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Dossier: Feiern und geniessen

Weihnachten: entspannt durch die Festtage

Die Weihnachtsfeiertage sind eigentlich eine Zeit der Besinnung. Doch für viele bedeutet das Jahresende Stress pur. Das muss nicht sein. Mit den folgenden Tipps bleiben Sie entspannt.

Text: Katharina Rilling; Foto: iStock

Kommt die Familie einmal im Jahr zusammen, sind die Erwartungen hochgesteckt: Es soll gelacht, genossen und gesungen werden. An Weihnachten möchte man sich aber auch maximal entspannen und sich selber etwas Gutes tun. Kurz: Die meisten wünschen sich ein rundum harmonisches Fest.  

Die Realität sieht aber oft anders aus, weiss Psychotherapeut und Experte für Burnout und Stressfolgestörungen Andi Zemp: «Wir sind gestresst von den Vorbereitungen, es ist mehr Raum für Konflikte da, zudem wird oft viel Alkohol getrunken. Wir haben auch weniger Ablenkung, werden auf uns selbst zurückgeworfen oder hocken eng aufeinander.» Das Familienleben deckt sich dann vielleicht nicht mit den Wünschen und Vorstellungen jedes Einzelnen. Und an Weihnachten wird dies besonders deutlich. In Zeiten von Corona spitze sich die Lage noch zu, da viele die Nase voll hätten von den Einschränkungen und sich Meinungsgräben in Familien auftäten, meint Zemp. Wie also dem Frust entgegenwirken? 

Zehn Tipps für entspannte Festtage 

Überfüllte Läden, eine schier unendliche Auswahl und Zeitmangel machen die Suche nach den perfekten Geschenken stressig. Das Schenken aber gänzlich wegzulassen, ist für viele auch keine Option. Schenken und Beschenktwerden machen Freude und gehören zu Weihnachten dazu. Was also tun? 

Nach konkreten Wünschen fragen und auch selber einen Wunschzettel schreiben. Kreativ ausleben kann man sich dann beim Verpacken oder bei der Umsetzung des Wunsches. Wer nichts angibt, bekommt Verbrauchbares: Mitbringsel, die irgendwann weg sind und nicht lange in der Wohnung herumstehen, Spezialitäten aus der Region oder Blumen zum Beispiel. 

«Idealerweise beschenkt man nur Menschen, die einem wirklich wichtig sind. Das spart viel Zeit», rät der Psychologe. «In der Regel haben wir heute alles, was wir brauchen», meint er. Und Gutscheine zu verteilen, die dann nie eingelöst werden, ist seiner Meinung nach auch keine wirklich gute Idee. Besser sind fixe Pläne, die dann auch bald durchgezogen werden. Wirklich wertvoll ist in seinen Augen nämlich die gemeinsam verbrachte Zeit.

Kommen Freunde und Verwandte zum Fest, müssen Haus und Hof glänzen. Dass das beim Gastgeber Druck aufbaut, ist klar. Daher gilt: möglichst viele Aufgaben und Verantwortung verteilen und gut planen. Das Putzen lässt sich etwa an eine Reinigungskraft auslagern, der Grosseinkauf bequem online erledigen. Ohnehin sollte kurz vor Weihnachten nur noch eingekauft werden, was unbedingt frisch sein muss. Wer dann noch in Keller, Küche und Kühlschrank genügend Platz für die Einkäufe schafft, hat schon viel für sein Stresslevel getan. 

Ein festliches Weihnachtsbuffet entlastet die Gastgeber, weil jeder etwas mitbringt. Es ist aber auch völlig okay, sich in einem schönen Restaurant zu treffen, damit Putzen, Einkaufen und Kochen ganz wegfallen. Wer die Rechnung gleich als Weihnachtsgeschenk übernimmt, schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe. 

Er ist es wohl, über den die meisten Menschen über die Weihnachtstage klagen: der volle Magen. Sich selber zu stopfen, als wäre man eine Weihnachtsgans, schlägt aufs Gemüt und tut dem Körper nicht gut. Man fühlt sich träge, unfit und ein schlechtes Gewissen macht sich breit. 

Dabei kann auch leichte und schnelle Kost sehr festlich sein: etwa eine winterliche Suppe mit einem speziellen Salat. Das Raclette oder das ölige Fondue Bourguignonne können durch ein Fondue Chinoise mit Bouillon und leichten Saucen zum Dippen ersetzt werden – das schlägt weniger auf den Magen. Und: Über süsse Naschereien freut man sich mehr, wenn sie nicht ständig und im Überfluss verfügbar sind. Steht der Guetzliteller bereits während Wochen frei zugänglich herum, um im Vorübergehen ständig davon zu naschen, ist man an Weihnachten schon völlig übersättigt. Lieber erst am Feiertag zum Dessert verputzen oder abends in gemütlicher Runde hervorholen. 

Rund ums Essen sollten Bewegung und Aktivität an der frischen Luft eingeplant werden. Das Sportprogramm kann selbst an Weihnachten, wenn auch vielleicht früh am Tag oder in der Mittagsruhe, durchgezogen werden. Ein Kommentar am Weihnachtstisch oder ein missglücktes Geschenk haben verletzt? «Gerade über Bewegung wird Stress abgebaut», so der Therapeut.

Auch Lichtmangel ist während des Winters ein Thema: «Dunkelheit schlägt aufs Gemüt», sagt Andi Zemp. «Gehen Sie deshalb auch bei schlechtem Wetter raus, oder informieren Sie sich, wo die Sonne scheint, und planen Sie einen Ausflug dorthin.» Mindestens eine Stunde am Tag sollte man für einen Spaziergang einplanen. 

