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Das Blut: Mythen und Fakten

Es versorgt unseren Körper mit Sauerstoff und Nahrung. Es entschlackt, schliesst Wunden, wärmt und schützt vor Infektionen. Kurz: Ohne Blut kann kein Mensch überleben. Was aber wissen wir über das Lebenselixier?

Text: Katharina Rilling; Foto: iStock

Wie viel Blut fliesst durch unsere Adern?

Viele wissen: Der Mensch besteht zur Hälfte aus Wasser. Doch wie viele Liter Blut fliessen eigentlich durch unseren Körper? «Das kommt auf das Gewicht und die Grösse an», sagt Wolfram Weinrebe. «Ein durchschnittlich schwerer Mensch hat ein Blutvolumen von etwa 5 bis 8 Prozent seines Körpergewichts.» Bei einem Mann, der 70 Kilogramm wiegt, sind das etwa 5 Liter. Übrigens: Frauen haben rund 1 Liter weniger Blut als Männer.

Wie viele Liter Blut pumpt das Herz pro Tag durch den Körper?

«Rund 10’000 Liter», so Weinrebe. «Viel wichtiger ist aber der Wert 5 Liter pro Minute für uns auf der Intensivstation. So können wir abschätzen, wie viel Blut jemand im Notfall braucht.»

Fun Fact: Alle drei Monate fliesst komplett neues Blut durch unsere Adern.

Woraus besteht Blut?

«Blut ist dicker als Wasser», sagt man. Und das hat auch einen im Labor messbaren Grund: Es besteht zu rund 45 Prozent aus festen Zellen und Teilchen. Diese schwimmen im Plasma, das die restlichen 55 Prozent ausmacht.

Rote Blutkörperchen, die sogenannten Erythrozyten, transportieren Sauerstoff von der Lunge ins Gewebe. Sie regeln auch den Abtransport der Abbaustoffe, die in den Zellen entstehen. Leukozyten, also die weissen Blutkörperchen, sind die Soldaten und die Putztruppe des Körpers; sie wehren Krankheitserreger ab und beseitigen abgestorbene Zellen. Blutplättchen, die Thrombozyten, braucht der Körper zur Blutgerinnung. Und Plasma ist eine nährstoffreiche Flüssigkeit, welche die Blutgerinnung und Infektabwehr beeinflusst, den Wasser- und Salzhaushalt im Lot hält, Gewebe entwässert und den Wärmetransport innerhalb des Körpers gewährleistet.

Warum ist Blut rot?

Eigentlich ist nur ein kleiner Anteil des Lebenselixiers rot. Verantwortlich für die Färbung sind die roten Blutkörperchen. Sie tragen ein eisenhaltiges Eiweissmolekül, das sogenannte Hämoglobin. Das darin enthaltene Eisen bindet Sauerstoff – durch eine chemische Reaktion zwischen Eisen und Sauerstoff erhält das Blut seine typische Farbe. 

Auch die meisten Tiere haben rotes Blut – aber nicht alle. Gliederfüsser wie Krebse und Spinnen sowie Weichtiere wie Muscheln und Tintenfische zum Beispiel haben blaues Blut. Der Grund? Anders als beim eisenhaltigen Hämoglobin wird der Sauerstoff im sogenannten Hämocyanin von Kupferionen gebunden. Diese lassen das Blut dann blau erscheinen. Einige Würmer haben violettes Blut. Und: In Neuguinea lebt eine Echsenart, durch die dank des Gallenfarbstoffs limettengrünes Blut fliesst – für den Menschen hochgiftig.

Haben Adelige blaues Blut?

«Wer blaues Blut hat, leidet mit ziemlicher Sicherheit an einer starken Vergiftung», so der Facharzt. «Durch adelige Adern floss natürlich kein blaues Blut.» Doch woher stammt die Redewendung? Adelige arbeiteten nicht unter der sengenden Sonne auf dem Feld. Daher bewahrten sie sich ihre vornehme Blässe. Unter heller Haut sind Adern besser sichtbar und schimmern bläulich. Daher nahm man an, dass Adelige wohl besonderes, nämlich blaues Blut haben müssten. 

Wie kommt der Mensch zu seiner Blutgruppe?

Blutgruppen werden vererbt und sind unveränderbar. Sie sind besonders wichtig bei Bluttransfusionen. Denn: Nicht jede Blutgruppe verträgt sich mit der anderen. Bis man diesen Fakt Anfang des 20. Jahrhunderts erkannt hatte, war eine Bluttransfusion ein lebensgefährliches Vabanquespiel. 

