Wechseljahre: 6 Hausmittel gegen Beschwerden
Hitzewallungen, Kopf- und Gelenkschmerzen, trockene Scheide oder eine verminderte Libido: Es gibt Hausmittel gegen Wechseljahrsbeschwerden.
Klimakterium, Perimenopause, Abänderung oder einfach Wechseljahre: Die Phase, in welcher der weibliche Körper sich hormonell um- und schliesslich die Menstruation einstellt, hat viele Namen und viele Gesichter.
Hausmittel gegen Wechseljahrbeschwerden
Rund ein Drittel der Betroffenen spürt die Veränderungen deutlich – durch Hitzewallungen, Schweissausbrüche, Kopfschmerzen, Gelenkbeschwerden, verminderte Libido oder trockene Scheide.
Manche Frauen nehmen plötzlich schneller zu, dafür nimmt die Knochendichte ab. Und manchmal schlagen diese Veränderungen auch aufs Gemüt: Schlafstörungen, Niedergeschlagenheit, Unruhe, Gereiztheit und Stimmungsschwankungen sind nicht selten.
Mit diesen 6 einfachen Massnahmen können Sie die Beschwerden lindern.
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Hitzewallungen und Schweissausbrüche
Salbei kann beispielsweise die Schweissproduktion dämpfen, während Traubensilberkerze bei leichten bis mittleren Wallungen unterstützt.
Phytoöstrogene aus Soja, Leinsamen oder Rotklee zeigen bei manchen Frauen ebenfalls Wirkung. Auch Trockenbürsten und warm-kalte Fussbäder helfen, den Wärmehaushalt zu regulieren und das Einschlafen zu erleichtern.
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Stimmungsschwankungen und innere Unruhe
Pflanzliche Mittel wie Johanniskraut können leichte depressive Verstimmungen und Schlafprobleme abschwächen.
Beruhigende Kräutertees aus Baldrian, Hopfen oder Melisse entspannen und fördern die Schlafqualität.
Wer tagsüber oft unter Nervosität leidet, profitiert zusätzlich von grünem Hafer oder Passionsblume.
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Schlafstörungen
Schwierigkeiten beim Ein- oder Durchschlafen lassen sich häufig mit beruhigenden Tees aus Hopfen, Melisse oder Baldrian verbessern.
Auch wechselwarme Fussbäder wirken ausgleichend auf das vegetative Nervensystem und helfen, abendliche Unruhe zu senken.
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Scheidentrockenheit
Bei trockenen Schleimhäuten können Joghurt-Tampons die Scheidenflora stärken. Sanfter sind Granatapfel- oder Hopfenzäpfchen aus der Apotheke, die lokal befeuchten.
Ergänzend lohnt sich eine Ernährung mit Omega-3- und Omega-6-haltigen Ölen wie Lein-, Hanf- oder Rapsöl, die die Schleimhäute von innen unterstützen.
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Verminderte Libido
Wenn die Lust nachlässt, hilft manchmal ein Blick auf den Energiehaushalt: Pflanzen wie Rosenwurz gelten als natürliche Kraftspender, während Brennnessel durch ihren Eisengehalt anregend wirken kann.
Eine zinkreiche Ernährung – etwa mit Nüssen, Käse, Eiern oder Fisch – unterstützt zudem die Testosteronproduktion, die auch bei Frauen eine Rolle für Libido und Erregbarkeit spielt.
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Verdauungsbeschwerden
Bitterstoffhaltige Pflanzen wie Löwenzahn, Wermut oder Tausendgüldenkraut bringen den Darm in Schwung.
Ingwer oder Kamille beruhigen Magen und Darm. Oft reicht schon eine Tasse dieser Tees nach dem Essen, um Blähungen und Völlegefühl zu mildern.