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Dossier: Gesundes Herz

Herzinfarkt: Symptome bei Frauen

Frauenherzen ticken anders – zumindest, wenn es um ihre Gesundheit geht. So sind Frauen zwar bis zu den Wechseljahren biologisch besser vor einem Infarkt geschützt, sterben dann aber öfter daran als Männer. Schuld ist oft die Fehlinterpretation der Symptome.

Text: Katharina Rilling; Bild: Gantas Vaičiulėnas / Unsplash

Ein Stechen in der Brust, ausstrahlende Schmerzen in den linken Arm: So sieht er aus, der klassische Herzinfarkt – beim Mann. Wie sich ein Infarkt beim weiblichen Geschlecht auswirkt, ist hingegen weniger bekannt. Fakt ist: «Herzerkrankungen treten bei Frauen ähnlich häufig auf wie bei Männern. Herzinfarkte sind sogar ihre Haupttodesursache in unseren Breitengraden, nicht – wie man annehmen könnte – der Brustkrebs», sagt Kardiologin Belinda Nazan Walpoth, die die Spezialsprechstunde «Frau und Herz» am Inselspital in Bern leitet.

Ihr fällt auf, dass Frauen es sehr selten für möglich halten, herzkrank zu sein. Sogar in den Köpfen mancher medizinischer Kollegen und Kolleginnen sei das noch nicht angekommen. Ein gleiches Bild zeichnet der Sanitas Health Forecast 2020: Ein Viertel der Männer ist daran interessiert, ihre Herzkreislaufstabilität zu verbessern - bei den Frauen sind es nur 16 Prozent.

Als Paradebeispiel erzählt Belinda Nazan Walpoth von einer Frau um die fünfzig, leicht übergewichtig mit erhöhten Cholesterinwerten: «Sie meldete sich mitten in der Erkältungssaison bei ihrem Hausarzt. Sie klagte über Müdigkeit und Bauchschmerzen und darüber, zu erschöpft zu sein, um die Arme zu heben. Man riet ihr am Telefon, sich einfach auszuruhen, weil sie ja kein Fieber habe, und sich wieder zu melden, falls es schlimmer würde. Nach zwei Stunden kam die Frau völlig erschöpft in der Praxis an. Es stellte sich heraus: Herzinfarkt! Die Frau wurde sofort in das Zentrumspital geschickt, wo das verschlossene Gefäss geöffnet wurde. Ich sah sie drei Monate später zur Verlaufskontrolle. Einen Infarkt hätte sie nie erwartet.»

Symptome: Was sind die Anzeichen für Herzkrankheiten bei Frauen?

Ein grosses Problem ist tatsächlich, dass die Symptome der Frau nicht immer gleich als solche erkannt werden. Schliesslich zählt im Ernstfall vor allem die erste Stunde: «Man sollte das geschlossene Gefäss sehr schnell öffnen, um ein Absterben von Gewebe zu verhindern», sagt die Herzspezialistin.

Spüren die Frauen keine «klassischen» Anzeichen, wie das Stechen in der Brust oder das Ausstrahlen in den linken Arm, spielen sie ihre Symptome oftmals herunter oder interpretieren sie fehl. Vorsicht ist etwa geboten, wenn sich eine Frau plötzlich müde fühlt, unter Schlafstörungen, Kurzatmigkeit und Verdauungsstörungen leidet, ein Taubheitsgefühl in den Armen und/oder Schmerzen im Rücken oder in den Beinen empfindet.

Diese Anzeichen klingen auf den ersten Blick zwar harmlos, können jedoch schon Tage oder Wochen vorher einen Herzinfarkt ankündigen. Zu oft werden sie einer Erkältung, Muskelverspannungen, Wechseljahrbeschwerden oder Stress zugeordnet. Doch wer geht schon wegen Müdigkeit und Bauchweh zum Arzt? «Frauen mit Bauchschmerzen, plötzlicher Atemnot und Müdigkeit rate ich, lieber einmal zu oft ins Spital zu gehen, insbesondere wenn sie Diabetes oder das metabolische Syndrom haben, also hohe Cholesterinwerte, zu viel Gewicht, einen hohen Blutdruck und grenzwertigen Zucker», so die Kardiologin.

