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Dossier: Unser Baby

So klappt es mit dem Stillen

Baby an die Brust legen und schon funktioniert’s: Stillen ist in der Vorstellung die natürlichste und einfachste Sache der Welt. Und doch kennen viele Frauen Stillprobleme. Tipps von der Stillberaterin.

Text: Katharina Rilling; Foto: Unsplash

Die rissigen Brustwarzen schmerzen und das Baby brüllt, statt selig zu trinken. Eine Dreiviertelstunde lang abpumpen für einen Fingerhut voll Milch – und das, obwohl das T-Shirt eigentlich immer durchnässt ist: Stillen, die “natürlichste Sache der Welt”, ist manchmal alles andere als einfach. Gerade Erstgebärende sind oft nicht darauf gefasst, dass Stillen ein wenig Übung und Geduld braucht. “Dabei ist es so wichtig, dass die Frauen wissen: Am Anfang ist das Stillen meistens streng. Meiner Erfahrung nach ist es eher die Ausnahme, dass es nach der Geburt gleich wie am Schnürchen klappt. Nur redet kaum jemand darüber”, sagt Hebamme und zertifizierte Stillberaterin Doris Keller aus Altendorf. “Es kann gut zwei bis drei Wochen dauern, manchmal auch länger, bis Mutter und Baby ein eingespieltes Team sind.”

Probleme macht vor allem das richtige Handling: Wird der Säugling falsch angelegt, kommt es oft zur Überbeanspruchung des Gewebes, zu Verletzungen und Entzündungen der Brustwarzen. Zudem ist das Baby dann schnell frustriert. Manchmal hat eine Frau zu Beginn auch zu viel oder zu wenig Muttermilch oder sie leidet an schmerzhaftem Milchstau. Leider, so Keller, machten sich viele Mütter dann Vorwürfe, weil sie das Gefühl hätten, sie machten etwas falsch – ein Teufelskreis, denn Stress sei schlecht für eine gut funktionierende Stillbeziehung zum Baby. Nicht selten brechen Mütter dann nach einigen frustrierenden Tagen oder Wochen ab und gehen zum Fläschchen über.

Stillen macht Sinn

Dabei lohnt es sich durchzuhalten: Stillen ist die ideale Ernährung für ein Baby. Ist der Säugling gesund, braucht er während der ersten sechs Monate nichts anderes als Muttermilch. Sie versorgt ihn nicht nur mit Flüssigkeit und allen wichtigen Nährstoffen, sondern versorgt das Kind auch mit Immun- und Abwehrstoffen der Mutter und schützt es so vor Krankheiten. Sie passt sich sogar an die Bedürfnisse des Babys an: Mädchen erhalten zum Beispiel einen anderen Milch-Cocktail als Jungen, ein Neugeborenes eine andere Zusammensetzung als ältere Babys. Und auch der frischgebackenen Mutter tut das Stillen gut: Die Stillhormone fördern die Rückbildung der Gebärmutter, was die Blutungsgefahr nach der Geburt reduziert. Stillen senkt auch das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken.

“Die meisten Frauen in der Schweiz wissen um die positiven Eigenschaften des Stillens. Das ist gut. Aber leider steigt damit auch der Druck für jede Mutter, die natürlich nur das Beste für ihr Kind will”, merkt Stillberaterin Keller an. Was also, wenn es nicht klappen will oder die Frau nicht stillen möchte? “Am Ende des Tages muss die Frau ein gutes Gefühl haben. Wenn sie sagt: Mir geht es besser, wenn ich nicht stille – dann ist es ihr gutes Recht, das Stillen zu beenden. Niemand darf und sollte das verurteilen”, sagt Keller.

Tipps von der Stillberaterin

Vor der Geburt: Die Brust kennenlernen

„Ich rate Frauen, sich ab der 37. Schwangerschaftswoche einmal am Tag sanft die Brust zu massieren. So machen sie sich mit ihr vertraut, verlieren Hemmungen und bereiten das Gewebe vor.“

Für einen guten Start: Hilfe holen

„Viele Frauen bekommen das Kind gleich nach der Geburt an die Brust gelegt – was gut ist. Im stationären Wochenbett heisst es dann aber oft: alleine herumprobieren. Dabei ist ein guter Start das A und O. Daher unbedingt: Hilfe bei Pflegefachpersonen oder der Stillberatung holen – ohne Hemmungen. Ist das Kind korrekt angelegt? Haben Sie eine bequeme Stillposition? Hat der Säugling wirklich Hunger? Lassen Sie sich die verschiedenen Positionen und Techniken zeigen, damit das Brustwarzengewebe nicht wund wird.

