Brainfood: Nahrung fürs Gehirn

Was wir essen, beeinflusst, wie leistungsfähig, belastbar und gesund unser Gehirn bleibt. Einige Lebensmittel können Konzentration, Gedächtnis und Energie unterstützen.

Text: Katharina Rilling & Julie Freudiger

Bilder: iStock

14 Min

14.05.2026

Das Wichtigste in Kürze

  • Brainfood unterstützt Gehirn und Gefässe: viel Pflanzliches, Vollkorn, Eiweiss, gesunde Fette.
  • Wichtig sind Omega 3, B Vitamine, Antioxidantien und genug Wasser für Fokus und Gedächtnis.
  • Vollkorn statt Zucker-Spikes: Stabile Energie schützt vor Müdigkeit, Brain Fog und Heisshunger.
  • Schlechter fürs Gehirn: Fast Food, Zuckerdrinks, Weissmehl, viele gesättigte Fette, viel Alkohol.
  • Gehirnfit bleibt, wer ausgewogen isst, sich bewegt, gut schläft, Stress reduziert und soziale Kontakte pflegt.

Kaum ein Organ arbeitet so energieintensiv wie das Gehirn. Obwohl es nur rund zwei Prozent des Körpergewichts ausmacht, verbraucht es etwa ein Fünftel unserer Energie. Womit versorgen wir es also am besten?

Was ist Brainfood?

«Von Brainfood sprechen wir, wenn Lebensmittel die Gehirngesundheit unterstützen und so dazu beitragen können, die geistige Leistungsfähigkeit zu erhalten», erklärt Nadine Däpp, Fachexpertin für Bewegungs- und Gesundheitsförderung und zertifizierte Gehirntrainerin. Sie ordnet ein: «Das Gehirn funktioniert aber nicht losgelöst vom restlichen Körper – alles, was dem Körper guttut, stärkt in der Regel auch das Gehirn.»

Kein Wunder: Das Gehirn ist ein Organ wie jedes andere. Es braucht Sauerstoff und Nährstoffe – und gesunde Gefässe, die beides zuverlässig liefern. Wissenschaftlich gut belegt sei, so Däpp, dass eine ausgewogene Ernährung langfristig Konzentration, Gedächtnis und geistige Leistungsfähigkeit positiv beeinflussen kann. 

Besonders wichtig seien ausreichend ungesüsste Flüssigkeit, regelmässige Mahlzeiten sowie eine gute Versorgung mit Nährstoffen wie Omega-3-Fettsäuren, Vitaminen, Mineralstoffen und Eiweiss.

«Das Gehirn funktioniert nicht losgelöst vom restlichen Körper – alles, was dem Körper guttut, stärkt auch das Gehirn.»

Nadine Däpp, zertifizierte Gehirntrainerin

Welche Nahrung braucht das Gehirn, um optimal zu arbeiten?

Den ultimativen Ernährungs-Hack fürs Gehirn gibt es aber nicht: «Weniger gut belegt ist, dass einzelne Lebensmittel das Gehirn kurzfristig boosten oder die Intelligenz steigern können», so die Gehirntrainerin. «Es gibt kein Wundermittel für mehr Denkleistung. Entscheidend ist vielmehr das Zusammenspiel von Ernährung, Bewegung, Schlaf, Stressregulation und sozialem Wohlbefinden.»

Wenn die Expertin nur drei Tipps in Sachen Ernährung und Gehirn geben dürfte, wären das: «Erstens: Essen Sie abwechslungsreich und möglichst frisch. Zweitens: Geniessen Sie Ihre Mahlzeiten bewusst – wenn möglich in guter Gesellschaft. Und: Trinken Sie regelmässig ungesüsste Getränke, vorzugsweise Wasser oder Tee.»

Eine ausgewogene Ernährung sei in jedem Alter wichtig. «Die Grundlage für ein gesundes Essverhalten wird idealerweise bereits in der Kindheit gelegt. So können sich langfristig gesunde Gewohnheiten entwickeln, die Körper und Gehirn stärken», weiss Däpp.

