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Hilfe bei verbrannter Haut

Rund 1,7 Quadratmeter Haut ummanteln unseren Körper. Fehlt dieser Schutz – beispielsweise durch grossflächige Verbrennungen –, braucht es in kurzer Zeit Reservehaut für Hauttransplantationen. Diese züchtet das Zürcher Start-up Cutiss mit einem neuen Verfahren.

Text: Janine Radlingmayr; Foto: Marco Rosasco

«Es gab diesen einen Moment, der alles veränderte. Im Zürcher Kinderspital begleitete ich als Forscherin die siebenstündige Operation eines Jungen mit Verbrennungen. Er hat nur knapp überlebt. Da war mir klar, dass wir unsere Forschungsergebnisse so rasch als möglich den Patienten zur Verfügung stellen müssen», erinnert sich Dr. Daniela Marino, CEO des Zürcher Start-ups Cutiss. Heute sammelt die 38-Jährige Millionen an Fördergeldern, um ihren Traum umzusetzen: Menschen mit Verbrennungen eine neue Haut zu schenken. Denn Cutiss ist auf die Züchtung personalisierter Hauttransplantate spezialisiert. Weltweit erleiden laut Marino jährlich ungefähr 50 Millionen Menschen schwere Hautschäden durch Verbrennungen, Krankheit oder Operationen – 30 Prozent der Patienten sind Kinder. Die heutigen Behandlungsmethoden führen häufig zu permanenten, schmerzhaften, entstellenden und einschränkenden Narben. Sie können die Beweglichkeit und das Wachstum behindern – weitere Operationen, intensive Betreuung zu Hause und psychosoziale Rehabilitation sind die Folge.

«Als ich das erste Mal von diesem Projekt las, wusste ich – da will ich dabei sein.»

Daniela Marino, Biotechnologin, und Fabienne Hartmann-Fritsch, Biologin und Chief Clinical Officer von Cutiss, kennen diese Leidenswege. «Für unsere Forschung und die erste Studie haben wir Patienten über einen langen Zeitraum beobachtet. Wenn man diese Verletzungen einmal gesehen hat, ist das Ansporn genug für unsere Arbeit», sagt Marino. Die beiden lernten sich 2009 im Forschungsprojekt der Professoren Ernst Reichmann und Martin Meuli am Kinderspital in Zürich kennen. «Als ich das erste Mal von diesem Projekt las, wusste ich – da will ich dabei sein. Auch wenn ich mir damals noch nicht hätte träumen lassen, dass ich mal CEO der Firma sein werde, die die Haut aus dem Labor in die Welt bringt», sagt Marino.

Nach über 15 Jahren Forschung ist Cutiss in der Lage, personalisierte grossflächige Hauttransplantate biotechnologisch herzustellen. Das Prinzip von «denovoSkin» ist einfach: «Haut, so gross wie eine Briefmarke, wird dem Patienten entnommen und innerhalb eines Monats bis auf das Siebzigfache vergrössert», sagt Hartmann-Fritsch. Die durch die Biopsie entstandene Wunde wird wie eine Schürfwunde beim Patienten wieder verheilen. «Das Stück Haut teilen wir im Labor in die einzelnen Schichten auf und die verschiedenen Zelltypen vermehren wir dann separat voneinander. Wenn wir genug davon haben, bringen wir sie in einem grösseren Stück Haut wieder zusammen», erklärt Hartmann-Fritsch. Doch bis die gezüchtete personalisierte Haut für die Transplantation bereit war, sie nicht vom Patienten abgestossen wurde und es zu einer minimalen Narbenbildung kam, galt es für die Forschungsgruppe, immer wieder neue Fragen zu beantworten: Welche Zelltypen nimmt man? Welche Matrix verwendet man, damit der Chirurg am Schluss das richtige Stück Haut bekommt? Welcher Wundverband kann die Haut halten? Die erste klinische Studie zur Sicherheit von «denovoSkin» ist abgeschlossen und wurde kürzlich publiziert, nun laufen Folgestudien zur Wirksamkeit. «Das Produkt in der Anwendung zu sehen, ist ein grosser Meilenstein. Für uns sind die guten ersten Resultate nach jahrelanger Forschungsarbeit ein wahr gewordener Traum», sagt Marino.

Aus dem Labor für die Welt

Doch bei Cutiss wächst nicht nur die Haut von einer Zelle zu einem Transplantat, sondern auch die ganze Unternehmung. Zu den Gründungsmitgliedern Hartmann-Fritsch und Marino aus dem Jahr 2017 sind unterdessen 16 weitere Mitarbeitende dazugekommen. «Am Anfang kamen wir alle aus der akademischen Forschung. Erst mit den Investoren waren wir in der Lage, Experten für die sonstigen Aufgaben einzustellen: Business Development, Buchhaltung, HR und weitere», sagt Hartmann-Fritsch.

Ihr Smartphone schalten die beiden Gründerinnen nie aus. «Den Druck hochzuhalten und trotzdem eine Work-Life-Balance hinzubekommen, das wird schwieriger», sagt Marino. Was ein Start-up sonst noch auszeichnet? «Schnelligkeit», ergänzt Hartmann-Fritsch. So sind die nächsten grossen Schritte für das gewachsene Start-up bereits klar vorgegeben: Zum einen laufen Forschungen zur Züchtung pigmentierter Haut. Dies ist mehr eine Frage der Optik als der Funktion der Haut. Zum anderen wird eine Maschine für die Hautzüchtung entwickelt. «Wir müssen die bestmögliche Haut in kürzester Zeit produzieren können. Ein durchschnittlicher Körper hat 1,7 Quadratmeter Haut. Das ist eine ganze Menge. Das kann man händisch nicht mehr leisten. Zu kompliziert, zu teuer für Handarbeit», sagt Marino. Die technologische Entwicklung hätte neben der Senkung der Herstellungskosten noch einen weiteren Vorteil: Wenn sich die Haut in Zürich produzieren liesse, dann würde dies beispielsweise auch in Hongkong maschinell funktionieren. Gründerin Hartmann-Fritsch sagt: «Es macht uns stolz, dass die Forschung, die an der Universität Zürich und im Kinderspital Zürich begann, vermutlich bald schon Verletzten weltweit helfen könnte.»