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Eltern werden: Vom Babyglück zur Beziehungskrise?

Kinder stellen eine Beziehung vor eine Belastungsprobe. Wie gelingt es, sich zwischen Windeln, Wäsche und Wonneproppen als Paar nicht aus den Augen zu verlieren? Tipps von der Paartherapeutin.

Text: Katharina Rilling; Foto: Unsplash

Sirup statt Rotwein, Gugus Dada statt Gespräche über Gott und die Welt und dann diese bleischwere Müdigkeit und Erschöpfung: Obwohl die meisten Eltern Kinder als Krönung ihrer Liebe empfinden, ist der Weg vom Liebespaar zum Elternpaar alles andere als leicht. Die grosse Mehrheit erlebt nach der Geburt ihres Nachwuchses Belastungen in der Partnerschaft.

Also: Vom Babyglück zur Beziehungskrise? Auf die Frage, ob Kinder Gift für die Partnerschaft seien, antwortet Paartherapeutin Felizitas Ambauen lachend: «Sicher nicht, aber vielleicht Brandbeschleuniger! Sie verschärfen Beziehungsdynamiken, die man vorher noch besser abfedern konnte.»

Wichtig sei aber zu relativieren und zu realisieren, dass es mit kleinen Kindern auch mal ein paar Jahre streng, in der Partnerschaft etwas unbefriedigender und langweiliger sein dürfe. «Es ist eine Durststrecke, die man – zu einem gewissen Grad – akzeptieren und aushalten muss.» Als Vorbereitung auf die strenge Zeit, rät sie Paaren: «Beschäftigt euch so früh wie möglich mit euren Problemen und schaltet Belastungsherde aus. Fragt euch: Wo und wann gibt es Streit im Alltag? Wie bringt euch der Partner auf die Palme – und wie holt er euch wieder runter? Denn: Durch den erhöhten Stress nach der Geburt wird es wahrscheinlich zu mehr Konflikten kommen.» Wer sich und den Partner besser verstehe, profitiere später, wenn die Kinder viel Raum einnehmen, davon.

Die Beziehung stärken

Daher möchte die Therapeutin Paare frühzeitig abholen und bietet, zusammen mit ihrem Mann, sogenannte Paarcours an. Das sind Workshops für Menschen, die an ihrer Beziehung arbeiten wollen, aber in noch keiner gröberen Krise stecken. «Wir geben Ideen und Tricks für den Alltag mit, machen dabei aber keine Schuldzuweisungen. Wir zeigen: Ihr habt etwas Wertvolles, lasst es uns stärken!» Hintergrund ist die «Positive Psychologie», die den Menschen mit seinen Stärken in den Vordergrund stellt. Es geht um Fragen, wie eine Beziehung noch besser funktionieren kann. Oder wie man selbst Freude und Befriedigung in seinem Leben findet.

Knackpunkt Kommunikation

Doch was fehlt den Liebenden, gerade jetzt, in dieser doch auch schönen und spannenden Elternzeit? «Eine grosse Herausforderung ist, dass die Kraft fehlt, um sich zu öffnen und zuzuhören. Der Fokus ist auf das Kind gerichtet, es unterbricht Unterhaltungen und stört den Schlaf. Das bewirkt, dass die Qualität der Kommunikation bei fast allen Paaren ab der Geburt der Kinder abnimmt.» Ein weiteres grosses Thema sei die Selbstfürsorge, so Ambauen. «Wir alle funktionieren in einer Beziehung nur optimal, wenn wir auch genug Zeit zum Rückzug haben. Leider nehmen sich die zu wenige. Ich vergleiche das gerne mit der Sauerstoffmaske im Flugzeug: Zuerst setzt du deine eigene Maske auf, damit du in einem zweiten Schritt anderen helfen kannst.»

Tipps von der Paartherapeutin

Schwierige Alltagssituationen – und ihre Lösung

1. Eigentlich weiss es jeder: Me-Time und Paarzeit sind wichtig. Trotzdem setzen viele ihre guten Vorsätze nicht um. Wie besiegt man Schweinehund und schlechtes Gewissen?

«Gar nicht. Man nimmt sich trotz schlechtem Gewissen Zeit für sich selbst. Denn es ist illusorisch zu glauben, dass sich das Gewissen von selbst verflüchtigt. Vielmehr klappt es andersherum: Je öfter man sich die Zeit nimmt, desto kleiner wird das schlechte Gefühl dabei. Mein Tipp: Me-Time, Date Night und Team-Sitzung, bei der man Organisatorisches bespricht im Kalender eintragen und als hoch prioritär einstufen. Das heisst: zur Not verschieben, nicht absagen. So zeigt man dem Partner und sich selbst gegenüber Wertschätzung. Und: Über fixe Termine muss man nicht jede Woche wieder neu verhandeln. Kann sein, dass das unromantisch und nach noch mehr Stress klingt. Auch wenn spontane Dates schöner wären – es funktioniert nicht. Neue Rituale sind zudem immer erst einmal anstrengend. Sind sie sinnvoll, werden sie zum Bedürfnis.»

