Vorsorgeuntersuchungen & Check-ups: Welche sind sinnvoll?
Mit der richtigen Vorsorge lassen sich viele Volkskrankheiten vermeiden. Deshalb lohnt es sich, mit den richtigen Check-ups frühzeitig in die eigene Gesundheit zu investieren.
Wer frühzeitig auf seine Gesundheit achtet, kann rund die Hälfte aller Volkskrankheiten vermeiden. Und auch für bereits bestehende Krankheiten gilt: Je früher Sie sie erkennen, desto grösser sind die Heilungschancen.
Das zeigt das Beispiel des Typ-II-Diabetes anschaulich: In den ersten Jahren nach der Diagnose können Betroffene ihren Blutzuckerstoffwechsel mit einer konsequenten Ernährungsumstellung und regelmässiger Bewegung meist normalisieren – später wird es schwierig.
Empfohlene Gesundheitschecks ab 20 Jahren
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Blutdruckmessung
Warum: Bereits junge Menschen können unter Bluthochdruck leiden. Die Ursachen sind oft eine ungesunde Ernährung, Alkohol- und Tabakkonsum, Bewegungsmangel oder chronischer Stress.
Wie oft: Für junge Menschen ohne weitere Risikofaktoren reicht es, den Bluthochdruck alle 2 bis 3 Jahre überprüfen zu lassen.
Grundversicherung: Vorsorge-Messungen, wie man sie in der Apotheke durchführen lassen kann, werden nicht erstattet.
Zusatzversicherung: Je nach gewählter Zusatzversicherung werden die Kosten für eine Blutdruckmessung übernommen. Weitere Informationen dazu finden Sie in der Leistungsübersicht Ihrer Zusatzversicherung.
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Blutwerte (bei erhöhtem Risikoprofil)
Warum: Ein solcher Check-up ist für junge Erwachsene dann sinnvoll, wenn sie ein erhöhtes Risikoprofil haben. Das heisst: Wenn sie an Übergewicht, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Beschwerden oder Diabetes leiden, familiär vorbelastet sind oder akute Beschwerden wie Müdigkeit haben oder infektanfällig sind.
Wie oft: jährlich
Grundversicherung: Bluttests als Vorsorge-Check-ups sind in der Grundversicherung nicht vorgesehen. Hingegen sind die Kosten bei Menschen mit einem erhöhten Risiko gedeckt, wenn ein Test aus ärztlicher Sicht notwendig ist.
Zusatzversicherung: Je nach gewählter Zusatzversicherung werden die Kosten für eine Blutdruckmessung übernommen. Weitere Informationen dazu finden Sie in der Leistungsübersicht Ihrer Zusatzversicherung.
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Impfstatus prüfen & auffrischen
Warum: Ab 20 Jahren lohnt es sich, den Impfstatus zu prüfen – da viele Basisimpfungen wie Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten nach 10 Jahren aufgefrischt werden müssen oder neue, den Lebensumständen entsprechende Impfungen dazukommen.
Wie oft: spätestens alle 10 Jahre oder wenn sich die Lebensumstände verändern (z. B. Kinderwunsch, Berufe im Gesundheitswesen/Pädagogik, Auslandsaufenthalte).
Grundversicherung: Sie zahlt alle vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) im Schweizerischen Impfplan empfohlenen Impfungen.
Zusatzversicherung: An Reiseimpfungen und Spezialimpfungen (z. B. Gelbfieber, Typhus, Tollwut, Hepatitis A bei Personen ohne besondere Risikofaktoren, Malaria-Prophylaxe) beteiligen sich die meisten Zusatzversicherungen. Weitere Informationen dazu finden Sie in der Leistungsübersicht.
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Zahnkontrolle
Warum: Regelmässige Kontrollen sind wichtig, weil dadurch Schäden an Zähnen und Zahnfleisch sowie Entzündungen im Mund früh erkannt werden – und Sie so grössere Eingriffe verhindern können.