Das Blut wird klassisch in vier Gruppen unterteilt: A, B, AB und 0. Entscheidend dafür sind unterschiedliche Antigene, quasi spezielle Strukturen, die auf den Hüllen der roten Blutkörperchen sitzen. Ein Beispiel: Bei der Blutgruppe A sitzt nur das Antigen A auf den Blutkörperchen. Die Gruppe 0 hat gar keine. 

Daneben wird Blut mithilfe eines bestimmten Rhesusfaktors eingeteilt. Eigentlich gibt es im Rhesus-Blutgruppensystem 55 verschiedene Antigene, zum Beispiel D, C, c, E oder e. Besonders wichtig ist jedoch der Faktor D, da er sehr häufig, nämlich bei rund 85 Prozent aller Menschen, vorkommt. Menschen, die diesen Faktor im Blut tragen, gelten als Rhesus-positiv. Auch dies ist wichtig für die Bluttransfusion. 

Übrigens: Benannt ist das Rhesussystem nach den gleichnamigen Affen, die in den 1940er-Jahren bei der Erforschung des Blutes als Versuchstiere eingesetzt wurden.

Die verschiedenen Blutgruppen sind weltweit unterschiedlich stark vertreten (Quelle: Blutspende SRK Graubünden): 

  • A Rhesus positiv, ca. 40% der Menschen weltweit
  • A Rhesus negativ, ca. 7%
  • B Rhesus positiv, ca. 7%
  • B Rhesus negativ, ca. 1%
  • AB Rhesus positiv, ca. 3% 
  • AB Rhesus negativ, ca. 1%
  • 0 Rhesus positiv, ca. 35%
  • 0 Rhesus negativ, ca. 6%

Blutgruppen sind aber auch regional sehr unterschiedlich verteilt. In Mitteleuropa etwa findet man am häufigsten die Blutgruppen A und 0. Die Blutgruppe 0 kommt bei den Ureinwohnern Amerikas zu über 90 Prozent vor, in Asien dominiert die Gruppe B. 

Fun Fact: Auch Tiere haben verschiedene Blutgruppen, der Hund sogar deren zwölf. 

Was ist goldenes Blut? 

«Dabei handelt es sich um eine irreführende Bezeichnung, denn mit Gold hat das Ganze nichts zu tun», so Weinrebe. «Vielmehr sind es die Seltenheit und die Eigenschaften dieser Blutgruppe, die sie kostbar machen.»

Fehlen dem Blut alle 55 Merkmale des Rhesussystems, spricht man von Rh-Null. Menschen mit diesem Blutbild sind die idealen Spender – theoretisch. Da sie so extrem selten vorkommen, spielen sie im medizinischen Alltag aber keine Rolle. Schätzungsweise weniger als 100 Menschen weltweit haben goldenes Blut. Der Nachteil: Wer goldenes Blut hat, kann auch nur goldenes Blut empfangen. Daher spenden diese Menschen zunächst für sich selbst Blut – das dann für den medizinischen Notfall eingefroren wird. 

Werden Menschen mit bestimmten Blutgruppen häufiger krank?

Dr. med. Wolfram Weinrebe meint dazu: «Die Blutgruppe hat viel mit dem Immunsystem zu tun. Das sehen wir auch bei der Covid-Erkrankung: Bei den Blutgruppen Rhesus negativ und 0 ist die Wahrscheinlichkeit wohl etwas geringer, schwere Folgen davonzutragen. Menschen mit der Blutgruppe A sind tendenziell eher gefährdet.» Die Blutgruppe 0 soll auch gegen Malaria Vorteile besitzen. Zu 100 Prozent gesichert sind diese Erkenntnisse aber nicht und – Achtung – es spielen immer viele Faktoren wie etwa die Anzahl der Antikörper, das Alter, die Fitness und der Gesundheitszustand bei einer Infektion mit. 

Kann man Blut künstlich herstellen?

Fakt ist: Obwohl die Zusammensetzung von Blut bekannt ist, lässt es sich bis heute nicht im Labor produzieren. Viel zu komplex ist das Zusammenspiel seiner Bestandteile. Dennoch ist es heute möglich, einzelne Teilchen wie Gerinnungsfaktoren für Patienten mit der Bluter-Krankheit auf gentechnologischem Weg zu produzieren.

Wann brauchen wir fremdes Blut?

«Allgemein ist der Körper sehr gut auf Verletzungen vorbereitet. Er kann das Gerinnungssystem an der Stelle aktivieren, an der das Blut austritt. So lassen sich Wunden sehr effektiv schliessen – etwa innerhalb von drei Minuten», sagt der Facharzt. Wer allerdings viel Blut verliert, etwa infolge einer Gerinnungsstörung oder eines Unfalls, gerät schnell in Lebensgefahr. «Im Notfall wird zunächst das Volumen ersetzt und Blut gekreuzt, um Ersatz zu beschaffen. Blutbanken können innerhalb von Stunden das passende Blut liefern.» Kontrollierte und wiederholte Blutverluste wie Blutspenden bis zu 500 Milliliter werden vom Körper aber gut toleriert.

