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«Freundschaften gewinnen an Bedeutung»

Wie hat sich das Zusammenleben in der Bevölkerung in den letzten Jahren verändert und wo geht die Reise hin? Der Zürcher Soziologe François Höpflinger über Wohn- und Lebensformen in der Schweiz.

Text: Barbara Lukesch, Fotos: zVg

Herr Höpflinger, wie hat sich das Zusammenleben der Menschen in den vergangenen Jahrzehnten verändert?

François Höpflinger: Die Individualisierungswelle, die ja bereits Ende der 1950er-, Anfang der 1960er-Jahre begann, hat dazu geführt, dass die Ein- und Zweipersonenhaushalte sehr stark zugenommen haben. Gleichzeitig sind Haushalte mit fünf und mehr Personen seltener geworden und die Dreigenerationenhaushalte fast ganz verschwunden. Seit rund zehn Jahren lässt sich nun vor allem in den Städten beobachten, dass die Menschen wieder mehr soziale Kontakte ausserhalb der Familie knüpfen. Freundschaften und Nachbarschaftsbeziehungen gewinnen zusehends an Bedeutung, und zwar für 80-Jährige genauso wie für die Jungen.

Erstaunlich! Es bestehen doch grosse Ängste, dass das Internet die Jungen zu einsamen, isolierten Menschen machen könnte.

Das Gegenteil ist der Fall. Die Mehrheit der jungen Leute hat mehr Austausch denn je. Facebook, Instagram und Whatsapp führen zur Stärkung ihrer sozialen Beziehungen. Sie organisieren und feiern immer mehr Partys, später dann tauschen sie Babykleider aus.

Kleinhaushalte haben ihren Preis. Hat deren Zunahme auch mit dem wirtschaftlichen Wohlstand in weiten Teilen der Schweiz zu tun?

Absolut. Nehmen Sie nur die steigende Zahl junger Paare, die zwar fest liiert sind, aber in getrennten Wohnungen leben. Das kostet. Aber als Folge der beruflich immer besser qualifizierten Frauen, die auch Karriere machen, ist dieses Geld vorhanden, und die jungen Leute reut es offenbar nicht, einen Teil davon für zwei Haushalte auszugeben. Eine ähnliche Entwicklung sehen wir auch in der Zunahme getrennter Ferien: Er fährt mit Freunden nach Griechenland, sie mit einer Kollegin nach Island – so funktionieren moderne, selbstbewusste Paare heute.

«Nachbarschaftsbeziehungen gewinnen zusehends an Bedeutung – für 80-Jährige genauso wie für die Jungen.»

Welchen Stellenwert hat denn die sexuelle Treue in derart offenen Paarbeziehungen?

Es ist interessant, dass Treue nach wie vor als eiserner Anspruch in Partnerschaften Bestand hat. Romantische Vorstellungen von ewiger Liebe und sexueller Treue sind extrem stabil, ja, sie sind heute wieder weiter verbreitet als in den 70er- und 80er-Jahren. Was sich geändert hat: Die Liebe muss nicht unbedingt mit einer Ehe besiegelt werden. Und wenn Paare heiraten, werden Hochzeiten wie Events unter Freunden gefeiert – ergänzt um einige Verwandte, während sie früher reine Familienanlässe waren.

Wie will eine junge Familie heute wohnen?

Paare, die noch keine Kinder haben, träumen von einer Vierkopf-Familie und einer Wohnung im Grünen. Sobald die Kinder da sind, entdeckt der grössere Teil von ihnen die Vorzüge der Stadt. Man spricht von einem regelrechten «urbanen Familialismus», der stark damit zusammenhängt, dass einige Städte wirklich familienfreundlicher geworden sind: gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr, attraktive Ausbildungsmöglichkeiten, ausreichende Anzahl Kitas – und genossenschaftliche Wohnformen. Die Stadt Zürich erlebt momentan einen Babyboom, weil 37 Prozent der jungen Familien in preiswerten Genossenschaftswohnungen leben können.

Wohin geht die Reise: Wie werden die Menschen in 20 Jahren leben?

Es werden noch mehr in Kleinhaushalten wohnen. Gleichzeitig aber werden Kombinationen immer attraktiver: Grosse Immobilienprojekte werden sowohl kleine Apartments für alte und junge Singles, aber auch grössere Familienwohnungen anbieten. Man weiss heute aus verschiedenen Studien, dass die meisten Menschen generationengemischt wohnen wollen. Das muss nicht einmal heissen, dass die Jungen und Alten viel miteinander zu tun haben, aber nur schon ein entspanntes Nebeneinander verschiedener Jahrgänge wird sehr geschätzt.