Wie oft: 1-mal pro Jahr Karies- und Parodontitis-Kontrolle sowie Dentalhygiene. Menschen mit häufiger Karies in der Vorgeschichte, Parodontitis, vielen Füllungen/Kronen oder Diabetes sowie Raucher:innen sollten 2-mal im Jahr zur Vorsorge gehen.
Grundversicherung: Sie übernimmt nur Zahnkosten bei klar definierten Ausnahmen (z. B. bei schwerer Krankheit, Geburtsgebrechen, Unfall).
Zusatzversicherung: Zusatzversicherungen können einen Teil der Kosten übernehmen. Weitere Informationen dazu finden Sie in der Leistungsübersicht.
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Hautkrebs-Check (bei erhöhtem Risikoprofil)
Warum: Wird Hautkrebs im Frühstadium erkannt, liegen die Heilungschancen – insbesondere beim bösartigen Melanom – bei über 90 Prozent.
Wird der Krebs hingegen spät entdeckt, kann er in tiefere Hautschichten einwachsen, metastasieren und dann lebensbedrohlich sein. Hautkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen – und tritt häufig auch bei jüngeren Menschen auf.
Wie oft: Expert:innen empfehlen Risikopersonen, jährlich die Haut auf Veränderungen untersuchen zu lassen.
Grundversicherung: Die obligatorische Grundversicherung übernimmt Hautkrebs-Vorsorgeuntersuchungen bei Personen mit erhöhtem Risiko oder einer auffälligen Anamnese.
Zusatzversicherung: Zusatzversicherungen beteiligen sich an den Kosten für einen jährlichen Hautkrebs-Check-up. Weitere Informationen dazu finden Sie in der Leistungsübersicht.
Empfohlene Vorsorgeuntersuchungen ab 40 Jahren
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Blutzuckermessung
Warum: Zu hohe Zuckerwerte im Blut beschädigen die Arterienwände und erhöhen das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Erhöhter Blutzucker kann neben Herz und Gefässen auch Augen und Nieren beschädigen.
Wie oft: alle 3 Jahre
Grundversicherung: Die Grundversicherung zahlt Blutzuckermessungen nur, wenn ein medizinischer Verdacht oder ein konkretes Risiko besteht.
Zusatzversicherung: Zusatzversicherungen beteiligen sich im Rahmen ihrer Leistungen für Vorsorgeuntersuchungen an den Kosten.
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Cholesterinmessung
Warum: Erhöhte Blutfette bleiben lange unbemerkt, schädigen so die Gefässe und erhöhen das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall deutlich.
Wie oft: Fachstellen empfehlen gesunden Erwachsenen ohne bekannte Herz-Kreislauf-Erkrankung und ohne starke Risikofaktoren alle 3–5 Jahre einen Check-up.
Grundversicherung: Die Grundversicherung zahlt Cholesterin-Checks, nur, wenn sie Teil einer medizinisch notwendigen Abklärung sind.
Zusatzversicherung: Zusatzversicherungen beteiligen sich im Rahmen ihrer Leistung für Vorsorgeuntersuchungen an den Kosten.
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Augendruckmessung
Warum: Ab dem 40. Lebensjahr steigt das Risiko für den Grünen Star (Glaukom) deutlich an, ebenso für andere degenerative Augenveränderungen wie die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) oder den Grauen Star (Katarakt).
Wie oft: Bei gesunden Erwachsenen ab 40 Jahren wird eine augenärztliche Vorsorge in Abständen von 3 Jahren empfohlen; bei Risikofaktoren (z.B. Glaukom in der Familie, Diabetes, starke Kurzsichtigkeit) eher jährlich oder nach individueller Empfehlung.
Grundversicherung: Die Grundversicherung zahlt eine Augendruckmessung, wenn sie medizinisch begründet ist.
Zusatzversicherung: Zusatzversicherungen beteiligen sich im Rahmen ihrer Vorsorgepakete an den Kosten.
