Momente teilen Junge Erwachsene Tschüss, Hotel Mama WG oder eigene Wohnung? Auslandsemester Sprachaufenthalt oder Au-pair? Gut vorbereitet Grassrooted Auf und davon Das passende Auftreten Kinderwunsch Fruchtbarkeit tracken Der richtige Zeitpunkt? Der Beitrag der Männer Fruchtbarkeit und Ernährung Der medizinische Check Wissenswertes über den Eisprung Unerfüllter Kinderwunsch: Was tun? Drei Fruchtbarkeitstracker im Vergleich Kinderwunsch und Partnerschaft Schwangerschaft Eltern-Kind-Beziehung Risikoschwangerschaft Babyblues Blasensprung Schlafen Schwangerschaftsstreifen Versicherung Vorbereitung Stillen Vorwehen 1.–3. Monat: Pränataldiagnostik 1.–3. Monat: Ernährung 1.–3. Monat: Verlauf 1.–3. Monat: Tipps für den Alltag 4.–6. Monat: Reisen 4.–6. Monat: Verlauf 7.–9. Monat: Babyausstattung 7.–9. Monat: Geburtsort 7.–9. Monat: Geburtstasche 7.–9. Monat: Kindergerechtes Wohnen 7.–9. Monat: Verlauf 7.–9. Monat: Vorbereitung Baby 7.–9. Monat: Vorbereitung Geburt Energieaufnahme Formalitäten Schwangerschaftsübelkeit Unser Baby Baden Wie sie hören Hausapotheke 1.-3. Monat: Pflege 1.-3. Monat: Entwickelt sich mein Baby normal? 1.-3. Monat: Die Entwicklung eines Babys Monat für Monat 4.-6. Monat: Entwickelt sich mein Baby normal? 4.-6. Monat: Die Entwicklung eines Babys Monat für Monat 4.-6. Monat: Tipps für den Alltag Stillen Feiern und geniessen Weihnachten und Silvester mal anders Genuss aus philosophischer Sicht Tipps für friedliche und stressfreie Festtage Genuss gibt es auch in der Gassenküche in Zürich Weihnachten im Kloster Interview mit René Rindlisbacher Leben mit Herzschwäche Testimonial: Alejandro Iglesias Testimonial: Hana Disch Testimonial: Patrizio Orlando Andere Länder, andere Parasiten Heuschnupfen Hilfe in der Not Die drei Phasen des Glücks Sieben Tipps für mehr Glück im Alltag Kinder und Langeweile Aktiv sein Gesunde Zähne Lifehacks für gesunde Zähne Hometraining Zahnmythen im Check 10 Tipps gegen Ängste und Sorgen Handpflege Schwimmgadgets Unser Körper, der Regenerierungskünstler Fit bleiben im Urlaub Bauchübungen Aktiv in der Schwangerschaft 1.–3. Monat: Sport und Bewegung Schwangerschaftsgymnastik Richtig stehen Ernährung Die Muskeln füttern Smoothies Vitamin D Böse Eier, gute Eier Wundermittel Schokolade? Ernährungsplan Gesunde Fette Wieviel Zucker pro Tag erlaubt ist Wie viel Fett am Tag ist gesund Laktoseintoleranz Ernährung im Homeoffice Low Carb Gesundes Herz Interview mit Christophe Wyss Sportarten fürs Herz Wie die Psyche aufs Herz wirkt Tipps für ein gesundes Herz Richtig Blutdruck messen Hypertonie: Wissenswertes zum Bluthochdruck Gewohnheiten ändern Sportgadgets: Psychologie Merk dir dieses Gefühl In 10 Schritten zum neuen Verhalten Geduld bringt Rosen Laufcoaching Lauf-ABC Lauf in Sarnen Konditionsfaktoren Wochenplaner Laufschuh Kraftgymnastik Laufsporternährung Ausgleichssportarten Warm-up Stretching Funktionsbekleidung Fitnesstracker Trainingskleidung Trainingstipps für Frauen Muskelentspannung Regeneration Rückblck Laufcoaching Sport nach der Geburt Rückbildungsgymnastik Entlastung der Schulterpartie Kangatraining Work-out auf dem Spaziergang Expertentipps Stress und Entspannung Tai Chi Mit Yoga gegen Stress Was ist Stress Entspannen Umgang mit Stress Was ist Burn-out «Klar abgrenzen ist der erste Schritt» Stressfaktor Zeitmangel Stress untertags abbauen Stressoren Die schönsten Schweizer Saunas Richtig saunieren Richtig atmen Regenerationsmythen Schlaf Mindfullnes Trendsport Fitnessboxen Slackline Bouldern Faszientraining Stand-up-Paddeln Crossfit Lindy Hop Pole Dance Wandern Höhenkrankheit Kinderwagentaugliche Wege Kauptipps Kinderwagen Schuhkauf Wandern mit Baby Bergseen Kinderwunsch: Sport und Fruchtbarkeit 10000 Schritte pro Tag Treppe Pumptrack Rücken Kinderrücken Rückenübungen Richtig Sitzen am Arbeitsplatz Erlebniswelt Wald Spielen: Fürs Leben Spielen: Wie anno dazumal Bewegungsförderung Bewegungsmuffel Motivation Schlitteln Curling-Latein Snowkiten Schneeschuhlaufen Sturzprävention Inline-Skating Schwimmen: Tipps Schwimmen Flügel fürs Leben Stretching Biketipps Stretchingübungen fürs Biken Körper und Kälte Zahnprophylaxe Wünsche umsetzen Zusammenleben heute Zusammenleben morgen Digitale Nomaden Mehrgenerationenhaus Giesserei Der blinde Filmregisseur Wohnen für Hilfe Die Arztpraxis der Zukunft Arbeiten von unterwegs Digitales Leben Jugendliche Influencer Im Gesundheitsbereich Online-Sucht Digitale Versuchung Kinder und digitale Medien Smartphone-Nacken Das Gehirn liebt Gewohnheiten Gewohnheiten ändern? Haha! Kaizen Unerfüllter Kinderwunsch Kinderwunsch: Der Faktencheck Diagnose: Kind im Haus Gute Nacht! Drei Fragen, die uns den Schlaf rauben Plötzlich Eltern Was kann die Psychotherapie aus dem Netz? Studie Solidarität Zuzüger Unsere Haut – Schicht für Schicht Generationendiskussion Wünsche Was uns wichtig ist Hausarzt und Corona Sicher zurück an den Arbeitsplatz Einsingen um 9 Corona: Arbeiten im Spital Arbeiten im Pflegeheim Was wir von Kindern lernen können Corona: Helfen als Ehrenamtlicher Zweitmeinung Paarbeziehung und Kind Entwickeln für morgen App Check Aqualert Blutspende BudgetCH Codecheck Forest Freedom Freeletics Moment Sleep Better PeakFinder Findery Sanitas Coach App Fitness-Apps im Test Geschichte des Kunstherzens Online-Konsum Angst: «Online-Programme können helfen» Independent Living Exohose Prothesen Spital der Zukunft Neue Haut für Verbrennungsopfer Online-Therapien Sanitas Newsletter

