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Dyslalie: Warum Eltern früh hinhören sollten

«Topf» statt «Kopf» oder «Teller» statt «Keller» – was bei Kleinkindern niedlich klingt, gilt bei Vierjährigen als Aussprachestörung, die behandelt werden sollte. Denn: Nur wenn sich Kinder in ihrer Sprache sicher fühlen, können sie sich später behaupten.

Text: Katharina Rilling; Foto: iStock

Sie verstehen sich blind und stumm: Eltern und ihre Kleinkinder kennen sich so gut, dass sie ihre eigene Sprache miteinander sprechen. Setzt das Kind Laute nicht richtig ein oder lässt sie ganz weg, bekommt es trotzdem das, was es will. Doch entdeckt der Nachwuchs die Welt und will mit anderen interagieren, wird eine Aussprachestörung zum Problem und sollte logopädisch abgeklärt werden. 

Wie lautet die Definition von Dyslalie?

Die sogenannte Dyslalie, früher das Stammeln, steht für verschiedene Störungen der Aussprache bei Kindern und Jugendlichen. Aber auch der Sammelbegriff wird heute kaum noch gebraucht. Stattdessen spricht man eher von «Aussprache- oder Artikulationsstörung».

In der Logopädie werden zwei Typen der Dyslalie unterschieden: Störungen im phonetischen und solche im phonologischen Bereich. In den phonetischen Typ der Dyslalie fällt etwa das Lispeln. Dabei werden einzelne Sprachlaute, wie etwa das «S», nicht richtig gebildet.

Bei einer phonologischen Störung können Laute zwar richtig gebildet, aber nicht korrekt
angewendet werden. Die Kinder lassen sie weg oder ersetzen sie durch andere
Laute: Aus «Topf» wird dann zum Beispiel «Kopf». Aus «Teufel» ein «Keufel». Aus
dem «grünen Rad» wird das «glüne Lad».

Beide Sprachstörungen können einzeln oder gleichzeitig, leicht oder schwer auftreten. So ist manchmalnur ein Laut betroffen, manchmal gleich so viele, dass man das Kind kaum nochversteht. 

Leider gibt es immer noch Ärzte, die erst mal zuwarten.

Woher kommt Dyslalie? Ursachen und Alter

Einige Kinder haben Probleme beim Hören und erfahren so erst gar nicht, wie die Laute korrekt klingen sollen. Andere haben Probleme mit der Mundmuskulatur. Oder sie leiden unter Gaumenspalten, Kiefer- oder Zahnanomalien. Manche Kinder können ähnliche Laute prinzipiell schlecht unterscheiden. Auch ein schwieriges familiäres Umfeld, eine Entwicklungsverzögerung oder eine Behinderung können Gründe der Sprachstörung sein. 

Von einer Artikulationsstörung spricht man übrigens meist bei Kindern im Alter von vier bis sechs Jahren. Sie kommt bei rund 14 Prozent vor. Gemäss Edith Volmer, Vizepräsidentin des Deutschschweizer Logopädinnen- und Logopädenverbands (DLV), sollten Dyslalien sowie Sprachentwicklungsstörungen im Allgemeinen am besten schon vor dem Kindergartenalter erkannt und angegangen werden, um keine wertvolle Zeit bis zur Schule zu verlieren.

Für Eltern gilt daher: Hinhören. Und sich fragen: «Wird mein Kind auf dem Spielplatz von anderen Kindern schlecht verstanden?» Oder: «Sprechen Altersgenossen Wörter und Silben vielleicht schon anders aus?» Oder: «Versteht das Kind nicht, was die anderen Kinder sagen?» Dabei ist klar und völlig normal, dass ein Kind beim Sprechenlernen nicht direkt alle Laute korrekt bilden wird. Jedes Kind hat zudem seinen eigenen Rhythmus in Sachen Sprachentwicklung. Dennoch gibt es Richtwerte, an denen sich Eltern orientieren können: Im Alter von 18 bis 24 Monaten sollten Kleinkinder bereits einen Wortschatz von 50 Wörtern haben und diesen anwenden. Ebenso beginnen die Kinder in diesem Alter Wortkombinationen zu bilden; so sagen sie beispielsweise: «Mami schaffe.», «Grosi alüte.». Ein normal entwickeltes Kind wird im Grossen und Ganzen dann mit vier Jahren von anderen gut verstanden und kann mit sechs korrekt sprechen.