2. Thema Schlaf: Das Baby hat meinen Partner aus dem Ehebett vertrieben. Sind getrennte Betten der Anfang vom Ende?

«Nein, getrennte Betten auf Zeit können der Lebensretter sein. Guter Schlaf hält gesund und macht geduldig. Die Qualität der Beziehung hängt zudem kaum vom Abstand der Körper während des Schlafs ab. Warum also sollten alle Beteiligten leiden? Tipp: Unter der Woche getrennt und am Wochenende zusammen schlafen. Und dann immer wieder Bilanz ziehen.»

3. Der eine kommt müde von der Arbeit heim, der andere freut sich auf Erwachsenengespräche und wünscht sich Anerkennung für Haus- und Familienaufgaben. Enttäuschung ist vorprogrammiert.

«Ein Klassiker! Tipp: Viele Paare bauen eine Pufferzone ein. Einer der beiden darf sich nach dem Heimkommen eine halbe Stunde zurückziehen um zu duschen, zu lesen oder zu joggen. So kann sich die Spannungskurve normalisieren. Hilfreich ist es auch, seinen «Wetterbericht» per SMS durchzugeben, noch bevor man aufeinander trifft: Wie fühle ich mich? Droht ein Sturm oder herrscht Sonnenschein? So kann der Partner darauf reagieren.»

4. Bei einigen Themen werden wir uns einfach nicht einig, zum Beispiel in Sachen Kindererziehung. Kommt das Thema auf, explodieren beide regelmässig.

«Die meisten Paare haben solche Minenfelder. Zunächst sollte man genau hinschauen und sich selbst fragen: Warum gehe ich bei gerade diesem Thema an die Decke? Spoiler: Ziemlich sicher hat es mit der eigenen Erziehung zu tun. Oftmals werden explosive Themen vermieden – bis es wieder kracht. So konserviert man das Problem. Daher: Einen Termin mit dem Partner abmachen und sich in aller Ruhe austauschen – und nicht, wenn beide schon auf 180 sind. Übrigens darf man sich auch mal uneinig sein. Hauptsache, der Umgang damit ist geregelt. Für Kinder ist es unproblematisch, wenn die Mutter Dinge etwas anders handhabt als der Vater. Dass der Partner einen anderen Erziehungsstil hat, gilt es auszuhalten.»

Übrigens darf man sich auch mal uneinig sein. Hauptsache, der Umgang damit ist geregelt. Für Kinder ist es unproblematisch, wenn die Mutter Dinge etwas anders handhabt als der Vater. Dass der Partner einen anderen Erziehungsstil hat, gilt es auszuhalten.»

5. Wenn ich ehrlich bin, interessieren mich die immer gleichen Themen meines Partners nicht mehr besonders. Streit gibt es dafür kaum noch.

«Völlig übermüdet hat man keine Lust auf Interaktion. Wichtig wäre es nun, Energie zu tanken? Helfen getrennte Betten und Me-Time? Wenn sich beide Partner regelmässig mit Freunden treffen, gibt es auch wieder mehr zu erzählen. Und stellt man sich bei der Date Night mit dem Partner ein erstes Date vor, kann das Wunder bewirken. Dort würde man auch auf Beschreibungen seines wunden Zehs verzichten, sich von der Arbeit abholen lassen, sich schick machen, mit Musik einstimmen. Die Rolle des Elternseins ab und an bewusst abzulegen, tut gut.»

6. Für Sexualität und körperliche Nähe hat es kaum noch Platz. Langsam mache ich mir Sorgen.

«Es kommt darauf an, ob es um sechs Wochen oder sechs Jahre nach der Geburt geht. Dass sich die Sexualität im ersten Jahr noch nicht wieder ganz eingespielt hat, erlebe ich als normal. Manche Frauen fühlen sich nicht mehr wohl in ihrem Körper oder leiden unter Geburtsverletzungen. Und viele Mütter sind übersättigt an Nähe, weil das Baby sie so stark beansprucht. Oft kommt die Lust auf Annäherung zurück, wenn sich die Frauen mehr Me-Time gönnen. Es ist zudem oft schwer, von einem Moment auf den anderen umzuschalten. Daher mein Tipp: Sexdates auch wieder in den Kalender eintragen und es trotz Müdigkeit einmal versuchen. Manchmal ist es so, dass die Lust erst kommt, wenn man sich in die Situation hineinbegibt. Hilfreich ist auch, sich ab und an einen halben Tag Kinderbetreuung zu organisieren. Dann hat man Zeit, um sich auf den Partner einzustellen. Es darf, muss aber nicht zu Sex kommen.»

Mehr erfahren? In ihrem Podcast Beziehungskosmos widmet sich Felizitas Ambauen alle zwei Wochen den brennendsten Beziehungsfragen.