Erleiden Frauen einen Herzinfarkt, klagen sie in der Regel über andere Beschwerden als Männer:

  • Atemnot/Kurzatmigkeit
  • unerklärliche Übelkeit und Erbrechen
  • Druck in Brust, Rücken oder (Ober-)Bauch
  • Kiefer- und Halsschmerzen
  • Müdigkeit

Aber auch die «klassischen» Symptome können auftreten, dazu zählen laut Schweizerischer Herzstiftung:

  • heftiger Druck und beklemmende, beengende oder brennende Schmerzen in der Brust (Dauer länger als 15 Minuten), oft verbunden mit Atemnot und Todesangst.
  • manchmal (!) Ausstrahlung des Schmerzes in den ganzen Brustkasten, gegen beide Schultern, Arme, den Hals, Unterkiefer oder Oberbauch.
  • Mögliche Begleitsymptome sind blasse, fahle Gesichtsfarbe, Übelkeit, Schwäche, Schweissausbruch, Atemnot, unregelmässiger Puls.Der Schmerz ist unabhängig von Körperbewegungen oder der Atmung und verschwindet auch nach Einnahme des Medikamentes Nitroglyzerin nicht.
«Herzerkrankungen treten bei Frauen ähnlich häufig auf wie bei Männern.»

Risikofaktoren: Was macht Frauenherzen krank?

Wo Männer schon ab dem 50. Lebensjahr häufiger einen Herzinfarkt bekommen, steigt bei Frauen erst rund zehn Jahre später die Gefahr einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Das erklärt zum Teil auch die höhere Sterblichkeit nach dem Infarkt bei gleicher Behandlung: Mit zunehmendem Alter erhöht sich das Risiko für einen tödlichen Ausgang. Man geht davon aus, dass die weiblichen Hormone zunächst einen biologischen Schutz bieten, der aber nach den Wechseljahren nachlässt.

«Ich rate Frauen, spätestens im Menopausenalter bei ihrem Hausarzt zunächst einmal ihr Risikoprofil erfassen zu lassen: Cholesterin? Blutzucker? Blutdruck? Gewicht? Nikotin? Familienanamnese? Idealerweise würde ich das sogar viel früher empfehlen. Wenn man zur Risikogruppe gehört und Beschwerden hat, sollte man diese dann gleich beim kardiologischen Spezialisten abklären lassen», so Walpoth.

Die typischen Risikofaktoren teilen sich beide Geschlechter: Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte, Stress, Übergewicht, Diabetes und das Rauchen sind schädlich für alle Herzen. Allerdings wirken sich viele Faktoren auf den weiblichen Körper stärker aus:

Das Risiko einer Herzerkrankung bei Frauen mit Diabetes ist viel höher als bei Männern. Zudem scheint das weibliche Herz schlechter auf Zigarettenqualm zu reagieren: Die Gefahr, einen Herzinfarkt zu erleiden, liegt bei Raucherinnen um 25 Prozent höher als bei Rauchern. Nimmt die Raucherin dann noch die Antibabypille ein, erhöht das darüber hinaus die Wahrscheinlichkeit für Blutgerinnsel. Auch Dauerstress und Depression schaden Frauenherzen mehr als Männerherzen. Genau wie bereits geringe Mengen Alkohol.

Daneben treten eine Reihe von Risikofaktoren nur beim weiblichen Körper auf, etwa eine aussergewöhnlich frühe Regelblutung (jünger als 10), ein früher Menopausenbeginn und Schwangerschaftskomplikationen wie die Präeklampsie und die Eklampsie. Die Kardiologin weiss zudem: «Heute leiden viele Frauen unter der Doppelbelastung Familie und Arbeit. Wir wissen, dass Stress ein grosser Risikofaktor bei Frauen ist.»

Vorsorge und Behandlung: Was hilft dem Herz?

Die Klassiker eines gesunden Lebensstils sind auch gut fürs Herz: eine ausgewogene Ernährung, regelmässige Bewegung, wenig Stress, ein ideales Körpergewicht und der Verzicht auf Rauchen und übermässigen Alkohol. Zudem macht es Sinn, regelmässig Blutdruck, Cholesterin und Blutzucker kontrollieren zu lassen. «Der wichtigste Tipp ist, präventiv Risikofaktoren anzugehen. Und dann: Vorsorgeuntersuchungen durchführen zu lassen und – falls Medikamente notwendig sind – diese auch einzunehmen.

Lange behandelte man Frauen in der Arztpraxis übrigens wie zierliche Männer. Allerdings reagieren Frauen nicht nur durch das geringere Körpergewicht anders auf viele Medikamente. Sie weisen auch Besonderheiten der Gefässe auf. ‹Gender Medizin› erlaubt uns, auf frauenspezifische Aspekte in der Prävention, Diagnostik und Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen einzugehen und darauf zu sensibilisieren», sagt Belinda Nazan Walpoth. «Das Bewusstsein, dass Frauenherzen anders schlagen und eine andere Therapie brauchen, ist lebenswichtig.»