Edith Volmer rät: «Sobald Eltern anfangen, sich Sorgen zu machen, oder von Betreuungspersonen angesprochen werden, sollten sie sich unbedingt an eine Logopädin oder einen Logopäden wenden.» Dabei ist der Umweg über einen Kinderarzt oder eine Kinderärztin nicht nötig. Im Gegenteil: «Leider gibt es immer noch Ärzte, die erst mal zuwarten. Das ist aus logopädischer Sicht nicht sinnvoll, weil eine frühe Therapie die Sprachentwicklung positiv beeinflusst.»

Behandlung von Dyslalie: Tipps für Eltern

«Eltern können selbst aktiv werden, um die allgemeine Sprachentwicklung ihres Kindes zu fördern», weiss Edith Volmer. «Viel interagieren, viel miteinander sprechen und viel spielen.» Denn Sprachentwicklung und Spielentwicklung sind eng miteinander verknüpft. Bei der Bildschirmzeit oder beim Hörspielhören hingegen fehlt die soziale Komponente der Sprache: «Kinder sollen lernen, dass sie ihre Bedürfnisse und Wünsche äussern können und dank der Sprache gehört werden.» Beim Vorlesen sollte daher auch das Kind immer wieder aktiv werden: «Wichtig ist, dass nicht immer nur frontal und stur vom Anfang bis zum Ende vorgelesen wird. Viel sinnvoller ist es, das Kind auch mitreden und zeigen zu lassen.»

Wird beim Nachwuchs konkret Dyslalie festgestellt, sollten Eltern dies nicht zum grossen Familienthema machen und das Kind ständig korrigieren. «Das verursacht unnötig Druck», sagt die Logopädin. Fragt das Kind also: «Mama, tut dir dein Topf weh?», wiederholt man das Wort einfach korrekt: «Genau, mein Kopf tut weh.» In der Fachsprache heisst dies: korrektives Feedback geben. Das Kind selbst muss das richtige Wort dabei nicht nochmals wiederholen. Dieses zu hören, reicht.

Dyslalie betrifft nur einen sehr kleinen Bereich der Kommunikation.

Folgen von Dyslalie: Was bleibt?

Werden Kinder bei komplexeren Artikulationsstörungen sowie bei Sprachentwicklungsstörungen nicht richtig unterstützt, werden sie schlecht verstanden, können ihre Bedürfnisse folglich nicht klar äussern und sich verbal auch nicht angemessen wehren. «Einige isolieren sich dann, beginnen vielleicht zu schlagen. In der Schule verschärfen sich die Probleme, da Sprache hier in nahezu allen Bereichen für den Erfolg entscheidend ist», warnt Volmer. «Kommt die Schriftsprache dazu, obwohl das Kind noch mit der Artikulation beschäftigt ist, kostet das sehr viel Energie. Die richtigen Buchstaben werden dann womöglich zum Ratespiel.» Zu bedenken ist: Auch wenn die Dyslalie überwunden ist, muss das Kind erst lernen, sich – eben durch Sprache – zu behaupten. Dieser Prozess sollte vor der Schulzeit abgeschlossen sein. Daher gilt: Je früher die logopädische Therapie begonnen wird, desto besser. 

Zum Glück werden Artikulationsstörungen aber oft erkannt und richtig behandelt, da eine falsche Aussprache früher oder später auffällt. Im Erwachsenenalter leiden nur noch wenige Menschen an einer Dyslalie. Die Logopädin gibt jedoch zu bedenken: «Dyslalie betrifft nur einen sehr kleinen Bereich der Kommunikation. Hier geht es meist nur um die Aussprache. Sprachentwicklungsstörungen mit eingeschränktem Wortschatz, mangelndem Sprachverständnis und fehlerhafter Grammatik schränken die Kinder und Jugendlichen in ihrem Alltag stärker ein.»