Auflösung Gesundheitsquiz
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Schokolade enthält Stoffe, die Glücksempfinden auslösen können, zum Beispiel die Aminosäure Tryptophan. Dieses kann der Körper für die Produktion von Serotonin nutzen, ein Hormon das unter anderem auch am Erleben von Glücksempfindungen beteiligt ist. Einen anderen Inhaltsstoff, Phenyletylamin, findet man im Blut von Verliebten in rauhen Mengen. Das Vertilgen eines Riegels Schokolade macht deshalb Unglückliche aber noch lange nicht glücklich. Der Grund: Die Dosis dieser Stoffe ist zu gering. Unbestritten ist, dass der Genuss von Schokolade beglücken kann, in dem er schöne Kindheitserinnerungen wachruft.

Das Gerücht hält sich hartnäckig: Süssstoffe sollen indirekt dickmachen, indem sie den Insulinspiegel im Körper erhöhen. Man wird hungrig, greift zu – und wird dick. Wissenschaftliche Beweise für diese Behauptungen fehlen.


Süssmittel wie Aspartam und Zyklamat sind leicht veränderte Aminosäuren und damit den Baustoffen von Eiweissen sehr ähnlich. Im Gegensatz zu Zuckeraustauschstoffen wie Xylit oder Sorbit enthalten Süssstoffe keine Kalorien. Viele bevorzugen aus diesem Grund Light-Getränke. Doch aufgepasst! Light-Getränke sind ja trotzdem süss und verhindern somit, dass wir uns von dem süssen Geschmack «entwöhnen» können. Deshalb bleibt Wasser das beste Getränk.

Dieser vielgehörte Rat ist falsch: Sie sollten es genau umgekehrt machen! Gehen Sie erst dann ins Bett, wenn Sie müde sind. So ist der Schlafdruck grösser und auch die Chance, dass Sie bald einschlafen. Das Ziel ist, kürzer, aber effizienter zu schlafen, also den Anteil schlafend zugebrachter Zeit im Bett zu steigern. Wer stattdessen bei Schlafproblemen früher ins Bett geht, macht es nur schlimmer: Man hofft zwar, sich auf diese Weise doch noch irgendwie ausruhen zu können, verlängert aber meist nur die Wachzeiten im Bett. Und das wiederum ist dem Einschlafen abträglich.

Die Behauptung, dass Deos, die Aluminiumverbindungen enthalten, Brustkrebs verursachen können, ist nicht bewiesen. Die vermeintliche Gefahr der Aluminiumsalze, die für die schweisshemmende Wirkung von Deodorants sorgen, stützt sich auf Laborstudien mit Zellen. Solche Studien sind aber nur begrenzt auf einen lebenden Organismus und den Menschen im Speziellen übertragbar. Aufgrund des derzeitigen Wissensstands gibt es keinen triftigen Grund, um auf Deos irgendwelcher Art zu verzichten.

Diese Meldung machte in etlichen Publikumsmedien Furore: Die Spermienmenge und -qualität bei Männern hierzulande und anderswo nähme durch Umweltverschmutzung und Kontakt zu Giften am Arbeitsplatz ab. Neuere Langzeitstudien, in denen eine Gruppe von Männern während zehn Jahren untersucht worden war, ergaben keine nennenswerten Änderungen in Quantität oder Qualität der Spermien. Und einzelne neuere Studien offenbaren sogar einen leichten Rückgang der ungewollt kinderlosen Paare.

Kaffeetrinken hat keinen guten Ruf. Fakt ist: Kaffee ist entgegen früherer Verlautbarungen weder ein Flüssigkeitsräuber, der den Körper austrocknet, noch stellt er eine Gefahr für das Herz dar. Vor Diabetes und vor Leberkrebs und einigen anderen Krebsarten scheint regelmässiger Kaffeegenuss sogar zu schützen, wie Studien zeigten.

«An apple a day keeps the doctor away». Diese Präventionsbotschaft hat zumindest einen wahren Kern: Englische Wissenschaftler haben kürzlich untersucht, ob das Apfelessen einen positiven Effekt auf die Herzgesundheit haben kann. Dazu haben sie über 50-jährige Testpersonen entweder jeden Tag ein blutdrucksenkendes Medikament (Statin) schlucken oder einen Apfel essen lassen.


Gemäss der Studie reduziert der tägliche Apfel Blutfette ebenso zuverlässig wie die Einnahme eines handelsüblichen blutdrucksenkenden Medikamentes (Statin). Auch das Risiko, an Herzkreislauferkrankungen zu sterben, reduzierte sich bei beiden Gruppen von Studienteilnehmern vergleichbar.


Fazit: Den Gang zum Arzt kann man sich mit dem regelmässigen Griff zum Apfel zwar nicht lebenslang ersparen, aber es gibt gute Gründe, um wieder mal so richtig herzhaft zuzubeissen!