In den ersten Wochen: Durchhalten

Auch wenn es vielleicht gerade nicht leicht ist: Machen Sie sich bewusst, dass Stillen gesund, praktisch und günstig ist. Halten Sie die ersten zwei bis drei Wochen durch und probieren Sie es immer wieder. In den meisten Fällen funktioniert es nach diesem Zeitraum viel besser. Diese “Investition” zahlt sich später aus. Im Idealfall können Sie dann rund sechs Monate lang ausschliesslich stillen und in der Folge solange weiter stillen, wie Sie und Ihr Baby dies wollen.

Das Mantra: Ruhe bewahren

Einfacher gesagt, als getan – aber: Machen Sie sich nicht verrückt. Stress wirkt sich negativ auf Milcheinschuss und Muttermilchproduktion aus. Vertrauen Sie in Ihre Fähigkeiten und die des Babys: Sie lernen sich gerade erst kennen und können das gemeinsam schaffen! Sie stehen mit Stillproblemen nicht alleine da und sie sagen ganz sicher nichts aus über Ihre Qualitäten als Mutter.

Schreit Sie das Kind wieder einmal beim Stillen an, sollten Sie es nicht an die Brust zwingen. Entkrampfen Sie die Situation und sorgen Sie für einen Szenenwechsel: Übergeben Sie das Kind, falls möglich, Ihrem Partner, legen Sie eine Pause ein und probieren Sie es später noch einmal.

Machen Sie sich Sorgen, ob das Baby genug zu trinken bekommt? Haben Sie zu viel oder zu wenig Milch? Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie hier.

Für den Partner: Sie sind gefragt

Ganz wichtig ist, dass Partner und Umfeld dem Stillen gegenüber positiv eingestellt sind und das Kind nicht als Konkurrenz empfinden. Sorgen Sie für Ruhe beim Stillen, schauen Sie, dass die Mutter mit genügend Wasser und Zwischenmahlzeiten versorgt wird. Stillen macht hungrig und durstig. Entscheidend ist auch, dass sich die frischgebackene Mutter am Anfang ganz auf das Baby konzentrieren darf, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Ein Neugeborenes zu versorgen, ist eine 24-Stunden- Aufgabe, die sich nicht einfach nebenbei „erledigen“ lässt.

Der Arbeitsbeginn: Rechte kennen und einfordern

Sie gehen bald wieder zur Arbeit, möchten aber weiterhin stillen? Sprechen Sie offen mit Ihrem Vorgesetzten: Von entlohnten Stillpausen bis hin zum Ruheraum – was erwarten Sie von ihm? Spüren Sie ein frauen- und familienfreundliches Klima? Informieren Sie sich darüber, welche Rechte Sie am Arbeitsplatz haben. Infos dazu finden Sie hier.

Und: Bereiten Sie Ihren Körper und Ihr Kind frühzeitig auf die neue Situation vor. Das Abpumpen und Schöppelen sollte einige Male geübt werden und eingespielt/ etabliert sein. Das mindert den Druck, den Sie sich allenfalls auferlegt haben.

Und zum Schluss: Keine Scham!

Alles, was Sie als Frau tun oder nicht tun, ist ganz alleine Ihre eigene Entscheidung. Auch, wenn Sie zufüttern oder abstillen müssen oder es einfach wollen: Sie sind für Ihr Kind die perfekte Mutter. Das Wichtigste, Liebe und Geborgenheit, geben Sie ihm trotzdem.

Andersherum ist es auch völlig in Ordnung, in der Öffentlichkeit zu stillen. Auf Mamamap finden Sie Orte, wo Sie Ihrem Kind unterwegs in Ruhe die Brust geben können.

Milchpulver: Alternative zum Stillen

Die Formulanahrung, die hier im Handel erhältlich ist, wird streng kontrolliert und ist daher unbedenklich. Die verschiedenen Milchpulver sind in ihrer Zusammensetzung sehr ähnlich. Für welche Marke Sie sich entscheiden, hat vor allem mit den eigenen Prioritäten zu tun: Soll das Milchpulver aus der Schweiz kommen? Bioqualität und eine ökologische Verpackung besitzen?

Wichtig ist auch, dass die Milch nicht zu viele Kalorien hat und leicht erhältlich ist, falls sie einmal überraschend ausgehen sollte.