Was hilft gegen starkes Schwitzen?

Schwitzen ist menschlich. Und ein cleverer Mechanismus unseres Körpers. Trotz allem: Manchen stört es – Hausmittel können helfen.

Text: Leoni Hof

Bilder: Avi Richards / Unsplash

2 Min

08.06.2021

Doch nicht immer sind es sommerliche Temperaturen, die uns die Schweissperlen auf die Stirn treiben. Unsere körpereigene Klimaanlage funktioniert auch in Stresssituationen: Vorm Zahnarztbesuch oder dem Gehaltsgespräch mit der Chefin klopft das Herz schneller, im Körper werden Hormone und Adrenalin ausgeschüttet, die apokrinen Drüsen sondern Schweiss ab. Der verströmt den Duft der Angst. Unterbewusst nehmen wir wahr, dass dieser Schweiss anders riecht als der, der etwa beim Sporttreiben fliesst. Und der aus den ekkrinen Schweissdrüsen stammt, die für die Wärmeregulation zuständig sind. Er besteht zum Grossteil aus Wasser und Salz und ist (zumindest im frischen Zustand) nicht so anfällig dafür, von Bakterien zersetzt zu werden und dann streng zu riechen. Damit es erst gar nicht so weit kommt, versprechen einige Hausmittel Abkühlung:

Hausmittel gegen starkes Schwitzen

  • Ein wahres Wundermittel gegen starkes Schwitzen soll Salbei sein. Er kann als Tee getrunken – 3 Teelöffel Salbeiblätter mit 1 Liter Wasser aufbrühen, 10 Minuten ziehen lassen und lauwarm trinken – und als Fussbad gegen Schweissfüsse eingesetzt werden. 

  • Bei manchen Menschen reagiert das Schweisszentrum im Hypothalamus sensibler auf Trigger wie bestimmte scharfe Gewürze, Koffein oder Alkohol. Das Gegenmittel ist denkbar einfach: Verzichten Sie auf diese Schweisstreiber. Auch Übergewicht sollten Sie vermeiden.

  • Per Fingerdruck zum kühlen Kopf: Auf Höhe der Ohrläppchen befindet sich ein Akupressurpunkt, der Abkühlung verspricht. Sie finden ihn etwa einen Finger breit hinter dem Ohr am Schädelknochen. Dort kreisen Sie links und rechts gleichzeitig mehrmals täglich.

  • Händeschütteln war Ihnen schon vor der Pandemie ein Graus? Gegen feuchte Handschläge soll ein Bad aus Kamillentinktur helfen. Tauchen Sie Ihre Hände mehrmals am Tag hinein. Als Sofortmassnahme hilft etwas Babypuder, dass Sie zwischen den Handflächen verreiben. 

  • Eine kalte Dusche kühlt zwar für den Moment, ist aber im Hochsommer kontraproduktiv. Durch das kalte Wasser sinkt die Körpertemperatur, draussen schwitzt man dafür aber umso mehr, weil der Körper sie wieder erhöht. Duschen (und trinken) Sie lieber lauwarm als eiskalt.

  • Baumwolle oder Leinen nehmen Schweiss besser auf. Müffeln Kleidungsstücke auch nach dem Waschen schnell wieder (manche Geruchsbakterien sind hitzebeständig), killt man sie mit Kälte: Einzeln in verschliessbare Gefrierbeutel verpackt für einige Tage ins Eisfach legen. 

  • Nervösem Schwitzen kann man mit autogenem Training, progressiver Muskelentspannung, Meditation oder speziellen Atemübungen entgegenwirken.

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