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Spiele wie anno dazumal

Es gibt unzählige Bewegungsspiele, die Sie ohne grossen Aufwand mit Ihren Kindern draussen spielen können. Ob «Gummi-Twist», «Himmel und Hölle» oder «Höhenfangis»: Viele dieser Spiele werden nach den gleichen Regeln gespielt, die schon die Grosseltern kannten. 

Text: Clau Isenring

 

Gummi-Twist

Material: Gummiband, ca. 3 bis 5 m lang
Spieler: drei bis unbegrenzt
Spielregeln: Zwei Kinder stehen etwa zwei bis drei Meter auseinander, das Gummiband um die Knöchel gespannt. Das dritte Kind beginnt nun mit bestimmten Hüpffiguren. Je höher das Gummiband gespannt wird – Wade, Knie, Hüfte, Taille –, desto schwieriger wird‘s. Auch Hüpffiguren gibt’s in verschiedenen Schwierigkeitsgraden.

Die 10er Schrittkombination ist ein Klassiker und lässt sich auch alleine mithilfe von zwei Stühlen ausführen:

Weitere Figuren zum Nachmachen finden Sie auf www.gummitwist.ch.


Wer hat Angst vorm bösen Wolf?

Material: keines
Spieler: acht bis zwanzig
Spielregeln: Für dieses Feld ist ein grosser Platz oder eine grosse Wiese ideal. Der «böse Wolf» steht etwa 15 Meter von den anderen Kindern entfernt auf der gegenüberliegenden Seite des Spielfeldes und ruft «Wer hat Angst vorm bösen Wolf?» Alle Kinder antworten: «Niemand!» Darauf fragt der «böse Wolf»: «Und wenn er kommt?» Die Kinder antworten: «Dann rennen wir alle weg!» Darauf spurten die Kinder auf die andere Seite bis zum Spielfeldrand, wo sie in Sicherheit sind. Der «böse Wolf» versucht, so viele wie möglich durch Antippen zu fangen. 
Alle Kinder, die gefangen wurden, helfen dem «bösen Wolf» beim nächsten Durchgang beim Fangen. Das Kind, das am Schluss übrig bleibt, darf beim nächsten Spiel der Wolf sein.


Höhenfangis

Material: keines
Spieler: ab fünf, bis unbegrenzt
Spielregeln: Bei diesem «Fangis» darf der Fänger alle Kinder fangen, die sich nicht rechtzeitig auf etwas hinaufretten können, zum Beispiel auf Mäuerchen, Treppenstufen, Bänke, Steine, Bäume und jede weitere Erhebung. Der Fänger darf aber zu Kindern hingehen, die sich in Sicherheit gebracht haben, und sagen: «Vögeli, Vögeli, flüüg us, in es anders Huus, eis, zwei, drüü.» Dann muss sich das Kind schnell eine andere Erhöhung suchen, ohne dass es vom Fänger erwischt wird. Wer zuerst gefangen wird, wird zum Fänger.


Boccia

Material: Boccia-Set
Spieler: Ab zwei, bis sechs
Spielregeln: Boccia kann man auf Kiesplätzen oder auf Rasen spielen. Je unebener der Boden, desto schwieriger wird‘s. Jeder Spieler erhält, je nach Spieleranzahl, eine oder mehrere Kugeln und alle stellen sich in einer Linie auf. Ein Kind darf die kleine Setzkugel, auch Pallino genannt, werfen. Nun müssen alle versuchen, ihre Bocciakugel(n) so nahe wie möglich an den Pallino zu rollen oder zu werfen. Wer seine Kugel(n) am Schluss am nächsten beim Pallino platziert hat, hat gewonnen. Spielt jeder Spieler mit mehreren Kugeln, werden alle Kugeln gezählt, die näher liegen als die beste Kugel des Gegners.


Himmel und Hölle

Material: Strassenkreide, Kieselstein
Spieler: ab zwei
Spielregeln: Für dieses Hüpfspiel zeichnet man mit Strassenkreide dieses Spielfeld mit neun Feldern sowie Erde, Himmel und Hölle auf den Boden.

Wer die erste Runde anfängt, stellt sich mit beiden Beinen ins Erde-Feld. Dann hüpft das Kind mit einem Bein in die Felder 1, 2 und 3, mit beiden Beinen gleichzeitig in die Felder 4 und 5, mit einem Bein ins Feld 6, mit beiden Beinen in die Felder 7 und 8, mit einem Bein ins Feld 9. Dann muss die Hölle übersprungen werden und das Kind landet im Himmel. Zurück zur Erde geht’s genau gleich. Runde 2 wird schon schwieriger. Der Spieler stellt sich wieder ins Erde-Feld und wirft einen Stein ins Feld 1. Das Feld mit dem Stein wird überhüpft und auf dem Rückweg muss man den Stein, auf einem Bein balancierend, wieder aufnehmen. In Runde 3 wird der Stein in Feld 2 geworfen und so weiter. Feld 9 zu treffen, sodass der Stein liegen bleibt, ist dann schon sehr herausfordernd. Wer einen Fehler macht, muss aufhören, und das nächste Kind kommt an die Reihe. Die Nummer, bei welcher der Fehler passiert ist, muss beim nächsten Mal wiederholt werden.

Fehler:

  • Der Stein landet ausserhalb oder auf der Linie.
  • Das Kind tritt beim Hüpfen auf die Umrandung.
  • Ein Sprung wird vergessen.
  • Der Stein wird nicht aufgesammelt.
  • Das Kind verliert das Gleichgewicht und tritt mit beiden Beinen auf.

 

Auch im Wald gibt es einfache Spiele für die ganze Familie.

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