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Dranbleiben und durchbeissen

Vor allem wenn’s draussen kalt und nass ist, steht’s mit der Trainingsmotivation nicht immer zum Besten. Für Marathon-Europameister 2010 Viktor Röthlin sind klare Ziele das beste Mittel, um den inneren Schweinehund zu besiegen.

«Der innere Schweinehund meldet sich bei jedem Menschen einmal», stellt Viktor Röthlin klar, «auch bei mir». Doch wer einfach plan- und ziellos ein bisschen vor sich hintrainiert ist eine leichte Beute und begegnet dem inneren Schweinehund viel häufiger. Für Röthlin sind klare Ziele das beste Mittel gegen Motivationskrisen. Ist das Hauptziel gesetzt, gilt es dieses in viel kleine, realistische Zwischenziele aufzuteilen. «Wenn ich mir sage, ich laufe in drei Jahren den Marathon in New York und bis dahin habe ich kein weiteres Ziel, wird’s schon schwierig mit der Motivation», erklärt Röthlin. Für ihn ist aber auch klar, dass das Trainieren nicht immer cool und schön sein muss: «Es kann eben auch richtig zäh und lästig sein.». Dass man manchmal überhaupt keine Lust hat, sollte man akzeptieren. Dieses Bewusstsein ist laut Röthlin der erste Schritt zum Erfolg – nicht nur für den Sport. Denn wer dann trotzdem rausgeht und sich durchbeisst, fühlt sich nach dem Training doppelt gut und weiss: es hat sich doch gelohnt. «Genau diesen Moment muss man abspeichern und hervorholen, wenn der innere Schweinehund sich meldet, dann hat er keine Chance», rät Viktor Röthlin.

Ein bisschen positiver Gruppendruck – von einem Laufpartner oder einer Laufgruppe beispielsweise – ist übrigens auch immer ein gutes Mittel gegen Motivationstiefs!