Corona-Krise im Pflegeheim: intensiv, herausfordernd – und schön

Vom offenen Haus zum isolierten Risikoareal: Auch wenn im Pflegeheim Pflegimuri bisher kein COVID-19-Fall aufgetreten ist, hält das Coronavirus dort alle auf Trab. Die Hygieneverantwortliche Manuela Joller findet aber: In den letzten Wochen war auch vieles gut.

Text: Katharina Rilling; Fotos: Marco Rosasco

Manuela Joller, als Hygieneverantwortliche waren Sie sicher gefragt in den letzten Wochen der Corona-Krise?

Manuela Joller: Es war streng, intensiv und herausfordernd. Rückblickend weiss ich gar nicht, wie wir das alles geschafft haben! Aber es ging, weil jeder Bereich viel Einsatz geleistet hat.

Wie hat sich Ihre Arbeit in den letzten Wochen verändert?

Wir haben eine Task Force gegründet. Zum Glück konnten wir auf ein gutes Hygienekonzept zurückgreifen. Noroviren und Grippewellen sind schliesslich immer ein Thema. Aber es wurden auch neue Massnahmen ergriffen: mehr Desinfektionsmittelspender für die Hände aufgestellt und alle Mitarbeitenden stark auf Handhygiene sensibilisiert. Wir mussten viel organisieren: Es wurde etwa von Privat- auf Berufskleider umgestellt, wir erarbeiteten Merkblätter, führte viele Gespräche. Teams wurden gesplittet, zum Beispiel in der Wäscherei. Das Restaurant wurde geschlossen. Neben der Hygiene bin ich für den medizinischen Einkauf zuständig. Die Beschaffung von Schutzmaterial, Hände- und Flächendesinfektionsmittel war sehr aufwendig. Weil wir gut vernetzt sind, hatten wir aber immer genügend Material.

Welche Massnahmen waren besonders schmerzhaft?