  • Kohlenhydrate

    Energie gewinnt das Gehirn hauptsächlich aus Glukose (Zucker), die von Kohlenhydraten stammt. Da unser Denkorgan keine Energie speichern kann, benötigt es eine konstante Energiezufuhr. Bevorzugen Sie Vollkornprodukte, denn sie lassen den Blutzucker nur langsam ansteigen. Diese kontinuierliche Abgabe von Glukose hilft dabei, länger konzentriert zu bleiben. Ausserdem enthalten Vollkornprodukte wichtige B-Vitamine.

  • Omega-3 und Omega-6

    Die Omega-3- und -6-Fettsäuren, die zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren zählen, sind lebensnotwendig. Sie unterstützen den Aufbau der Nervenzellmembranen, helfen bei der Vermehrung der Hirnzellen und schützen die Nervenzellen. Dadurch beeinflussen sie massgeblich die Wahrnehmung und das Gedächtnis.

    Ein Mangel an Omega-3 und Omega-6 wirkt sich schädlich auf das Gehirn aus. Es kann zu Müdigkeit, Depressionen oder Konzentrationsschwierigkeiten kommen. Omega-3-Fettsäuren sind in fettem Fisch wie z.B. Lachs, Makrelen, Hering und Sardinen enthalten. Ausserdem in Lein- und Rapsöl, Soja, Kürbiskernen sowie Lein- und Hanfsamen. Omega-6-Fettsäuren findet man beispielsweise in Sesam, Walnüssen und Nachtkerzenöl.

  • Vitamine

    Vor allem B-Vitamine sind für die geistige Gesundheit zentral, da sie an der Bildung von Neurotransmittern wie Serotonin mitbeteiligt sind, die Stimmung, Stressresistenz und Nervenfunktion regulieren. Ein Mangel wirkt sich also auf die psychische und körperliche Gesundheit aus. 

    In der Regel deckt eine ausgewogene Ernährung den Bedarf an Vitamin B ab. Vollkorngetreide und Gemüse sind gute Quellen für die Vitamine B1, B3, B5 und B6. Das Vitamin B9, auch als Folsäure bekannt, findet man vor allem in Spinat und grünblättrigem Blattgemüse, Vitamin B12 in tierischen Proteinen wie Eiern oder Fisch. Vegan lebende Menschen sollten daher dieses Vitamin als Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen.

  • Antioxidantien

    Auf dem Speiseplan sollte täglich viel frisches Gemüse und Obst stehen. Denn nebst zahlreichen Vitaminen enthalten sie eine bestimmte Art sekundärer Pflanzenstoffe: die Antioxidantien. Sie wirken entzündungshemmend und helfen, die Hirnzellen vor der schrittweisen Zerstörung durch die freien Sauerstoffradikale zu schützen. Das sind schädliche Sauerstoffverbindungen, die beim Alterungsprozess eine entscheidende Rolle spielen.

    Mithilfe von Antioxidantien kann der Körper diese freien Radikale neutralisieren. Zu den wichtigsten Antioxidantien zählen Vitamin E, das beispielsweise in Mandeln und Leinsamen enthalten ist, sowie die Vitamine C (Zitrusfrüchte, Beeren, Gemüse) und A, das aus Beta-Carotin gebildet wird (Karotten, Süsskartoffeln, Eier, Kohl). Auch Äpfel, violette Beeren und Früchte, Trauben- und Grapefruitkerne und Grüntee helfen, das Gehirn leistungsfähig zu halten und vor vorzeitiger Alterung zu schützen.

Was sind die Vorteile von Brainfood?

Brainfood ist kein Wundermittel, aber eine gute Ernährung schafft bessere Bedingungen dafür, dass unser Gehirn optimal funktionieren kann:

  • Fokus

    Studien zeigen: Schon leichte Dehydrierung kann Aufmerksamkeit, Reaktionszeit und Müdigkeit verschlechtern; nach dem Trinken verbesserten sich in einer Untersuchung unter anderem Aufmerksamkeit, Kurzzeitgedächtnis und Fatigue.