Kann Blut krank werden?

«Blutarmut und der Verlust von Blut, etwa durch Infektionen oder Tumore, sind ein grosses Thema bei uns im Spital", so Weinrebe. "Auch können die Blutzellen und einzelnen Teilchen chronisch erkranken, etwa bei Leukämie, mit Spitzen im frühen oder späten Alter, oder wenn die Blutgerinnung durch kranke Thrombozyten gestört ist.» 

Von einer sogenannten Anämie, einer Blutarmut, spricht man, wenn im Blut zu wenig rote Blutkörperchen und/oder zu wenig roter Blutfarbstoff vorhanden sind. Auslöser kann einerseits eine Mangelernährung (zu wenig Eisen, Vitamin B12 oder Folsäure), andererseits aber auch eine ernsthafte Erkrankung sein. Hat man eine Anämie wegen Eisenmangel, erkennt man diese oft an brüchigen Nägeln sowie entzündeten Mundwinkeln und Schleimhäuten. Man fühlt sich schlapp und müde. Spätestens wenn Blut im Stuhl oder Urin auftaucht, sollte man zum Arzt gehen. Denn: Besteht über einen längeren Zeitraum Blutarmut, kann das zu einer Herzmuskelschwäche führen. 

Wie viel Blut verlieren Frauen während der Periode?

«Schätzungen zufolge verlieren Frauen jedes Mal zwischen 30 und 100 Milliliter Blut», so Wolfram Weinrebe. «Die Menge ist also sehr unterschiedlich.» Der Körper der Frau ist in der Regel gut darauf eingestellt. Dennoch kann es sein, dass ein Eisenmangel auftritt. Frauen fühlen sich dann müde und abgeschlagen. Daher sollten sie ihren Hämoglobinwert regelmässig überprüfen lassen und falls nötig Eisentabletten einnehmen.

Meist gehen die monatlichen Blutungen zwischen dem 11. und 15. Lebensjahr los und begleiten die Frauen über Jahrzehnte hinweg. Rund 500 durchlebt frau laut Quarks in ihrem Leben, bis zu 30 Liter Blut verliert sie dabei im Durchschnitt. Rechnet man mit fünf Tagen Periode, blutet eine Frau insgesamt sieben Jahre lang. 

Kann der Genuss dunkler Schokolade den Bluthochdruck senken?

«Ja! Im Kakao sind sogenannte Flavonoide enthalten, welche die Blutgefässe elastisch halten und erweitern. Das senkt den Blutdruck», erklärt der Facharzt. Bei Milch- oder weisser Schokolade funktioniert das nicht. Der Kakaoanteil sollte nämlich mindestens 70 Prozent betragen. Es gilt: Je bitterer und dunkler, desto besser. Wermutstropfen: «Auch dunkle Schoggi ist kein Medikament, sondern ist und bleibt eine Süssigkeit, die zu Übergewicht führen kann. Und dies wiederum erhöht bekanntlich den Blutdruck.» 

Zieht «süsses» Blut Stechmücken an?

«Dazu gibt es meines Wissens keine gesicherten Erkenntnisse. Aber jeder hat im Alltag sicher schon die Erfahrung gemacht, dass Mücken gewisse Vorlieben zu haben scheinen. Manche Menschen werden öfter attackiert als andere», sagt der Arzt. Auch zum Thema Gin im Blut als Schutz gegen Mückenstiche seien die Erkenntnisse unsicher. Es könnte allerdings ein Fünkchen Wahrheit im Mythos stecken: Das Chinin im Gin Tonic wird aus der Rinde des Chinarindenbaums gewonnen und soll tatsächlich gegen Mücken helfen. Allerdings ist sein Gehalt im Getränk zu gering. Wer seinen Drink auf der Terrasse geniessen will, greift also lieber doch zum Mückenspray.    

Ist Blut ein Heilmittel?

Blut wird mystifiziert. Es steht seit jeher für Lebensenergie, Kraft und Gesundheit. Auch im Christentum trinkt man während des Abendmahls Wein, der Blut symbolisiert. «Das Trinken von echtem Menschen- oder Tierblut ist allerdings keine gute Idee. Wir vertragen es nicht, es ist sogar hochgefährlich wegen des hohen Proteinanteils. Dies kann zu Schockzuständen führen», erklärt der Arzt.