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COVID-19: Keine Angst vor Hausarzt und Spital

Trotz – oder wegen – COVID-19 verzeichnen Hausärzte, Notfall-Stationen und Spitäler einen deutlichen Patientenrückgang bei Nicht-COVID-Patienten, der Anlass zur Sorge gibt. Warum Sie weiterhin medizinische Hilfe in Anspruch nehmen können und sollen – und wann ein Arztbesuch unumgänglich ist.

Text: Helwi Braunmiller; Foto: Sanitas

Es ist eine besondere Zeit – auch im Gesundheitssektor. Während Spitäler wegen COVID-19-Patienten ausgelastet sind, verzeichnen niedergelassene Ärzte und Notfallstationen deutlich weniger Besuche. Auch in Adrian Rohrbassers allgemeinmedizinischer Praxis in Wil ist das der Fall. «Bei mir sind es aktuell etwa 10 Prozent weniger Patienten als üblich. Von vielen meiner Kollegen höre ich aber durchaus auch, dass sie zwischen 30 und 50 Prozent weniger Patienten haben als sonst.» Eine Patientengruppe, die viel weniger zum Arzt komme, sei jene mit akuten Gelenk- oder Rückenschmerzen. Er habe beispielsweise schon mit Patienten mit starken Schulterschmerzen telefoniert, die aber partout nicht in die Praxis kommen wollten – und so weiterleiden oder ihre Probleme verschleppen.

Besondere Sorgen bereiten Adrian Rohrbasser und seinen Kolleginnen und Kollegen aber andere Patienten, die unbedingt weiterhin ihre regelmässigen Arzttermine wahrnehmen sollten.  

Wann Sie unbedingt weiterhin zum Arzt gehen sollten

  • Einnahme von Blutverdünnern: «Patienten mit chronischen Erkrankungen gehören zur Risikogruppe für COVID-19 und kommen sicher auch aus Angst vor einer Ansteckung nicht mehr in die Praxis», sagt Adrian Rohrbasser. Insbesondere Patienten, die Blutverdünner einnehmen und deswegen immer wieder eingestellt werden müssen, sollten aber unbedingt weiterhin ihre Termine wahrnehmen.
  • Herzinsuffizienz: Auch hier ist die richtige medikamentöse Einstellung sehr wichtig und erfordert viel Fingerspitzengefühl – und dafür muss man zum Arzt.
  • Diabetes: Diabetiker, die schlecht eingestellt sind und zu hohe oder zu tiefe Werte aufweisen, sollten ihren Arztbesuch jetzt nicht verschieben.
  • Leichte Symptome, die zunächst undramatisch erscheinen: «Leichte vorübergehende Lähmungserscheinungen oder ein Gesichtsfeldverlust können zunächst harmlos wirken, aber auch Vorboten eines Schlaganfalls sein», warnt Adrian Rohrbasser. Gehen Sie unbedingt zum Arzt!     
  • Lang andauernde Beschwerden wie Durchfall über vier Wochen oder schleichender Gewichtsverlust: Auch damit sollten Patienten unbedingt bei ihrem Arzt vorstellig werden.
  • Psychische Beschwerden: «Wenn Sie sich sehr belastet, traurig und antriebslos fühlen, sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Arzt darüber. Auch und gerade in der momentanen Lage», rät Rohrbasser.

Wie Patienten vor einer Ansteckung geschützt werden

Der Wiler Hausarzt führt die Zurückhaltung in Sachen Arztbesuch auf die anfänglich sehr rigiden Aussagen des Bundesamts für Gesundheit (BAG) zurück, das Gesundheitssystem sei sehr überlastet. «Viele Patienten fürchten nun – neben einer Ansteckung –, mit ihren Problemen zu einer zusätzlichen Last zu werden», sagt Adrian Rohrbasser. Die Angst, sich in der Praxis zu infizieren, sei aber unbegründet. In seiner Wiler Medbase-Praxis machen sie es so wie in den meisten Praxen derzeit: Sie teilen die Patienten in Gruppen ein – eine mit infektiösen Patienten, die andere mit chronisch Kranken und Schmerzpatienten. Erstere kommen nur nachmittags in die Praxis, Patienten mit chronischen oder nicht infektiösen Erkrankungen nur vormittags. Jeder der beiden Patientengruppen ist ein eigenes Wartezimmer zugeteilt, sie werden in verschiedenen Untersuchungsräumen behandelt und benutzen sogar unterschiedliche Eingänge.

Wann Sie erst einmal auf einen Termin beim Arzt verzichten können

«Patienten mit leichten Infektionen und Erkältungssymptomen können telefonisch um Rat fragen, damit ihre Ärztin oder ihr Arzt abschätzen kann, ob eine COVID-19-Erkrankung dahinterstecken könnte oder nicht», rät Adrian Rohrbasser.

Den Hausarzt erreichen nach wie vor täglich mehrmals solche telefonischen Anfragen – durch alle Altersklassen hindurch. Zunehmend registriert er Jüngere mit Verdacht auf COVID-19. Speziell Menschen, die im Gesundheitswesen tätig sind, wollen und sollten wissen, ob sie allenfalls COVID-19 haben. Die Erkrankung selbst verläuft in der Regel bei sonst Gesunden Gott sei Dank mit milden Symptomen.  Adrian Rohrbasser begleitet diese Patienten als Hausarzt telefonisch. «Man weiss mittlerweile, dass fünf bis sieben Tage nach dem Auftreten der ersten Symptome die kritischste Zeit für eine Verschlechterung ist», berichtet er. «Manche Betroffene versprechen, sich in dieser Phase selbst telefonisch zu melden, mit anderen wird für diesen Zeitraum ein telefonischer Termin vereinbart und wir rufen an, um nachzufragen, wie es ihnen geht.»  

Wann Sie – oder Ihr Kind – ins Spital gehen sollten

  • Ihr Kind hat starke oder zunehmende Beschwerden? Gehen Sie mit ihm in den Notfall oder zum Kinderarzt. Hier werden Sie nach wie vor gut und sicher versorgt – auch unabhängig von COVID-19. Übrigens: Das Risiko, dass Ihr Kind an COVID-19 erkrankt ist, ist sehr klein. Wenn Sie dies aber befürchten, rufen Sie zuerst telefonisch an, dann erhalten Sie genaue Anweisung, wo und wie Sie mit Ihrem Kind empfangen und versorgt werden.
  • Sie fühlen sich schlecht, haben Symptome wie starke Schmerzen, z. B. im Bauchbereich? Oder haben Sie Schmerzen oder ein Engegefühl in der Brust, sind kaltschweissig und kurzatmig? Bemerken Sie plötzliche Sehstörungen, Lähmungserscheinungen oder Schwindel? Zögern Sie nicht, in den Notfall zu gehen! Das Risiko, sich dabei mit dem Coronavirus zu infizieren ist deutlich geringer als das Risiko, dauerhafte, schwere gesundheitliche Folgen durch unbehandelte Krankheiten davonzutragen.