    Auch die Energieversorgung spielt eine Rolle. Mahlzeiten mit Vollkornprodukten, Haferflocken, Hülsenfrüchten, Gemüse, Früchten, Nüssen oder Joghurt liefern Energie gleichmässiger als stark gezuckerte Snacks.

  • Konzentration

    Damit das Gehirn konzentriert arbeiten kann, braucht es eine möglichst stabile Energieversorgung. Stark zuckerhaltige Lebensmittel lassen den Blutzucker schnell ansteigen und oft ebenso schnell wieder abfallen. Die Folgen können Müdigkeit, Heisshunger und ein Konzentrationstief sein.

    Besser sind Mahlzeiten mit Vollkornprodukten, Gemüse, Proteinen und gesunden Fetten: Sie liefern länger Energie und helfen, den Blutzucker stabiler zu halten.

    Kaffee kann kurzfristig helfen: Koffein verbessert in Studien vor allem Wachheit, Aufmerksamkeit, Reaktionszeit und Vigilanz. Der Effekt ist aber kein Ersatz für Schlaf, Wasser oder eine richtige Mahlzeit.

  • Gedächtnisleistung

    Ein gutes Gedächtnis hängt nicht an einem einzelnen Superfood. Entscheidend ist eher ein Ernährungsmuster, das Gefässe, Stoffwechsel und Nervenzellen langfristig schützt. Besonders interessant sind Beeren und andere flavonoidreiche Lebensmittel. 

    Flavonoide sind sekundäre Pflanzenstoffe, die vor allem in Beeren, Äpfeln, Tee, Kakao und vielen Gemüsearten vorkommen. Sie können antioxidativ wirken und werden mit positiven Effekten auf Gefässe und Gehirngesundheit in Verbindung gebracht. 

    Eine grosse Langzeitstudie mit Frauen fand, dass eine höhere Aufnahme von Beeren und Flavonoiden mit langsamerem kognitivem Abbau verbunden war. Auch eine Meta-Analyse kam zu dem Schluss, dass Flavonoide kleine, aber messbare Vorteile für kognitive Leistungen haben können.

  • Neuroprotektion

    Eine hirnfreundliche Ernährung kann dazu beitragen, Nervenzellen und Blutgefässe langfristig zu schützen. Wichtig sind dabei vor allem Lebensmittel mit antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften, etwa Gemüse, Beeren, Nüsse, hochwertige Pflanzenöle oder fettreicher Fisch. 

    Sie können laut Studien wahrscheinlich helfen, oxidativen Stress und chronische Entzündungsprozesse zu reduzieren – beides Faktoren, die mit Alterungsprozessen und neurodegenerativen Erkrankungen in Verbindung stehen.

  • Vermeidung von Brain Fog

    Brain Fog ist ein Sammelbegriff für Benommenheit, mentale Müdigkeit und das Gefühl, nicht klar denken zu können. Studien zeigen, dass bereits leichte Dehydrierung Aufmerksamkeit, Reaktionszeit, Kurzzeitgedächtnis und Müdigkeit verschlechtern kann. Regelmässiges Trinken ist deshalb eine der ersten Massnahmen gegen den Wattekopf. 

    Seltener, aber wichtig: Auch ein Vitamin-B12-Mangel kann Müdigkeit, Konzentrationsprobleme und neurologische Beschwerden verursachen. Wer Brain Fog über längere Zeit erlebt – besonders bei veganer Ernährung, im höheren Alter oder bei Magen-Darm-Erkrankungen –, sollte Mangelerscheinungen ärztlich abklären lassen.

  • Prävention von Demenz

    Eine gesunde Ernährung kann das Demenzrisiko nicht ausschalten, aber sie kann helfen, Risikofaktoren zu senken. Besonders relevant ist, Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht und Gefässerkrankungen zu verhindern – sie belasten nicht nur Herz und Kreislauf, sondern auch das Gehirn. 

