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Sie fragen – wir antworten

Wie kann ich Prämien sparen? Warum entspricht bei mir die Prämienanpassung nicht dem Schweizer Durchschnitt? Hier beantworten wir Fragen, die uns Kundinnen und Kunden im Zusammenhang mit den Prämien häufig stellen.

 

Wie kann ich meine Prämie senken?

Gerne zeigen wir Ihnen verschiedene Möglichkeiten auf und beraten Sie auch persönlich:

  • „Erhöhen Sie Ihre Franchise in der Grundversicherung: Mit einer höheren Franchise senken Sie automatisch Ihre monatlichen Prämien und sparen so jährlich bis zu über 1000 Franken.
    Franchise, Selbstbehalt – Wie funktioniert das? Schauen Sie sich unser Video dazu an.
  • „Wählen Sie ein alternatives Versicherungsmodell (AVM). Damit erhalten Sie attraktive Rabatte. Sanitas bietet Ihnen in der Grundversicherung verschiedene alternative Versicherungsmodelle an. Hier geht’s zur Übersicht.
  • „Weitere Möglichkeiten, wie Sie Prämien sparen können, haben wir für Sie hier zusammengestellt:
  • „Kontaktieren Sie Ihr Service Center. Wir beraten Sie gerne individuell und zeigen Ihnen auf, wie Sie Ihre Prämie optimieren können. Den Kontakt finden Sie auf Ihrer Police und auf Ihrer Versichertenkarte.

Warum steigen die Prämien jedes Jahr?

Die Schweiz hat eines der besten Gesundheitssysteme weltweit. Diese erstklassige Versorgung kostet, und das spiegelt sich in den Krankenkassenprämien. Unten haben wir die wichtigsten Faktoren aufgeführt, die die Kostensteigerung in der Grundversicherung und den Zusatzversicherungen verursachen. Übrigens: Es gibt immer wieder auch Prämienregionen, in welchen die Prämien der Grundversicherung nicht steigen oder sogar sinken! Und in den Zusatzversicherungen gibt es immer wieder Produkte, in denen die Prämien stabil bleiben.

Faktoren, die die Prämien beeinflussen:

  • Der medizinische Fortschritt mit immer besseren und teilweise auch teureren Behandlungen und Apparaturen.
  • Die demografische Entwicklung mit immer mehr älteren Versicherten, die durchschnittlich höhere Leistungskosten verursachen.
  • Im Vergleich zu früher geht die Schweizer Bevölkerung schneller und häufiger zum Arzt Und es werden immer mehr Leistungen bezogen.


Übrigens: Unser Video „Warum steigen die Prämien?“ erklärt kurz und anschaulich die wichtigsten Fakten. Jetzt anschauen

Warum entspricht meine Prämienerhöhung nicht den Angaben, die ich in der Zeitung gelesen habe?

Die Durchschnittswerte, die in den Medien zur Grundversicherung kommuniziert werden, spiegeln in den wenigsten Fällen Ihre individuelle Prämie. Das hat verschiedene Gründe:

Leistungskosten in Ihrer Region: Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) verlangt kostendeckende Prämien pro Region. Die Prämien richten sich in erster Linie nach den Leistungskosten einer Krankenversicherung – also nach den Kosten, die die Versicherung für Ärzte, Therapeutinnen, Spitalaufenthalte oder Medikamente bezahlen muss. Diese Leistungskosten können sehr unterschiedlich ausfallen, da sie von verschiedenen Faktoren abhängig sind: So spielt die Struktur des Versichertenbestandes oder der Wohnort der Versicherten eine Rolle. Deshalb bezahlt der 44-jährige Herr M., der im Kanton X wohnt, nicht die gleiche Prämie wie der 44-jährige Herr B., der im Kanton Y wohnt.

Ihre Modell- und Franchisenwahl: Die Durchschnittsprämie, die das Bundesamt für Gesundheit jeweils Ende September kommuniziert, bezieht sich auf das Standardmodell der Grundversicherung mit einer Franchise von 300 Franken und mit Unfalldeckung. Ihre Prämie kann variieren,

  • wenn Sie eine höhere Franchise gewählt haben,
  • wenn Sie ein alternatives Versicherungsmodell abgeschlossen haben,
  • wenn Sie die Unfalldeckung ausgeschlossen haben.

Zusatzversicherungen: Vielleicht haben Sie eine oder mehrere Zusatzversicherungen abgeschlossen? Wichtig zu wissen: Bei den Angaben des Bundesamtes für Gesundheit handelt es sich um die Prämie der Grundversicherung. Beachten Sie also beim Vergleich mit Ihrer Police lediglich die Grundversicherungsprämie, nicht die der Zusatzversicherungen.

Warum habe ich keine günstigere Prämie, obwohl ich nie zum Arzt muss?