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Blutdruckmessung
Warum: Bluthochdruck kann die Arterien beschädigen und so das Risiko für einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder die Erweiterung der Schlagader (Aortenaneurysma) erhöhen.
Wie oft: Kardiologische Fachgesellschaften und Herzstiftungen empfehlen, den Blutdruck ab 40 Jahren bei gesunden Menschen ohne besondere Risiken 1-mal jährlich messen zu lassen (z.B. beim Hausarzt, Check-up oder in der Apotheke).
Grundversicherung: Vorsorge-Messungen, wie man sie in der Apotheke durchführen lassen kann, werden nicht erstattet.
Zusatzversicherung: Zusatzversicherungen übernehmen die Kosten für eine Blutdruckmessung im Rahmen ihrer Vorsorge-Pakete.
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Impfstatus prüfen & auffrischen
Warum: Viele Basisimpfungen wie Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten müssen nach 10 Jahren aufgefrischt werden. Zudem verlaufen bestimmte Infektionen mit zunehmendem Alter meist deutlich schwerer.
Wie oft: spätestens alle 10 Jahre oder wenn sich die Lebensumstände verändern (z. B. Kinder/Enkelkinder, Pflege von Angehörigen, Reisen, Anstellung im Gesundheits- oder Bildungswesen).
Grundversicherung: Sie zahlt alle vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) im Schweizerischen Impfplan empfohlenen Impfungen.
Zusatzversicherung: Zusatzversicherungen beteiligen sich an den Kosten für Reiseimpfungen und Spezialimpfungen (z. B. Gelbfieber, Typhus, Tollwut, Hepatitis A bei Personen ohne besondere Risikofaktoren, Malaria-Prophylaxe).
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Zahnkontrolle
Warum: Das Risiko für Parodontitis, Zahnverlust und aufwendige Behandlungen steigt. Konsequente Kontrollen sind zentral, weil sie so Schäden an Zähnen und Zahnfleisch sowie Entzündungen im Mund frühzeitig erkennen.
Wie oft: 1 Mal pro Jahr Karies- und Parodontitis-Kontrolle sowie dentalhygienische Pflege. Menschen mit häufiger Karies in der Vorgeschichte, Parodontitis, vielen Füllungen/Kronen, Diabetes sowie Raucher:innen sollten 2-mal im Jahr zur Vorsorge gehen.
Grundversicherung: Sie übernimmt nur Zahnkosten bei klar definierten Ausnahmen (z. B. schwere Krankheiten, Geburtsgebrechen, Unfall).
Zusatzversicherung: Zusatzversicherungen zahlen meist einen Teil an diese Vorsorgemassnahmen.
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Hautkrebs-Check (bei erhöhtem Risikoprofil)
Warum: Wird Hautkrebs im Frühstadium erkannt, liegen die Heilungschancen – insbesondere beim bösartigen Melanom – bei über 90 Prozent.
Wie oft: Expert:innen empfehlen Risikopersonen mit hellem Hauttyp, vielen Muttermalen oder Hautkrebs in der Familie, jährlich die Haut auf Veränderungen untersuchen zu lassen.
Grundversicherung: Die obligatorische Grundversicherung übernimmt Hautkrebs-Vorsorgeuntersuchungen bei Personen mit erhöhtem Risiko, z. B. familiäre Vorbelastung für Melanome oder bei einer auffälligen Anamnese.
Zusatzversicherung: Zusatzversicherungen beteiligen sich an den Kosten für einen jährlichen Hautkrebs-Check-up.
Empfohlene Vorsorgeuntersuchungen ab 50 Jahren
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Darmkrebsvorsorge
Warum: Ab 50 Jahren nimmt das Erkrankungsrisiko deutlich zu; ein Grossteil der Neuerkrankungen tritt im Alter von 50 bis 74 Jahren auf.
Wie oft: Ab 50 Jahren wird entweder alle 2 Jahre ein Stuhltest (FIT) oder alle 10 Jahre eine Darmspiegelung empfohlen.
