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Dossier: Kinderwunsch

Unerfüllter Kinderwunsch: vom Frust zur Lust

Wenn es einfach nicht klappen will, wird der Wunsch nach einem Kind zur Belastungsprobe. Mental-Coach Nicole Regli spricht darüber, wie man als Paar die Krise meistert, wie Körper und Psyche zusammenhängen und wie man wieder zu mehr Leichtigkeit findet.

Interview: Julie Freudiger; Foto: Priscilla Du Preez / Unsplash

Wie geht es den Frauen und Männern, die zu Ihnen in ein Coaching kommen?

Nicole Regli: Einige haben Depressionen oder ein Burn-out, andere merken, dass sie der Kinderwunsch völlig beherrscht. Viele kommen zu mir, weil sie anders mit dem Thema umgehen möchten. Ein Kinderwunsch kann zu einem Leben mit angezogener Handbremse führen. Man lebt nicht mehr sein eigenes Leben und geniesst es nicht mehr, sondern richtet es nur noch nach diesem einen Wunsch aus.  

Wann sollte man sich professionelle Unterstützung suchen?

Die Dauer des Wunsches ist dabei nicht ausschlaggebend. Eine 38-jährige Frau, die seit vier Monaten versucht, schwanger zu werden, kann genauso Angst und Trauer empfinden wie eine 28-jährige Frau, die es seit fünf Jahren versucht. Wenn sich der ganze Alltag nur noch nach dem Zyklus richtet, wenn man keine Ferien mehr bucht, wenn die Lebensfreude weg ist – das wäre sicher ein guter Zeitpunkt. Aber man muss es selbst spüren: Man muss bereit sein, etwas im Leben zu ändern.  

Das ist vermutlich ein längerer Prozess.

Einige Klientinnen werden nach nur wenigen Sitzungen bei mir schwanger, andere erst nach einem Jahr und wieder andere gar nicht. Das ist das Schwierige beim Kinderwunsch: Wir sind es gewohnt, Ziele innerhalb einer definierten Zeitspanne zu erreichen. Zum Beispiel wenn wir den nächsten Karriereschritt planen. Aber keine Frau weiss, ob sie je Mutter werden wird. Diese Unsicherheit kann beängstigend sein.  

Welche Therapien sind für wen sinnvoll?

Grundsätzlich ist alles für alle sinnvoll. Es kommt aber darauf an, wo man selbst gerade steht. Und man sollte sich fragen, ob man etwas aus Überzeugung macht oder nur weil man sich an jedem Strohhalm festhalten möchte. Manchmal ist weniger mehr. Einfach nichts tun – auch das ist gut.  

In Ihren Coachings geht es auch um unbewusste Blockaden, Ängste und Glaubenssätze, die einem Wunschkind im Weg stehen. Was meinen Sie damit?

Ich betrachte den Kinderwunsch ganzheitlich: Nicht nur die Qualität der Eizelle hat einen Einfluss auf die Fruchtbarkeit, sondern auch die Psyche und wie wir zum Leben stehen. Wenn ich etwa unterbewusst glaube, dass ich für alles im Leben kämpfen muss, kann dies einen Einfluss auf meinen Kinderwunsch haben – aber es muss nicht. Auch eine schwierige Mutter-Tochter-Beziehung kann blockieren. Gleiches gilt für traumatische Geburten. Es kann aber auch sein, dass der Kinderwunsch selbst zur Blockade wird, da man sich so stark unter Druck setzt.  

Wie gehen Sie in Ihren Sitzungen vor?

Ich versuche mit meiner Klientin zum Ursprung der Problematik zu gehen. Das kann in Form von Hypnose sein, also einer Art Meditation. Oder ich fordere die Frau auf, ihre Gebärmutter intuitiv auf ein Blatt zu zeichnen. Kürzlich war eine Frau bei mir, die ihre Gebärmutter mit vielen Löchern versah – sie war selbst überrascht. Um ein schwieriges Eltern-Kind-Verhältnis aufzuarbeiten, greife ich auf das Familienstellen zurück. Ein Kinderwunsch ist also auch eine Chance zur Persönlichkeitsentwicklung.  

Wie hängen Körper und Psyche zusammen?

Die mentale Gesundheit beeinflusst die körperliche Gesundheit. Stress und Angst lösen körperliche Abwehrreaktionen aus. Mittlerweile sind auch viele Ärzte davon überzeugt, dass Entspannung und die Psyche einen Einfluss darauf haben, ob jemand schwanger wird. Viele Frauen sind deshalb Coachings und begleitenden alternativen Therapieformen gegenüber viel offener geworden. Ich arbeite Hand in Hand mit Ärzten.  

Gehen Männer anders mit einem unerfüllten Kinderwunsch um?

Männern gelingt das oft besser als ihren Partnerinnen. Was die Männer belastet, ist ihre Hilflosigkeit angesichts des emotionalen Zustands der Frauen. Sie wissen oft gar nicht mehr, wie sie reagieren sollen. Frauen sind in dieser Phase sehr dünnhäutig, und es kommt zu vielen Missverständnissen. Wenn etwa ein Mann versucht zu trösten und sagt, er könne sich auch ein Leben ohne Kinder vorstellen, versteht die Frau, er wolle gar keine Kinder. Sobald es den Frauen emotional wieder besser geht, fühlen sich automatisch auch die Männern besser. Aber es sind natürlich nicht alle gleich.  

Wie kommt man als Paar gut durch diese Phase?

Die Kommunikation ist ein zentraler Punkt: Männer suchen eher nach Lösungen, Frauen möchten lieber einfach in den Arm genommen werden. Frauen sollten ihre Bedürfnisse daher klar kommunizieren und sagen, was sie in einem bestimmten Moment brauchen. Und umgekehrt fragen, was ihr Partner braucht. Ausserdem sollten Paare versuchen, die Lust am Sex aufrechtzuerhalten. Wenn sich alles nur noch am Eisprung orientiert, fällt die Freude am Liebesakt weg, und die Sexualität wird zum Frust. Einige Männer fühlen sich dann zum «Zuchtbullen» degradiert.  

Wozu raten Sie, um den Druck bei einem unerfüllten Kinderwunsch zu lindern?

Als kinderloses Paar kann man sich ausgeschlossen fühlen. Schliessen Sie neue Freundschaften mit Menschen, die ebenfalls keine Kinder haben, und kosten Sie die Spontaneität aus! Es ist so wichtig, das Leben zu geniessen. Fragen Sie sich: Woran habe ich Freude? Was tut mir gut? Je besser es Ihnen geht, desto besser geht es Ihrem Körper. Mein Ziel ist es, dass meine Klienten wieder Lebensfreude finden, dass sie wieder glücklich sind.