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Editorial

Erfolgreiches Geschäftsjahr und steigende Versichertenzahlen

Sanitas blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2021 zurück: das beste Ergebnis seit vielen Jahren, gute versicherungstechnische Resultate, ein starkes Anlagejahr und steigende Versichertenzahlen in der Grundversicherung und den Zusatzversicherungen. Die Strategieumsetzung Sanitas2025 kommt gut voran, die Innovationskraft ist hoch und unsere Versicherten sowie unsere Mitarbeitenden geben uns gute Noten.

Auch im zweiten Pandemiejahr hat sich Sanitas sehr gut behauptet. Das konsolidierte Ergebnis beträgt 90,2 Millionen Franken (Vorjahr 19,5 Millionen Franken) – das beste Resultat seit 2014. Vom positiven Ergebnis entfallen 15,7 Millionen Franken (Vorjahr 15,1 Millionen Franken) auf die Grundversicherung und 74,7 Millionen Franken (Vorjahr 4,5 Millionen Franken) auf die Zusatzversicherungen. Da sich die Finanzmärkte gegenüber 2020 deutlich erholt haben, resultiert in den Kapitalanlagen vor der Veränderung der Rückstellungen für Risiken in den Kapitalanlagen ein Gewinn in Höhe von 122,5 Millionen Franken (Vorjahr: Verlust von -42,8 Millionen Franken). Das versicherungstechnische Ergebnis erreicht mit 33,5 Millionen Franken einen guten Wert (Vorjahr 83,5 Millionen Franken), Nachholeffekte aus dem Vorjahr verhinderten ein noch besseres Ergebnis. Das Prämienvolumen der Sanitas Gruppe wächst um 1,4 Prozent auf 3,04 Milliarden Franken. Die Anzahl Versicherter per 31. Dezember 2021 steigt sowohl in der Grundversicherung (+0,7%) als auch in den Zusatzversicherungen (+0,4%). Das Eigenkapital beträgt erstmals über eine Milliarde Franken und gibt unseren Kundinnen und Kunden weiterhin eine wichtige finanzielle Sicherheit.

Neben dem guten finanziellen Ergebnis kann Sanitas für das Jahr 2021 zahlreiche operative Fortschritte vorweisen. Verwaltungsratspräsident Ueli Dietiker und CEO Dr. Andreas Schönenberger äussern sich im Interview zu den Erfolgen und darüber, wo 2022 die Schwerpunkte liegen.

Foto: Frédéric Diserens

Ueli und Andreas, was zieht ihr für ein Fazit für das Geschäftsjahr 2021?

Ueli Dietiker: Unsere Strategie Sanitas2025 hat sich auch im zweiten Pandemiejahr als ausserordentlich robust erwiesen. Wir haben kontinuierlich in innovative und digitale Lösungen sowie in unseren Kundenservice investiert und konnten somit unseren Anspruch, die Gesundheitspartnerin unserer Versicherten zu sein, erfolgreich weiter etablieren. Das belegen auch die vielen positiven Reaktionen, die wir von unseren Kundinnen und Kunden erhalten. Besonders freut uns, dass wir bei der letzten repräsentativen Umfrage des K-Tipp zur Kundenzufriedenheit Platz eins belegen konnten und somit die zufriedensten Kundinnen und Kunden der Schweiz haben. Auch bei anderen Umfragen, wie etwa denjenigen von bonus.ch und comparis.ch, haben wir Podestplätze erreicht.

Andreas Schönenberger: Wir sind als verlässliche Gesundheitspartnerin immer und überall für unsere Kundinnen und Kunden da und stellen deren Convenience ins Zentrum unseres Handelns. Die grossen Fortschritte im Jahr 2021 in der Modernisierung unserer IT-Infrastruktur und unserer Applikationslandschaft, im Angebot der Gesundheitsservices sowie in der Vertriebskraft freuen uns sehr. Auf Basis unseres soliden versicherungstechnischen Resultats werden wir auch in Zukunft in Mehrwerte für unsere Versicherten investieren.

Ein wichtiger Meilenstein war sicherlich die Einführung des Bereichs «Meine Gesundheit» in der Portal App Anfang des Jahres. Dieser Bereich dient als zentrale digitale Anlaufstelle für alle Fragen rund um das Thema Gesundheit. Wir haben bereits rund dreissig Services integriert, mit welchen wir unsere Kundinnen und Kunden dabei unterstützen, ein gesundes Leben zu führen. Einer der neuesten Services ist dabei der Symptom-Check. Dieser ermöglicht es, Krankheitszeichen durch den virtuellen Assistenten Alex prüfen zu lassen und schnell eine Handlungsempfehlung zu erhalten. Als Letztes haben wir die Portal App um den Gesundheits-Check erweitert. Dort zeigt die virtuelle Assistentin Alva unseren Versicherten mittels wissenschaftlich fundierter Fragen den Gesundheitszustand auf und hilft ihnen mit Empfehlungen, ihre Gesundheit zu verbessern.

«Ich bin stolz darauf, wie gut das ganze Unternehmen die Pandemie gemeistert hat und den Betrieb jederzeit aufrechterhalten konnte»

Ueli Dietiker, Verwaltungsratspräsident

Auch 2021 war Corona omnipräsent. Wie wirkte sich das auf Sanitas aus?