«Was hätte ich jetzt wirklich gerne? Ganz wichtig ist, sich seiner Bedürfnisse bewusst zu sein und nicht nur das zu tun, was von der Familie an Weihnachten erwartet wird», weiss der Therapeut. «Und man sollte diese Bedürfnisse auch gleich konkret in die Tat umsetzen.» Wer nicht nur erträgt und aushält, sondern auch selbstbestimmt plant, ist glücklicher. 

Viele Besuche lassen sich etwa problemlos in den Januar schieben, sodass über die Weihnachtstage Luft zum Atmen bleibt. Wer eine Verschnaufpause von seinen wilden Kindern braucht, kann auch mal deren Spielkameraden oder andere Familien einladen, statt nur mit Grosseltern und Tanten zu feiern. 

Früher wurde die Weihnachtszeit ausschliesslich im besinnlichen Kreis der Familie oder der Kirche verbracht. Da fiel einem schnell einmal die Decke auf den Kopf. Heute gibt es viele Möglichkeiten, etwas zu unternehmen ‒ beispielsweise ein Weihnachtskonzert oder einen Weihnachtszirkus besuchen. Ab und zu andere Menschen zu sehen und sich mit etwas Schönem abzulenken, kann guttun. Wer immer am Schreibtisch sitzt und sich dabei nach Natur und Bewegung sehnt, sollte in die Berge fahren und sich bei den Verwandten für einmal abmelden. 

Nicht nur der überfüllte Kalender, sondern auch Einsamkeit ist ein grosses Thema an Weihnachten. Gerade in Pandemiezeiten feiern viele freiwillig oder unfreiwillig allein oder im kleinen Kreis. «Auch hier gilt: sich möglichst dem Schicksal nicht einfach hingeben, sondern aktiv etwas tun», so Zemp. Auch wenn dies kleine Schritte sind, wie etwa jeden Tag mit jemandem zu telefonieren oder spazieren zu gehen. Wer allein daheim feiert, dem helfen auch Rituale und eine feste Tagesstruktur: aufstehen, sich etwas Schönes anziehen, kochen, rausgehen und sich durch ein ausgewähltes Programm etwas Gutes tun. 

Viele haben das Bedürfnis, harmonische Festtage im Kreise der Familie zu verbringen. «Und es ist auch schön, wenn Weihnachten entspannt ist», so Zemp. «Alles diesem Ziel unterzuordnen, ist aber keine gute Idee. Wenn ein Konflikt in der Luft liegt, liegt er in der Luft.» Daher gilt es, gut abzuschätzen, wann sich eine Diskussion lohnt.

Sind die Positionen festgefahren, zum Beispiel wenn es ums Impfen geht, muss man darüber nicht auch noch am Weihnachtstisch streiten. «Zu akzeptieren, dass der Mensch mehr ist als seine Meinung zu einem Thema und dass man in diesem Moment miteinander nicht darüber reden kann, bringt Frieden ins Fest.» Ehrliche Empathie hilft viel eher, sich wieder näherzukommen, als Argumente und Fakten in der Diskussion. 

Aber: Wenn ein handfestes Streitthema in der Luft liegt, wie etwa eine Erbschaft, kann ein klärendes Gespräch in festgelegtem Rahmen sinnvoll sein: «Man macht ab, nun zwei Stunden über das Thema zu sprechen. Und zwar nicht am Tisch, an dem später alle gemütlich zusammensitzen. So gibt man den Streitigkeiten weniger Raum und fängt auch nicht immer wieder damit an.»

«Viele Menschen schauen über Weihnachten zu viel TV. Das tut nicht gut und entspannt auch nicht», so Andi Zemp. Besser sei, sich gezielt einen Weihnachtsfilm auszusuchen und ihn zu zelebrieren. Ansonsten empfiehlt der Psychologe, rauszugehen, ein Buch zu lesen, Freunde zu treffen oder ohne Leistungsdruck Sport zu machen – je nach Bedürfnis. Wer sich gestresst fühlt, kann auch immer wieder innehalten, meditieren oder gezielt Entspannungsübungen einschieben. «Eigentlich sollte man dies das ganze Jahr über präventiv tun, aber Weihnachten ist eine gute Gelegenheit, damit anzufangen», sagt Kemp.

«Von hochgesteckten Vorsätzen rate ich ab. Das weckt nur zu hohe Erwartungen an sich selbst. Aber ein Jahresrückblick hilft, um psychisch aufzuräumen und geordnet ins neue Jahr zu starten», so Andi Zemp. Dabei gelte es, besonders das Positive in den Vordergrund zu stellen: Was ist mir gut gelungen? Was hat Spass gemacht? Aber auch: Was möchte ich noch tun und wie kann ich das konkret angehen? Dabei sollte der Fokus nicht zu weit ins nächste Jahr gelegt werden, sondern vor allem die nächsten Tage und Wochen mit einschliessen, damit sich Bedürfnisse gleich anpacken lassen. Tipp: Es hilft, sich alles aufzuschreiben und in einem speziellen Jahrbuch abzulegen. So bleiben die Rückblicke und Vorsätze besser in Erinnerung.

Der Therapeut plädiert für Gelassenheit und Milde: «Man darf sich auch mal erlauben, weniger Energie zu haben, schlecht zu schlafen, gestresst oder gar unglücklich zu sein. Es gibt Schwankungen im Leben und Phasen, in denen man merkt: Das ist nicht meine Zeit.» Nur so merke man überhaupt, wenn es wieder besser laufe. Das zu erkennen, zu akzeptieren und auszuhalten sei entscheidend fürs Wohlbefinden. Und zwar übers ganze Jahr hinweg.