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Dossier: Ernährung

Laktoseintoleranz: Bauch gegen Milch

Immer mehr Menschen erhalten die Diagnose Laktoseintoleranz – auch in höherem Alter. Eine Ernährungsberaterin erklärt, welche Symptome typisch sind und welche Tests Sinn machen.

Text: Katharina Rilling; Foto: i-stock

Da ist es wieder: ein heftiges Ziehen und Rumoren in der unteren Bauchgegend, das erst enden wird, wenn sie sich völlig entleert hat. So geht das nun seit fast einem halben Jahr jeden Tag. Sie verabredet sich nur noch selten mit Freunden, bleibt viel daheim und schont sich. Als sie es nicht mehr aushält, wagt sie den Schritt und geht zum Arzt.  

«Die Patientin war verängstigt. Der Arzt bat sie, ein Symptomtagebuch zu führen. Da wurde einiges klar: Laktoseintoleranz. Meist traten die Blähungen nämlich ein bis drei Stunden nach dem Essen auf und die Beschwerden – Krämpfe, Durchfall, Erbrechen – nahmen im Verlauf des Tages zu.» Brigitte Baru ist Ernährungsberaterin beim aha! Allergiezentrum Schweiz. Sie hat Betroffene im Unispital betreut, beantwortet Fragen am Beratungstelefon des Zentrums und gibt Schulungen rund um Ernährung, etwa für Gastronomen.  

Wen Laktoseintoleranz besonders betrifft

Die Milchzuckerunverträglichkeit ist die häufigste Nahrungsmittelintoleranz in der Schweiz – und dennoch eine Überraschung für die Mitte vierzig Jahre alte Patientin. Kein Wunder: «Wer sein Leben lang problemlos Milch getrunken hat, denkt nicht als Erstes an eine Laktoseintoleranz», weiss Baru. «Aber sie kann eben ganz spontan in jedem Alter auftreten. Häufig nach einem Darminfekt, bei dem man vielleicht noch ein Antibiotikum einnehmen musste.»  

Auch die genetische Herkunft spielt eine Rolle. Tatsächlich verdauen Menschen weltweit Milchprodukte unterschiedlich gut. In Asien reagieren neun von zehn Menschen auf Laktose. Dort stehen Milchprodukte selten auf dem Speiseplan. In Europa haben dagegen 80 bis 90 Prozent keine Probleme mit dem Milchzucker. «Mit der Globalisierung und der Vermischung der Bevölkerung steigt die Unverträglichkeit», so die Expertin.

Doch warum verträgt der Mensch – schliesslich ein höheres Säugetier – ausgerechnet Milchzucker teilweise so schlecht? «Für den Körper eines Erwachsenen ist Milch eigentlich nicht mehr vorgesehen. Nur: Unser Körper hat sich im Lauf der Geschichte der intensiven Nutztierhaltung und dem hohen Milchkonsum angepasst.»

Was ist Laktoseintoleranz?

Der Zucker in der Milch von Säugetieren heisst Laktose und besteht aus Schleim- und Traubenzucker. Normalerweise wird der Milchzucker im Dünndarm durch das Enzym Laktase in seine beiden Bestandteile gespalten, damit diese über den Darm ins Blut aufgenommen werden können. Manche Menschen aber leiden an einem Laktasemangel, sei es aufgrund einer Vererbung oder ausgelöst durch eine Krankheit. Statt ins Blut gelangt der Milchzucker unverdaut in den Dickdarm und wird dort von Bakterien vergoren. Dieser Gärprozess bereitet Schmerzen und Verdauungsprobleme.  

Tests & Tagebücher: Der Weg zur Diagnose

Immer mehr Menschen sagen, dass sie Milch nicht vertragen würden. Alles Einbildung oder Tatsache? «Es gibt seit einiger Zeit tatsächlich recht viele Anfragen», bestätigt die medizinische Ernährungsberaterin. «Die Menschen sind heute besser informiert, wenn es um ihre Ernährung geht. Sie können Beschwerden besser zuordnen als noch vor einigen Jahren. Früher hat man das Leiden sehr lange mit sich herumgetragen.»  

Allerdings sei sie skeptisch bei Selbstdiagnosen, da es viele andere Krankheiten im Darmtrakt gebe, die man als Laie nicht kenne. «Daher sollte man immer mit einer Fachperson sprechen.» Andernfalls kasteiten sich viele jahrelang unnötigerweise. «Man ermittelt heute individuell per Ernährungstagebuch und Diät, welche Menge Milchzucker verträglich ist. Bei manchen kommt zum Beispiel erst der dritte Milchkaffee nicht mehr gut an», so Baru.

Test ist nicht gleich Test

Die letzte Gewissheit gibt nach dem Gespräch mit dem Arzt aber der Test. Allerdings gibt es hier grosse Unterschiede: Blut- bzw. Gentests decken zwar die Disposition, also die Veranlagung, auf. Sie geben aber keine Auskunft darüber, ob tatsächlich eine Laktoseintoleranz vorliegt. Nur nach dem H2-Atemtest weiss man wirklich Bescheid. Bei diesem Test nimmt der Betroffene kontrolliert Milchzucker zu sich und hält seine Beschwerden danach in einem Protokoll fest. Nach drei Stunden wird dann die Wasserstoffmenge im Atem gemessen. Da der Test dauert und aufwendig ist, wird er an vielen Orten aber nicht mehr angeboten.  

Richtig ernähren mit Laktoseintoleranz

Heute gibt es viele Milchprodukte, die laktosefrei sind. Bei der Herkunft wurde das Enzym Laktase beigefügt. „Es gibt aber auch viele pflanzliche Alternativen, die gesund sind, vor allem, wenn ihnen Kalzium und Vitamine beigesetzt wurden”, weiss die Ernährungsberaterin.

Verzichten muss heute also kaum noch jemand, der Laktose nicht verträgt. Aber Achtung: Wer ausser Haus essen geht oder auf Fertigprodukte zurückgreift, erwischt bei so gut wie jeder Mahlzeit versteckten Milchzucker. Ob in der Sauce, in der Gewürzmischung oder im Kartoffelstock – fast überall werden kleine Mengen zugefügt, um Lebensmittel in Sachen Geschmack, Färbung oder Volumen zu verändern.  

Folgen der Laktoseintoleranz

Und was, wenn die Milchzuckerunverträglichkeit nicht behandelt wird? Verkürzt sich gar die Lebensdauer durch den dauergestressten Darm? Droht doch der Darmkrebs? «Keine Sorge», gibt Baru Entwarnung. «Der Darmschleimhaut passiert nichts. Sie ist weder entzündet, noch verändert sie sich. Sobald der Milchzucker wieder ausgeschieden ist, verhält sich alles wieder normal.»