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Stress und Entspannung

Die Kunst, Yoga im Alltag anzuwenden

Yoga gehört zu den bekanntesten Entspannungsmethoden. Doch wie bei allem gilt auch bei dieser Form der Stressbewältigung: Es gibt ein Zuviel des Guten. Das erfuhr der erfahrene Yogalehrer Bruno Dietziker am eigenen Körper.

Text: Julie Freudiger, Fotos: Kostas Maros

«Stress ist etwas Individuelles. Manchmal muss man sich auch fragen: Warum bin ich so gestresst? Wem will ich damit gefallen? Auch ich hatte in meinem Leben einige Stressmomente.

Als ich 19 Jahre alt war, riet mir mein Arzt, den Beruf zu wechseln. Er habe noch niemanden in meinem Alter gesehen, dessen Nerven so überstrapaziert seien. Damals arbeitete ich als Devisenhändler. Nach einem Jahr im Handelsraum zitterte ich am ganzen Körper, konnte nicht mehr schlafen, nicht abschalten. Ich befolgte den Rat, kündigte, packte meinen Rucksack und flog nach Amerika.

«Gestresst fühlte ich mich nie. Denn was ich tat, tat ich mit Hingabe und Freude.»

Der Weg zum renommierten Yogalehrer

In den USA lebte ich ein paar Monate in einem Nationalpark. Wochenlang sass ich auf einem Hügel, fixierte einen Punkt in der Ferne und genoss die Ruhe. Damals wusste ich noch nicht: Das ist eigentlich eine Yogatechnik. Es machte mich einfach glücklich und gab mir einen tiefen, inneren Frieden. Meine Reise führte mich weiter durch Länder wie Indien, Nepal, Tibet und Sri Lanka, wo ich in einem buddhistischen Kloster lebte. Zum Yoga kam ich mit 20 Jahren durch eine Reisebekanntschaft. Fortan übte ich täglich. Meine erste Yogaschule, die ich 1987 in Irland eröffnete, hatte ich nicht von langer Hand geplant, sie fühlte sich aber von Beginn an wie die Bestimmung meines Lebens. Innerhalb kurzer Zeit besuchten wöchentlich an die tausend Leute meine Klassen und bald hatte ich am prominentesten Ort in Dublin ein zweistöckiges Yogastudio. Zu meinen Schülern gehörten weltbekannte Künstler und Musiker wie Sting und Bono. Gestresst fühlte ich mich nie. Denn was ich tat, tat ich mit Hingabe und Freude.

Kein Ausweg aus der Überlastung

Nach 17 Jahren auf Reisen kehrte ich in die Schweiz zurück. Und wieder wurden meine Yogaklassen regelrecht überrannt. Als ich nach intensiven Jahren merkte, dass ich nicht mehr mit demselben Herzblut bei der Sache war, wusste ich, was zu tun war: Ich gab das Studio auf und nahm eine Auszeit. Aber als ich ein Jahr später eine viereinhalbjährige Yogalehrer-Ausbildung ins Leben rief, ging ich weit über meine Grenzen. Ich hatte den Aufwand unterschätzt: ein umfassendes Skript schreiben, den Ablauf planen, Schüler, Gastdozenten und Schulungsräume koordinieren. Oft arbeitete ich bis drei Uhr morgens. Um vier Uhr stand ich wieder auf, um selbst Yoga zu praktizieren. Ich hatte keine Freizeit mehr, war oft erkältet, mein Körper war ausgelaugt. Doch dieses Mal gab es den Ausweg nicht, alles abzubrechen, ich hatte einen Fünfjahresvertrag mit meinen Schülern. Yoga ist mein Leben – ob ich 10 oder 20 Stunden arbeite, spielt für mich keine Rolle. Wichtig dabei ist aber, dass die Hingabe nicht verloren geht. Was damals definitiv der Fall war.

Methode gegen Stress

Mittlerweile habe ich wieder zur Work-Life-Balance gefunden und kann das Ausbilden und zusätzliche Unterrichten – einmal pro Woche – geniessen. Ich mache nur noch, was mir Freude bereitet, und gehe mit Belastung bewusst um. Yoga lebe ich heute weniger auf der Matte, dafür umso mehr im täglichen Leben. Denn Yoga ermöglicht es uns, einen Schritt zurückzutreten und uns selbst zu beobachten. Was passiert, wenn ich agiere statt re-agiere? Deshalb will ich Leute ausbilden: Sie sollen sich und ihren Mitmenschen helfen können, ein sinnvolles Leben zu leben. Im Alltag Yoga anzuwenden, das ist die grosse Kunst.»