Dossier: Trendsport

Digital zusammen trainieren: Apps fürs Workout

Sie lieben Trainings-Apps, vermissen aber die Gruppendynamik? Social-Workout-Apps können die Lösung sein. Mit ihnen trainieren Sie bequem daheim – und trotzdem gemeinsam mit anderen. Wir stellen die beliebtesten vor.

Text: Paul Drzimalla; Foto: iStock

Trainings-Apps boomen. Waren sie in der Corona-Pandemie noch eine Notlösung fürs Workout im Fitnessstudio oder im Verein, haben sie inzwischen ihren festen Platz bei vielen Sportler:innen. Mit einem grossen Nachteil: nicht jede:r sportelt gern allein daheim. Und nicht nur der Spass am Training kann leiden, sondern auch die Effizienz: Studien belegen, dass man in der Gruppe intensiver trainiert. Beispielsweise zeigte sich, dass Probanden in der Gruppe 24 Prozent länger im Plank blieben als allein. Für alle, die also das zeitsparende und bequeme Training daheim mit App nicht mehr missen möchten, aber die Motivation im Gruppentraining suchen, sind die folgenden «Social Workout Apps» ein guter Kompromiss. 

Welche Trainings-App ist die Richtige?

Den Überblick im mittlerweile riesigen App-Angebot zu behalten, ist gar nicht so einfach. Einige sind hochspezialisiert, andere bieten eine breite Fülle an Features. Auch in der Leistung und im Preismodell unterscheiden sie sich. Die folgenden Apps sind besonders beliebt – jede hat einen bestimmten Fokus, viele sind zumindest in der Basisversion gratis*.

Ob Rennvelo fahren, biken oder laufen – überall, wo eine Strecke zurückgelegt wird, ist Strava zur Stelle. Die App kann Strecken planen und aufzeichnen. Vor allem aber bietet sie die Möglichkeit, sich mit anderen zu verbinden und zu vergleichen. Strava bezeichnet sich deshalb selbst als soziales Netzwerk für Sportler:innen. So lassen sich Wettkampf- und Trainingsaktivitäten gegenseitig verfolgen, kommentieren und bei tollen Leistungen Kudos verteilen.

Die App für Android und iOS ist gratis, eine Mitgliedschaft für 60 Franken im Jahr bietet unter anderem persönliche Heatmaps (Strecken, die am häufigsten frequentiert werden), die Integration von Velocomputern und Wearables sowie Analysedaten.

Für alle, die aus ihrem Rennrad zu Hause das Maximum herausholen wollen, ist Zwift die App der Wahl. Wobei die App nur ein Teil des Systems ist, denn zur Nutzung von Zwift braucht es ein kompatibles Trainerbike, entweder als Rolle für das normale Rennvelo oder als eigenständiges Smart Bike. Auch Laufbänder werden unterstützt. 

Einmal installiert, versetzt Zwift Fahrer:innen oder Läufer:innen in virtuelle Welten, in denen sie alleine oder mit der Community antreten. Die Daten lassen sich mit Strava verknüpfen. Zwift gibt es für Android und iOS sowie für Mac und Windows. Kostenpunkt für das Abo: 14.99 US-Dollar pro Monat.

Keine Zeit für lange Trainings? Die Seven App stellt jeden Tag ein Workout zusammen, das in sieben Minuten erledigt ist. Maximale Wirkung in minimaler Zeit. Wer noch den kleinen Extra-Ansporn braucht, kann Freunde herausfordern.

Die Seven App ist für Android und iOS gratis erhältlich. Allerdings kosten verschiedene Trainings 11.99 Euro. Zudem gibt es die Mitgliedschaft im «7 Club» für 39.99 Euro im Jahr mit persönlichen Trainingsempfehlungen. 

Bei Virtual Mission legen Trainierende echte Strecken zurück. Aber virtuell. So geht`s: Man setzt sich ein individuelles Ziel auf der Weltkarte – und diesem Ziel nähert man sich dann in Etappen. Und zwar je nach Gusto laufend, schwimmend oder radelnd. My Virtual Mission addiert Einheit um Einheit der bewältigten Kilometer. Auf der Karte lässt sich der Fortschritt verfolgen und in der App mit Freunden teilen, mit denen man das Ziel gemeinsam erreichen oder gegen die man auf der gleichen Strecke antreten kann. 

My Virtual Mission ist gratis für iOS und Android erhältlich.

*Preise Stand November 2022 und ohne Gewähr. Zum Teil sind Monatsabos erhältlich.