Muskelkater | Sanitas Krankenversicherung
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Ist Muskelkater immer ein schlechtes Zeichen?

Ist Muskelkater immer ein schlechtes Zeichen?

Wissen Sie’s?
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Antwort A ist richtig

Muskelkater entsteht durch kleine Schädigungen in der Mikrostruktur des Muskels – der Muskel schwillt an und verhärtet sich um die Verletzungen. Mit diesem sogenannten reflektorischen Schutzmechanismus will der Körper verhindern, dass die «verletzte» Stelle weiter bewegt und belastet wird. Das lässt sich vergleichen mit dem Gips, den der Arzt bei einem Beinbruch macht.

Muskelkater heisst aber auch, dass sich die Muskulatur stärkt: Der Körper baut Muskeln auf, um zu verhindern, dass die Mikroverletzungen nochmals vorkommen. Die Muskulatur gewöhnt sich allerdings sehr schnell an die geforderte Leistung. Wer Muskelwachstum will, muss deshalb diese «Mikrorisse» mit neuen Trainingsreizen gezielt verursachen.

Wichtig zu wissen: Muskelkater ist nicht gleich Muskelkater. Eine Ursache ist Überbelastung durch zu intensives Training. Doch Muskelkater entsteht auch durch wiederholte Bewegungen, die wir nicht gewohnt sind. Deshalb können auch gut trainierte Menschen Muskelkater bekommen, wenn sie beispielsweise eine neue Sportart ausprobieren.

Muskelkater selbst ist zwar schmerzhaft, aber nicht gefährlich. Ein Risiko besteht erst, wenn man zu intensiv weitertrainiert. Dann kann aus den Mikrorissen eine Muskelzerrung und im schlimmsten Fall ein Muskelriss werden.

Andreas Tascis Tipps bei Muskelkater:

  • Viel Wasser trinken und Vitamin C einnehmen – das unterstützt die Regeneration.
  • Moderate Bewegung bei Muskelkater fördert die Durchblutung und damit die Heilung der Mikrorisse.
  • Nach einem intensiven Training nicht lange und mit hoher Spannung dehnen, denn das schädigt die bereits gerissenen Muskelfasern zusätzlich. Besser nur kurz dehnen und wieder lösen.

 

Andreas Tasci, Master Personal Trainer

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www.tasci.ch

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