Das Schweizer Gesundheitssystem misst dem Solidaritätsgedanken in der Grundversicherung einen hohen Stellenwert zu. Das bedeutet: In der Grundversicherung bezahlen in einer Prämienregion alle Erwachsenen die gleiche Prämie – egal ob jemand krank oder gesund ist, alt oder jung, Mann oder Frau. Sie gehören zu jenen, die Glück haben und gesund sind. Umgekehrt müssen Sie aber auch keine höhere Prämie bezahlen, sollten Sie doch einmal krank werden. Dieses sogenannte Solidaritätsprinzip ist im Krankenversicherungsgesetz verankert.

Es gibt Ihnen die Sicherheit, dass Ihre Krankheitskosten im Notfall übernommen und Sie nicht in den finanziellen Abgrund getrieben werden.

Warum verzichtet Sanitas nicht auf Werbeaktionen? So könnte man viel Prämiengelder sparen!

Da sind wir anderer Meinung: Unsere Werbemassnahmen dienen in erster Linie dazu, innovative Angebote und Dienstleistungen zu kommunizieren und so neue Kunden auf uns aufmerksam zu machen. Nur wenn eine Versicherung es schafft, jedes Jahr neue Kunden zu gewinnen, kann sie ihren Versicherten Stabilität und Sicherheit gewährleisten. Das kommt letztlich allen Sanitas Versicherten zugute.

 

Werbung kann zudem einen wichtigen Beitrag an das kostenbewusste Verhalten unserer Kunden leisten: Seit der Einführung unseres Online-Kundenportals und der damit verbundenen Kommunikation haben über 200 000 Kunden auf den elektronischen und damit papierlosen Verkehr mit Sanitas umgestellt. Das spart Papier, Portokosten und ist umweltfreundlich.

 

Nicht zuletzt belegen unsere Zahlen, dass sich mit einem Verzicht auf Werbung kaum Geld sparen lässt: Die Werbeausgaben machen bei Sanitas wenige Promille einer Monatsprämie aus. Bei einer durchschnittlichen Monatsprämie ist das weniger als ein Franken. Würden wir alle Werbeausgaben streichen, wäre das in den Prämien also kaum spürbar.

 

Übrigens: Wussten Sie, dass bei Sanitas von 100 Prämienfranken rund 95 Franken direkt in medizinische Leistungen fliessen? Also in Spitalaufenthalte, Therapien, Laborkosten und Medikamente.

Was tut Sanitas gegen die steigenden Leistungskosten?

Sanitas setzt sich täglich dafür ein, die steigenden Gesundheitsausgaben möglichst moderat zu halten:

„Wir kontrollieren pro Monat bis zu 500'000 Rechnungen, um ungerechtfertigt hohe Rechnungen oder nicht versicherte Leistungen zu identifizieren und so Kosten zu vermeiden.

Mit dem Case Management begleiten und unterstützen wir unsere Kundinnen und Kunden in gesundheitlich schwierigen Lebenssituationen. Eine gute Koordination zwischen Ärzten, Therapeuten und anderen beteiligten Personen ist wichtig für einen optimalen Genesungsprozess.

„In Zusammenarbeit mit unserem unabhängigen Partner Medgate bieten wir unseren Versicherten rund um die Uhr kostenlose medizinische Beratung. Vor allem nachts oder an Wochenenden können Sie dank diesem Service teure Notfallkosten vermeiden, weil Sie mit gutem Gefühl einen notwendigen Arztbesuch auf reguläre Praxiszeiten verlegen können.

„Wir führen im Interesse unserer Versicherten partnerschaftliche, aber intensive Tarifverhandlungen mit den Leistungserbringern, beispielsweise mit Spitälern oder mit Ärztenetzen.

Alternative Versicherungsmodelle führen erwiesenermassen zu Kosteneinsparungen. Sanitas bietet in der Grundversicherung verschiedene alternative Versicherungsmodelle (AVM) an.

Welchen Einfluss hat die Anpassung des Ärztetarifs Tarmeds auf die Prämien?

Gesundheitsminister Alain Berset hat auf den 1. Januar 2018 Anpassungen für den Tarmed-Ärztetarif angeordnet. Da sich die verschiedenen Tarifpartner nach intensiven Diskussionen nicht auf eine Revision einigen konnten, hat der Bundesrat eingegriffen. Die von Alain Berset geplanten Massnahmen sollen jährlich Einsparungen von rund 470 Millionen Franken ermöglichen.

Wir gehen davon aus, dass dies einen dämpfenden Effekt auf die Prämienerhöhung haben könnte. Aber viele weitere Faktoren beeinflussen die Prämie: So hängt diese massgeblich von der Entwicklung der Gesundheitskosten ab. In der Tendenz werden mehr und teurere Leistungen in Anspruch genommen. Die Folge ist, dass trotz der Einsparungen auf Grund der Tarmed-Tarifanpassung die Prämien weiter steigen.

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