spassig – es packt einem einfach. Ich habe früher Anfänger- und Firmenkurse geleitet und meist war es so, dass auch Leute, die am Anfang eher skeptisch waren, am Schluss fast nicht mehr vom Eis wollten.

Warum gibt man dem Curling-Stein immer eine leichte Drehung mit?

Mit der Drehung bekommt der Stein eine Richtung, die er bis am Schluss beibehält. Dass heisst, er bleibt stabiler auf Kurs, während ein gerade gespielter Stein unkontrolliert gleitet und durch jede Unebenheit oder Schmutzpartikel beeinflusst wird. Zudem kann man durch die Drehung auch Guards (Steine, die im Weg liegen) umspielen. Ein Draw (also ein Stein, der im Haus liegen bleiben muss) macht auf seinem Weg etwa zweieinhalb Umdrehungen.

Ist jeder Curling-Stein genau gleich?

Nein, jeder Stein läuft etwas anders und Spitzencurler spüren auch feinste Unterschiede. So werden die Steine dann je nach Eigenschaft den verschiedenen Teammitgliedern zugeordnet. Die «schlechtesten» Steine bekommt der erste Spieler, denn hier ist eine leichte Abweichung noch nicht so gravierend. Für die wichtigsten Shots gegen Schluss eines Durchgangs sind die besten Steine reserviert.

Was bedeutet «das Eis lesen»?

In der Halle wird das Curling-Eis immer präpariert, indem feine Tropfen (Pebbles) aufgespritzt werden. So entsteht eine Oberflächenstruktur, auf welcher der Stein kontrolliert läuft. Auf komplett glattem Eis wäre die Bahn des Steines nicht zu kontrollieren. Die Tropfen werden durch das Wischen während des Spiels abgehobelt und die Teams müssen genau wissen, wo das Eis am glattesten ist – dazu müssen sie das Eis «lesen». Denn dort läuft der Stein anders und bereits kleinste Unterschiede wirken sich auf die Länge und Richtung aus.

Was ist der Unterschied zwischen Curling und Eisstockschiessen?

Ein Eisstock ist viel leichter als ein Curling-Stein. Er wird in Richtung Ziel geschleudert und kann nicht durch Wischen beeinflusst werden. Zudem ist das Ziel nicht fix markiert wie beim Curling, sondern es wird auf eine so genannte Daube gezielt, ein rundes bewegliches Ziel aus Gummi, ähnlich wie ein Puck im Eishockey.

Ist Curling auch etwas für Kinder?

Auf jeden Fall: Curling ist ein toller Wintersport für Familien und Kinder. Fast jede Halle bietet ein speziell auf Kinder ausgerichtetes Programm. Die Kids – in der Curling-Sprache auch Cherryrocker genannt – spielen mit leichteren Steinen auf kürzeren Bahnen. Das ideale Einstiegsalter liegt etwa bei acht Jahren.

suvretta curling  skiraum 73.jpg
Rink, Draw, Guard
Kleines Curling-Latein
Rechtlicher Hinweis Impressum