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Stress und Entspannung

Burn-out: «Klar abgrenzen ist der erste Schritt»

Pascal Brotzer ist erst 29, als er wegen eines Burn-outs zusammenbricht. In der Psychiatrie begreift er: So darf es nie wieder werden.

Text: Helwi Braunmiller, Fotos: Kostas Maros

«Druck in der Brust, Schwindel, ein Gefühl wie Liebeskummer – nur mal tausend»: Schon am Morgen war mir klar, dass etwas nicht stimmte. Auf offener Strasse bin ich grundlos in Tränen ausgebrochen. Ich habe nicht verstanden, was los ist, und bin verängstigt zu meinen Eltern gefahren. Meine Mutter wollte, dass ich bis Sonntag bleibe. Als ich realisiert habe, dass ich nun drei Tage freihabe, bin ich zusammengebrochen: Ich konnte nicht mehr sprechen, bin ohnmächtig geworden, konnte nicht mehr gehen. Burn-out, Kreislaufzusammenbruch – mit 29.

Der Arzt kommentierte mein Blutbild mit: ‹Entweder sind Sie gerade einen Marathon gerannt oder Sie laufen schon lange über Ihrem Limit. Schlafen Sie überhaupt noch?› Zu diesem Zeitpunkt hatte ich bereits zwei Jahre durchgearbeitet – ohne Ferien, ohne freie Wochenenden. Neben meinem 100-Prozent-Job hatte ich ein Surfmagazin aus dem Boden gestampft und waveup entwickelt und vorangetrieben – mein ‹Baby›. Manchmal hatte ich zwei Tage lang das Essen vergessen.

«Manchmal habe ich zwei Tage lang das Essen vergessen.»

Ich war immer der Ansicht, dass Stress ‹part of the game› sei. Wenn mein 30-Millionen-Herzensprojekt gestemmt werden solle, dann gehöre das einfach dazu. Das Problem: Mein Hirn ratterte permanent. Vor allem der immer grösser werdende Druck wuchs mir über den Kopf. Und den hatte ich mir ganz allein gemacht.

Der Killer aber war für mich, all die ehrenamtlichen und neuen Partner permanent bei der Stange zu halten. Nach Sitzungen war ich komplett ausgelaugt. Symptome meiner Überlastung – Schwindel, Zittern, Sehstörungen – habe ich als Unterzuckerung abgetan. 

Nach meinem Zusammenbruch letztes Jahr war klar: So was will ich nie wieder erleben. Auf eigenen Wunsch ging ich zwölf Wochen in eine psychiatrische Einrichtung.  

«Wenn in meiner Papieragenda keine Termine mehr Platz haben, ist mein Tag eben voll.»

In der Klinik war ich mit Abstand der Jüngste. Man ist dort wie in einer Blase, einer Traumwelt. Dort geht es einem schnell wieder besser, man hat das Gefühl, man hätte sein Leben wieder im Griff. Aber alle Patienten haben Angst vor ihrer Entlassung – weil draussen der Alltag wartet. Denn dann heisst es: Schön, dass es wieder besser geht und weiter geht`s. Deshalb konnten viele meiner Mitpatienten ihre Verhaltensmuster nicht durchbrechen und waren schon mehrmals in der Klinik.

Ich habe für mich begriffen: Ich kann nicht den Job ändern, aber die Art, wie ich arbeite. Klar abgrenzen ist dabei der erste Schritt. Ich bin von Zürich nach St. Gallen gezogen. Die Arbeit lasse ich jetzt gedanklich am Arbeitsplatz in Zürich zurück. Ich treffe mich wieder mit alten Freunden und habe wieder Zeit für eine Freundin. Einmal am Tag mache ich Achtsamkeitsübungen, die mich beruhigen. Und dann gibt es noch eine simple Veränderung: Ich führe eine schöne, altmodische Papieragenda. Wenn keine Termine mehr Platz haben, ist mein Tag eben voll.»