    Studien deuten an: Günstig sind grünes Gemüse, Beeren, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse, hochwertige Pflanzenöle und Fisch. Dazu wenig Salz und wenig verarbeitete Nahrungsmittel.

  • Psychische Gesundheit

    Die Wissenschaft liefert immer mehr Hinweise darauf, dass der Darm direkt Informationen ans Gehirn sendet, über die sogenannte «Darm-Hirn-Achse». Das führt dazu, dass der Darm auch unsere Gemütslage mitbestimmt.

    Nimmt die Vielfalt der Bakterien ab, kommt es zu einem Ungleichgewicht im Mikrobiom, also der Gesamtheit aller Mikroorganismen (Bakterien, Viren, Pilze), die einen Menschen besiedeln, vor allem im Darm. Das wiederum kann zu psychischen Krankheiten führen, darunter Depressionen.

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Brainfood-Liste: Welche Lebensmittel sind gut für das Gehirn?

  • Wasser

    Schon leichter Flüssigkeitsmangel kann sich auf Konzentration, Aufmerksamkeit und Leistungsfähigkeit auswirken. Am besten eignen sich Wasser oder ungesüsster Tee; wer regelmässig über den Tag verteilt trinkt, unterstützt das Gehirn dabei, wach und leistungsfähig zu bleiben.

  • Grünes Gemüse

    Die grünen Röschen des Brokkolis sind die Superstars unter den Antioxidantien. Brokkoli liefert viel Vitamin C und Folsäure (B9) sowie in hoher Konzentration sekundäre Pflanzenstoffe, die besonders stark entzündungshemmend sind. Studien belegen, dass Brokkoli die Bildung neuer Nervenzellen fördert und eventuell sogar das Risiko einer Alzheimer-Erkrankung senken kann.

    Auch grünes Blattgemüse wie Spinat oder Kohl sollte am besten täglich auf dem Menüplan stehen. Das Grünfutter enthält Nährstoffe, welche unter anderem die Konzentration und das Erinnerungsvermögen steigern (wie Vitamin K, Lutein, Folsäure und Beta-Carotin). Grünes Blattgemüse enthält zudem Magnesium, das wiederum für Enzyme im Körper wichtig ist, die unter anderem Zellen reparieren und den Alterungsprozess bremsen.

  • Beeren

    In Brombeeren, Erdbeeren und Himbeeren, aber vor allem in Heidelbeeren stecken sehr viele Vitalstoffe. Gerade die Heidelbeere gilt als heimisches Superfood, das sich positiv auf die Gehirngesundheit und -leistung auswirkt: Von allen Früchten hat sie die höchste antioxidative Wirkung. Ausserdem regen die potenten Beeren die Bildung von Nervenzellen an und wirken entzündungshemmend.

  • Kurkuma

    Die gelbe Knolle weist eine hohe Konzentration an sekundären Pflanzenstoffen auf, die die Regeneration der Zellen ankurbeln. Kurkuma wirkt zudem entzündungshemmend. Da der Körper Curcumin, den Wirkstoff von Kurkuma, schlecht aufnimmt, empfiehlt sich die Kombination mit Piperin (in Pfeffer enthalten) und Öl oder Lecithin (in Soja).

  • Nüsse

    Nüsse sind reich an gesunden und lebenswichtigen ungesättigten Fettsäuren wie Omega-3. Dadurch sollen sie die Hirnleistung verbessern. Kein Wunder, besteht «Studentenfutter» nebst Rosinen vor allem aus Nüssen. Ausserdem enthalten Nüsse viel Vitamin E und wirken dadurch antioxidativ.

Welche Lebensmittel sind schlecht fürs Gehirn?

Keine Sorge: Einzelne Lebensmittel gelegentlich zu essen, schadet dem Gehirn nicht. Problematisch wird es erst, wenn bestimmte Produkte dauerhaft einen grossen Teil der Ernährung ausmachen.