Ueli Dietiker: Ich bin stolz darauf, wie gut das ganze Unternehmen die Pandemie gemeistert hat und den Betrieb jederzeit aufrechterhalten konnte. Das seit Beginn der Pandemie über hundert Mal tagende Sicherheitskomitee (SIKO) leistete auch 2021 hervorragende Arbeit. Das operative Tagesgeschäft lief problemlos, und wir haben die zunehmende Digitalisierung dazu genutzt, die Effizienz unserer Operations signifikant zu erhöhen. Von diesem erhöhten Digitalisierungsgrad haben unsere Kundinnen und Kunden zweifellos profitiert. Auch von unseren Mitarbeitenden haben wir durchwegs gutes Feedback erhalten. Das zeigt sich unter anderem in den guten bis sehr guten Noten in Umfragen zur Arbeitszufriedenheit. Der Mix zwischen der Arbeit vor Ort und im Homeoffice hat sich gut eingespielt und wird von unseren Mitarbeitenden sehr geschätzt.

Andreas Schönenberger: Das Thema Gesundheit stand sowohl bei der Schweizer Bevölkerung als auch im Unternehmen das ganze Jahr hindurch im Mittelpunkt – das hat unsere landesweite Studie im Rahmen des zweiten Sanitas Health Forecast 2021 ebenfalls aufgezeigt: Für sechzig Prozent der Bevölkerung der Schweiz ist die eigene Gesundheit am wichtigsten. Weitaus wichtiger als beispielsweise berufliche oder finanzielle Aspekte. Diesem Bedürfnis konnten wir mit unseren aktuellen und relevanten Gesundheitsthemen, Tipps und Informationen im Sanitas Health Forecast, unseren Sanitas Magazinen (Print und online) und den Newslettern sehr gut nachkommen.

«Unter dem Motto 'Gemeinsam für Ihre Gesundheit' waren wir jederzeit für unsere Kundinnen und Kunden da»

Dr. Andreas Schönenberger, CEO

Darüber hinaus haben wir auf unserer Coronavirus-Informationsseite die Pandemie ganz konkret angesprochen: Hinweise über das Virus als solches oder darüber, welche Leistungen von Sanitas bezahlt werden. Unter dem Motto «Gemeinsam für Ihre Gesundheit» waren wir jederzeit für unsere Versicherten da. Die sehr hohen Klickzahlen belegen, wie gross das Bedürfnis war. Auch damit fördern wir die Gesundheitsorientierung in der Schweiz und unterstreichen glaubwürdig und kompetent unsere Rolle als Gesundheitspartnerin.

 

Das klingt alles sehr positiv. Gibt es keine Schattenseiten?

Ueli Dietiker: Doch, die gibt es natürlich auch. Mir persönlich bereiten die nun wieder steigenden Leistungskosten Sorgen. 2020 waren diese Kosten wegen des Lockdowns und der Verschiebung zahlreicher, nicht dringlicher Operationen leicht rückläufig. 2021 stiegen sie aber bereits wieder um beinahe 4,7 Prozent an. Und der Blick in die Zukunft stimmt mich nicht unbedingt positiv. Wir alle sollten uns darauf einstellen, dass die Leistungskosten und damit auch die Prämien weiter steigen.

Andreas Schönenberger: Um die finanziellen Auswirkungen der Pandemie auf die Versicherten abzufedern, haben wir – soweit gesetzlich zulässig und in Absprache mit der Aufsichtsbehörde – Reservemittel in der Prämienrunde eingesetzt.

Gibt es noch andere Möglichkeiten, Prämienerhöhungen zu dämpfen?

Ueli Dietiker: Wir sehen ein grosses Potenzial im Health-Tech-Bereich. Wir sind jetzt schon daran, laufend neue digitale Technologien zu testen und – falls sie sich als sinnvoll erweisen – einzusetzen. Dafür arbeiten wir mit externen Partnern (vor allem Start-ups) zusammen und haben uns am Capital Growth Investor MTIP beteiligt, der in ganz Europa aktiv ist. Das Basler Unternehmen investiert in Firmen der digitalen Gesundheit und in Hersteller digital vernetzter Medizintechnik, die einen klaren wirtschaftlichen Nutzen im Gesundheitsbereich anbieten.

Andreas Schönenberger: Es gibt weitere Ansatzpunkte. Ich denke da beispielsweise an Managed Care, den Einsatz von Wearables für Diagnose oder an Care at Home, unterstützt durch digitale Monitoringsysteme. So kann teure Spitalinfrastruktur reduziert werden.

 

Werfen wir noch einen Blick in die unmittelbare Zukunft. Welche Prioritäten setzt Sanitas im laufenden Jahr?

Ueli Dietiker: Wir wollen entlang unserer Strategie Sanitas2025 weiterhin innovative Produkte und Services auf den Markt bringen. In der Pipeline haben wir ein neues Produkt in den Zusatzversicherungen, bei dem unsere Versicherten bei ambulanten Eingriffen im Spital von Leistungen wie der freien Arztwahl in renommierten Partnerkliniken, mehr Privatsphäre und einem höheren Komfort profitieren.

Andreas Schönenberger: Wir werden auch den Bereich «Meine Gesundheit» weiterentwickeln. So planen wir etwa, dass man bei einer akuten Erkrankung oder einem Unfall noch rascher von uns (digitale) Hilfe erhält. Unser Anspruch, Gesundheitspartnerin der Kundinnen und Kunden zu sein, spornt uns an: Wir arbeiten täglich daran, damit unsere Versicherten gesund bleiben, schnell wieder gesund werden oder möglichst gut mit einer chronischen Krankheit umgehen können.

 

Ein herzliches Dankeschön

2021 war für die Sanitas Gruppe ein erfolgreiches Jahr. Im Namen des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung bedanken wir uns bei unseren Kundinnen und Kunden sowie bei unseren Partnerinnen und Partnern für ihr Vertrauen und die hervorragende Zusammenarbeit. Ganz besonders danken wir auch unseren Mitarbeitenden für ihr grosses tägliches Engagement.

Ueli Dietiker
Verwaltungsratspräsident

Dr. Andreas Schönenberger
CEO