Die Menschen, die hier leben, können kaum noch an der Gesellschaft teilhaben. Deshalb holen wir die Aussenwelt ins Haus: Unser Restaurant ist normalerweise für alle geöffnet und es finden viele Veranstaltungen statt. Plötzlich ging das alles nicht mehr. Das Heim schrittweise zuzumachen – bis zum Besuchsverbot – war sehr schwierig. Die Bewohner hat das auch stark beschäftigt. Das Distanzhalten macht einfach Mühe. Wir haben etwa die Essenstische auf den Wohngruppen verteilt, manche essen jetzt halt auf dem Gang. Aber insgesamt geht es den meisten erstaunlich gut.  

Erleben Senioren Krisen anders als Junge?

Der Mensch gewöhnt sich allgemein schnell an neue Situationen. Alte Menschen haben zudem noch einen ganz anderen Fundus an Strategien, um auf Krisen zu reagieren. Sie haben in ihrem langen Leben persönliche Tiefschläge, vielleicht den Zweiten Weltkrieg und die Maul- und Klauenseuche, erlebt. Auch, wenn diese Situation nun neu ist: Viele können sich gut in etwas hineinschicken, das sie nicht ändern können. Und Verzicht halten sie aus. Man konnte diese Krisenerprobtheit gut spüren.

Hatten die Bewohner Angst vor COVID-19?

Teilweise. Viele sind zu Beginn stiller geworden. Am runden Tisch hörte ich aber auch eine Bewohnerin sagen, sie habe keine Angst – im Gegenteil, es wäre für sie eine gute Gelegenheit zu gehen. Allerdings war sie dann die Erste, die vor lauter Lebensfreude einen Termin beim Coiffeur gemacht hat (lacht). Wie und wann man sterben möchte – solche Gespräche sind im Pflegeheim immer ein Thema. Das Virus hat diese Diskussionen einfach verstärkt.

Ein Grossteil der Bewohner und Bewohnerinnen hätte bei einer Infektion wohl nicht ins Spital gewollt. Wir alle hatten diese schrecklichen Bilder aus Italien im Kopf. Gleichzeitig aber auch die Motivation, das Beste aus der Situation zu machen. Darum haben wir die Kreativität gefördert. Das hat viel Frust abgefedert.

Erzählen Sie!

Es geht ja nicht nur um Hygienestandards oder um gute Pflege, sondern auch um Förderung und darum, den Alltag zu leben. Wir haben also Beschäftigungen gesucht, denen man auf Distanz nachgehen kann: Schnell wurde der TV-Kanal «Tele pflegimuri» aufgegleist. Die Turnstunde mit Rita wurde jetzt am Fernsehen ausgestrahlt. Oder Homestorys wurden gefilmt, zum Beispiel vom Direktor und dem Seelsorger. Auch den Gottesdienst und Reiseberichte kann man über den TV-Kanal verfolgen. Und über das Wunschkonzert darf man sich nun Songs wünschen.

Kreative Mitarbeitende, Bewohnerinnen, Angehörige, sie alle haben etwas beigetragen: Der Gärtner verteilte spontan Blumen. Dafür haben die Bewohner selbst Vasen gefertigt. Die Küche hat Schoggikuchen mit Mutmacher-Briefli verschenkt. Es gab rührende Geburtstagsständchen im Park bei offenen Fenstern und Korbaufzüge mit kleinen Geschenken darin. Auf unserer Webseite lassen sich die feinen Geschichten aus unserem Corona-Alltag unter «Good News» nachlesen.

Dies alles haben Sie und Ihre Kollegen zusätzlich zum sowieso schon strengen Alltag gestemmt.

Wenn es einem wichtig ist, dass die Menschen hier noch ein erfülltes Leben haben, dann ist der Einsatz nicht nur streng, sondern auch eine Bereicherung. Er gibt Kraft. Unsere Botschaft für alle war: Es ist eine schwierige Zeit, sie ist gar nicht lustig, aber sie ist auch nicht nur schlecht. Das Leben geht weiter, bloss ausharren bringt nichts. Was ich immer wieder höre, ist, dass Bewohnerinnen und Bewohner sehr froh darüber sind, in einem Heim leben zu dürfen. Andere sind jetzt wirklich in ihren eigenen vier Wänden isoliert.

Konnten die Bewohnerinnen und Bewohner Kontakt zu ihren Angehörigen halten?

Ja, es wurden viele Wege gefunden: Gespräche über die Fensterbank geführt, Postkarten verschickt, viel telefoniert. Aber auch Skype, Facetime & Co. wurden genutzt, etwa über unsere iPads. Was mich gefreut hat: Heute werden die Wohngruppen ihrem Namen gerecht. Weil die Leute weniger physischen Kontakt zu ihren Familien hatten, haben sie sich viel stärker füreinander interessiert. Das Coronavirus hat eine neue Dynamik geschaffen. Aber es wurde jetzt doch Zeit, dass man – in geschütztem Rahmen – wieder Besucher empfangen kann. Die Freude ist riesig.