Dazu gehören:

  • stark verarbeitete Lebensmittel wie Fertiggerichte, Chips und Fast Food
  • zuckerreiche Getränke und Süssigkeiten
  • Weissmehlprodukte
  • grosse Mengen gesättigter Fette, etwa aus Wurstwaren und fettreichen Fleischprodukten
  • Transfette, die in manchen frittierten oder industriell hergestellten Produkten vorkommen können
  • regelmässiger hoher Alkoholkonsum 

Solche Lebens- oder Genussmittel können Blutzuckerschwankungen, Entzündungsprozesse, Übergewicht, Bluthochdruck oder Diabetes begünstigen – und damit indirekt die Gesundheit des Gehirns belasten.

Entscheidend ist aber das Gesamtbild: Nicht der einzelne Schokoriegel ist das Problem, sondern eine Ernährung, die dem Körper dauerhaft zu wenig Nährstoffe und zu viel Zucker, Salz oder ungünstige Fette liefert.

Brainfood-Hacks: Snacks für den Alltag

Wer das Nachmittagstief vermeiden möchte, sollte auf Snacks setzen, die den Blutzucker möglichst stabil halten. Ideal ist eine Kombination aus Ballaststoffen, Proteinen und gesunden Fetten. Dies sättigt länger und liefert gleichmässiger Energie als Süssigkeiten oder Weissmehlgebäck. Etwa:

  • Naturjoghurt oder Skyr mit Beeren und Nüssen
  • Vollkornbrot oder Knäckebrot mit Hüttenkäse, Avocado oder Nussmus
  • Apfelschnitze mit Erdnuss- oder Mandelmus
  • eine Handvoll Nüsse und ein Stück Obst
  • Gemüsesticks mit Hummus
  • gekochtes Ei mit Vollkorncracker
  • Haferflocken oder Overnight-Oats mit Beeren
  • Edamame oder geröstete Kichererbsen
  • dunkle Schokolade mit Nüssen, in kleiner Menge
  • ungesüsster Smoothie mit Beeren, Haferflocken und Joghurt
  • Käsewürfel mit Trauben oder Vollkorncracker
Brainfood: Brokkoli-Bowl mit Randen-Hummus

Jetzt gleich nachkochen: Mit dieser Bowl fördern Sie Ihre Konzentration und tun Ihrem Gehirn etwas Gutes.

Rezept für 2 Personen

  • ½ Brokkoli
  • 2 Süsskartoffeln
  • 4 EL Randen-Sprossen
  • Sesam- oder Hanfsamen

  • 200g gekochte Randen
  • 250g gekochte Kichererbsen
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Tahini (Sesammus)
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1-2 EL Oliven- oder Rapsöl
  • ½ TL getrockneter Rosmarin
  1. Brokkoli waschen, putzen und in Röschen teilen. In einem Topf mit wenig Wasser und ggf. einem Dampfeinsatz ca. 10 Minuten dämpfen. 
  2. Süsskartoffeln waschen, rüsten und in Würfel schneiden. In einem Topf mit wenig Wasser zugedeckt etwa 10 Minuten weich garen.
  3. Kichererbsen, Randen und Knoblauch pürieren. Tahini, Zitronensaft, Oliven- oder Rapsöl, Rosmarin und Salz dazugeben und noch einmal alles fein pürieren. Je nach Dicke der Masse unter Umständen mit etwas Wasser verdünnen bis zur gewünschten Konsistenz.
  4. Sprossen in einem Sieb abbrausen und abtropfen lassen. Brokkoli und Süsskartoffeln auf 2 Schalen aufteilen, mit Salz und Pfeffer würzen. Jeweils 2 EL Randen-Hummus darauf verteilen. Die Sprossen sowie die Sesam- oder Hanfsamen darüber geben. 

Das Rezept stammt leicht abgewandelt aus dem Buch «Brain Food Power. Fit im Kopf mit Brahmi, Ginkgo, Omega 3 & Co.», Wilhelm Goldmann Verlag, 2020, S. 230, von Marion Jetter.

