Leistungsanalyse | Sanitas Krankenversicherung
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Leistungsanalyse

Lorenz Leuthold, Bewegungswissenschaftler ETH, für wen ist eine Leistungsanalyse wirklich sinnvoll?

Ich würde nicht von einer Leistungsanalyse oder Leistungsdiagnostik sprechen, sondern eher von einer Standortbestimmung. Denn wir gehen immer von den individuellen Zielen und Absichten jedes Kunden aus und bestimmen dann, welche Tests sinnvoll sind und den Kunden auf dem Weg zu seinem Ziel weiterbringen können. Zu uns kommen Anfänger Sporteinsteiger ebenso wie Spitzensportler. Die einen möchten ihre Ausdauer verbessern, andere wollen Muskelmasse aufbauen, wieder andere kommen um Fett abzubauen – es gibt für verschiedenste Ansprüche die geeigneten Testformen.  

Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen, damit ein Test Sinn macht?

Wir werden oft gefragt: Muss ich fit sein, um Tests und eine Standortbestimmung zu machen? Die Antwort heisst nein. Wir machen eine Momentaufnahme und definieren geeignete Massnahmen, um diese Person weiterzubringen – egal wie ihr Fitnesszustand ist.

Für welches Alter sind die Tests geeignet?

Für Kinder sind die Tests kaum geeignet, da sie zu wenig spielerisch ausgerichtet sind. Die Entwicklung von koordinative Fähigkeiten sollte hier im Vordergrund stehen. Aber von Jugendlichen bis hin zu Senioren profitieren alle Altersstufen von unseren Dienstleistungen. Gerade für Senioren ist z.B. ein gezieltes Krafttraining wichtig, um dem altersbedingten Muskelschwund vorzubeugen. Wir haben aber auch ältere Leute, die unbedingt einen Marathon laufen wollen.

Aber es geht doch bei den Tests schlussendlich um die Leistung?

Es geht nicht nur um die Leistung, sondern speziell auch darum, die persönlichen Trainingsbereiche zu ermitteln. Diese lassen sich nämlich mit den gängigen Faustregeln wie «220 minus Alter» nicht zuverlässig berechnen. Bei einigen mag das sogar ungefähr stimmen, bei anderen dagegen ist das Resultat dieser Rechnung unbrauchbar.

Nur wer seine individuellen Bereiche kennt, kann sein Training sinnvoll und zielführend gestalten. Deshalb ist die Bestimmung des individuellen Trainingsbereichs – neben der Leistungsdokumentation – ein wichtiger Eckpunkt.  

Muss das Ziel zwingend eine Leistungssteigerung sein?

Nein. Allerdings steigern am Anfang eigentlich alle ihre Leistungsfähigkeit – rein durch das effiziente Training im richtigen Bereich. Immer höher, immer mehr, immer schneller muss keineswegs das Ziel sein. Allerdings ich bin der Meinung: Wer sich schon die Zeit nimmt, zu trainieren, sollte sinnvoll und in der richtigen Intensität trainieren. Ein möglichst effizientes Training soll es sein. Deshalb bieten wir ja basierend auf den Testresultaten eine umfassende Beratung und individuelle Massnahmen an, die der betreffenden Person ermöglichen, optimal zu trainieren und ihr Ziel zu erreichen.

Kann ich auch einfach abklären lassen, ob ich richtig trainiere?

Ja, wir definieren mit unseren Tests für jede Person den individuell optimalen Trainingsbereich und können so genau sagen, ob diese Person richtig trainiert. Richtig heisst dabei immer gesund und optimal auf die eigenen Ziele abgestimmt. Als Bewegungswissenschaftler haben wir einen starken Praxisbezug und machen den Transfer zwischen Wissenschaft und Praxis. Das unterscheidet uns auch von sportmedizinischen Zentren. Wir sind Bewegungsprofis und arbeiten größtenteils mit «gesunden» Menschen und wir betreuen selten Patienten. Wenn jemand aber beispielsweise Diabetiker ist, können wir mit einem geeigneten Krafttraining helfen, die Muskelmasse zu steigern, was sich durch positive Effekte auf den Blutzuckerspiegel äussert. In diesen Fällen ist aber in der Regel ein Mediziner involviert.  

Sie analysieren auch die Körperzusammensetzung...?

Ja, das Optimieren von Fett- und Muskelanteil ist heute für viele ein grosses Bedürfnis: Die Körperwaage zu Hause gibt mir nur das Körpergewicht an. Wie viel Muskelmasse weist der Körper aber auf, wie gross ist der Fettanteil, wie steht es mit der Knochendichte (Osteoporose Prävention) oder wie haben sich meine Trainings auf meine Körperzusammensetzung ausgewirkt? Für diese so genannte DXA-Messung haben wir bei Training&Diagnostics die neuste Technologie, den wissenschaftlichen Goldstandard. Aber auch hier gilt: Entscheidend ist nicht nur der Test selbst, sondern auch die richtige Interpretation der Resultate und die Umsetzung in ein zielführendes Training.  

Wie lange dauert eine Standortbestimmung und was kostet das?

Eine simple Analyse dauert zehn Minuten, ein volles Testprogramm dauert bis zu 30 Minuten. In der Regel dauert die ganze Standortbestimmung dann zwischen ein und zwei Stunden. Den grössten Teil der Zeit wenden wir für das Beratungsgespräch auf, in dem wir die Resultate analysieren und aufzeigen, wie der Kunde seine Ziele erreicht. Die Kosten für eine komplette Standortbestimmung bewegen sich zwischen 400 und 500 Franken.



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