Für Morgenmenschen, die abends schon früh in die Federn sinken, die sogenannten Lerchen, mag diese Aussage zutreffen. Allgemein genommen  stimmt sie jedoch nicht. Wer als Nachtmensch – von Schlafforschern Eule genannt – nur selten zu Schlaf vor Mitternacht kommt, braucht also nicht um seine Gesundheit oder seine Leistungsfähigkeit zu bangen. Denn alle Menschen tauchen während der ersten zwei bis vier Stunden Schlaf zeitweise in den besonders erholsamen Tiefschlaf. Ob der Tiefschlaf dabei vor oder nach Mitternacht stattfindet, spielt keine Rolle.

Vegetarier leben tatsächlich gesünder und länger als Fleischesser. Dies aber nur im Vergleich zu Menschen, die sehr häufig Fleisch essen. Moderate Fleischesser, bei denen weniger als zwei Mal pro Woche Fleisch auf den Tisch kommt, haben gegenüber Vegetariern kaum Nachteile.


Das geringere Sterblichkeitsrisiko von Vegetariern muss jedoch nicht zwingend mit deren vegetarischer Kost zusammenhängen: Menschen, die kein Fleisch essen, pflegen höchstwahrscheinlich einen anderen Lebensstil als die Allgemeinbevölkerung. Denkbar ist also, dass dieser Lebensstil insgesamt gesund hält, und nicht der Verzicht auf Fleisch an sich.


Fazit: Die Behauptung, dass wer kein Fleisch isst, gesünder lebt, steht auf wackeligen Beinen.

Etwa 40 Prozent der Bevölkerung klagt über schlechteren Schlaf bei Vollmond. Alles nur Einbildung? Schlafexperten sind sich uneinig. Manche Forschungen finden keinen Zusammenhang zwischen Mondphase und Schlafqualität. Andere aber sehr wohl.


Lange hatte sich die Wissenschaft allein auf die Idee gestützt, dass die hellen Lichtverhältnisse bei Vollmond für den beeinträchtigten Schlaf verantwortlich sein könnten. Eine Basler Forschungsgruppe ist nunkürzlich auf etwas Seltsames gestossen: Die Forscher haben Messdaten von Schlafenden näher analysiert. Dabei stellte sich heraus, dass unsere sogenannte «innere Uhr» auf den Rhythmus des Mondes zu reagieren scheint, obwohl die Schlafenden in völlig abgedunkelten Räumen im Schlaflabor nächtigten: Bei Vollmond fiel die Aktivität in den Hirnarealen, die mit tiefem Schlaf in Verbindung stehen, um dreissig Prozent. Zudem brauchten die Studienteilnehmer bei Vollmond im Schnitt fünf Minuten länger, um einzuschlafen und sie schliefen zwanzig Minuten weniger lang.


Fazit: Die neuste Forschung lässt darauf schliessen, dass es beim Menschen neben dem Tagesrhythmus eventuell auch noch einen Mondrhythmus gibt.  

Fetter Seefisch wie Lachs, Hering oder Thunfisch mit einer hohen Konzentration an Omega-3-Fettsäuren galt lange Zeit als natürliches Herzschutzmittel. Eine Mär, wie man heute weiss.

Omega-3-Fettsäuren kann der Körper nicht selbst herstellen und muss sie über Fisch, Pflanzenöle, Fleisch und andere Lebensmittel aufnehmen. Ausschlag für den Hype um Omega-3-Fettsäuren gaben Untersuchungen aus den 70-er Jahren: Forscherinnen und Forschern fiel damals auf, dass die in Nordalaska lebenden Inuits kaum an Herzkrankheiten litten. Als Grund hierfür war – vorschnell – der fischreiche Speiseplan der Inuits ausgemacht. Inzwischen wurden neue Studien zum Thema gemacht und diejenigen aus den 70ern kritisch begutachtet.

Das Fazit ist ernüchternd: Fischölkapseln sind nicht nur wirkungslos in Bezug auf die Vorbeugung von Herzkreis­lauferkrankungen. Sie können sogar schaden, erhöhen sie doch das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken.

Wer wenig isst, lässt seinen Magen schrumpfen, was wiederum schneller satt macht und schlank hält. – So stimmig dies klingen mag, es ist reine Wunschvorstellung. Der Magen ist nämlich äusserst dehnbar und kann sich bei einer Hungerkur zwar zusammenziehen, er verliert aber keine Masse. Deshalb bleibt das grösstmögliche Fassungsvermögen auch nach langem Fasten unverändert.

Die gute Nachricht: Es lässt sich trainieren, dass das Gehirn einen geringeren Füllstand des Magens als sattmachend empfindet. Essen Sie langsam und stellen Sie sich dabei immer wieder die Frage: «Brauche ich mehr, um satt zu sein?» So bringen Sie Ihren Kopf und Bauch dazu, sich mit weniger zu begnügen.

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