Was unserem Gehirn sonst noch gut tut

«Für die Gehirngesundheit sind zudem körperliche Aktivität, erholsamer Schlaf und ein gesunder Lebensstil zentral – also der Verzicht auf Nikotin, ein massvoller Alkoholkonsum, die Behandlung von Bluthochdruck oder Diabetes sowie ein gutes Stressmanagement», weiss Däpp. «Auch soziale Kontakte, geistige Neugier und die Bereitschaft, Neues zu lernen, wirken sich positiv aus.»

  • Schlaf

    Im Schlaf verarbeitet das Gehirn Informationen, sortiert Eindrücke und regeneriert sich. Wer dauerhaft zu wenig schläft, merkt das: Die Konzentration sinkt, das Denken wird träger, die mentale Belastbarkeit nimmt ab.

  • Soziale Kontakte

    Auch soziale Kontakte halten das Gehirn fit. Gespräche, gemeinsames Lachen, Zuhören und Austausch fordern Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Empathie und sie können Stress reduzieren. Wer sich verbunden fühlt, tut also nicht nur der Psyche etwas Gutes, sondern auch der geistigen Gesundheit.

  • Nicht rauchen

    Rauchen kann die Blutgefässe schädigen und die Durchblutung verschlechtern – auch im Gehirn. Wer nicht raucht oder damit aufhört, unterstützt also nicht nur Herz und Lunge, sondern auch die geistige Leistungsfähigkeit. 

  • Bewegung

    Körperliche Aktivität fördert die Durchblutung, unterstützt den Stoffwechsel und kann helfen, Stress abzubauen. Schon regelmässige Spaziergänge, Velofahren oder leichtes Training können dazu beitragen, Konzentration, Stimmung und geistige Leistungsfähigkeit zu stärken.

  • Gedächtnistraining

    Rätsel, Lesen, Musizieren, eine neue Sprache oder andere ungewohnte Aufgaben regen das Denken an und stärken Konzentration und Merkfähigkeit. Besonders wirksam ist, was Spass macht – denn dann bleibt man eher dran.

  • Bildung

    Studien zeigen, dass Bildung und sozioökonomischer Status einen grossen Einfluss auf unsere kognitive Leistungsfähigkeit haben: also darauf, wie gut unser Gedächtnis funktioniert und wie flexibel wir mental sind. Dies sind wichtigere Faktoren als einzelne Lebensmittel.

  • Achtsamkeit

    Expertin Nadine Däpp weiss: «Nicht nur was wir essen, sondern auch wie wir essen, spielt eine entscheidende Rolle. Der emotionale Zustand beeinflusst unter anderem die Verträglichkeit und Wirkung von Lebensmitteln. Deshalb lohnt es sich, möglichst bewusst und in angenehmer Atmosphäre zu essen.»

  • Single-Tasking

    «Gönnen Sie sich bewusst Single-Tasking», so Nadine Däpp. «Reduzieren Sie den digitalen Medienkonsum und verbringen Sie Zeit in der Natur – schon wenige Minuten sind wertvoll. Bereichern Sie Ihre Freizeit mit Bewegung, Musik, Tanz, Lachen, kreativen Hobbys oder inspirierenden Gesprächen. Auch Angebote wie bewegtes Gehirntraining können eine spannende und bereichernde Ergänzung sein.»

Fazit: Brainfood ist mehr als ein einzelnes Lebensmittel

Wer seinem Gehirn etwas Gutes tun will, braucht nicht nach dem einen Wundermittel zu suchen.

Entscheidend ist eine ausgewogene Ernährung, die den Körper gut versorgt, die Gefässe schützt und den Blutzucker möglichst stabil hält: viel Pflanzliches, Vollkornprodukte, gesunde Fette, genügend Eiweiss und ausreichend Flüssigkeit. So bekommt das Gehirn die Energie und Nährstoffe, die es braucht, um konzentriert, belastbar und langfristig gesund zu bleiben.

Brainfood wirkt zudem am besten im Zusammenspiel mit guten Gewohnheiten: genügend Schlaf, regelmässiger Bewegung, sozialen Kontakten, geistiger Abwechslung und bewusstem Umgang mit Stress.

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