Grundversicherung: Sie übernimmt die Kosten der Standard-Vorsorge bei Darmkrebs – abzüglich der Franchise.
In mehreren Kantonen (z. B. Ostschweiz, Waadt) gibt es organisierte Programme: Hier werden über 50-Jährige zum Screening eingeladen. In diesem Fall übernimmt die Grundversicherung meistens 90 Prozent der Kosten ohne Anrechnung der Franchise.
Bei Menschen mit erhöhtem Risiko (z. B. familiärer Darmkrebs, viele Polypen, chronisch-entzündliche Darmerkrankung) übernimmt die Grundversicherung in der Regel auch frühere und häufigere Darmspiegelungen.
Zusatzversicherung: Check-ups vor 50 Jahren und ohne familiäre Vorbelastung können meist über die Zusatzversicherung abgerechnet werden.
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Blutzuckermessung
Warum: Zu hohe Zuckerwerte im Blut beschädigen die Arterienwände und erhöhen so das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Erhöhter Blutzucker kann neben Herz und Gefässen auch Augen und Nieren beschädigen.
Wie oft: alle 3 Jahre
Grundversicherung: Die Grundversicherung zahlt Blutzuckermessungen nur, wenn ein medizinischer Verdacht oder ein konkretes Risiko besteht.
Zusatzversicherung: Zusatzversicherungen beteiligen sich im Rahmen ihrer Leistungen für Vorsorgeuntersuchungen an diesen Kosten.
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Cholesterinmessung
Warum: Erhöhte Blutfette bleiben meist lange unbemerkt – und schädigen so im Verborgenen die Gefässe und erhöhen das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall deutlich.
Wie oft: Fachstellen empfehlen für gesunde Erwachsene ohne bekannte Herz-Kreislauf-Erkrankung und ohne starke Risikofaktoren alle 3–5 Jahre einen Check-up.
Grundversicherung: Die Grundversicherung zahlt Cholesterin-Checks, nur, wenn sie Teil einer medizinisch notwendigen Abklärung sind.
Zusatzversicherung: Zusatzversicherungen beteiligen sich im Rahmen ihrer Leistung für Vorsorgeuntersuchungen an diesen Kosten.
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Augendruckmessung
Warum: Ab dem 50. Lebensjahr ist das Risiko für den Grünen Star (Glaukom) nochmals deutlich höher als mit 40 Jahren; ebenso für andere degenerative Augenveränderungen wie die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) oder den Grauen Star (Katarakt).
Wie oft: Bei gesunden Erwachsenen ab 50 Jahren wird eine augenärztliche Vorsorge in Abständen von 2 Jahren empfohlen; bei Risikofaktoren (z. B. Glaukom in der Familie, Diabetes, starke Kurzsichtigkeit) eher jährlich oder nach individueller Empfehlung.
Grundversicherung: Die Grundversicherung zahlt eine Augendruckmessung, wenn sie medizinisch begründet ist.
Zusatzversicherung: Zusatzversicherungen beteiligen sich im Rahmen ihrer Vorsorgepakete an diesen Kosten.
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Blutdruckmessung
Warum: Bluthochdruck kann die Arterien beschädigen und so das Risiko für einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder die Erweiterung der Schlagader (Aortenaneurysma) erhöhen.
Wie oft: Ab 50 Jahren empfehlen Fachgesellschaften einen halbjährlichen Rhythmus zur Kontrolle.
Grundversicherung: Vorsorge-Messungen, wie man sie in der Apotheke durchführen lassen kann, werden nicht erstattet.
Zusatzversicherung: Zusatzversicherungen übernehmen die Kosten für eine Blutdruckmessung im Rahmen ihrer Vorsorgeleistungen.
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Impfstatus prüfen & auffrischen
Warum: Auch ab 50 Jahren ist die Impfvorsorge wichtig, weil viele Basisimpfungen wie Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten nach 10 Jahren aufgefrischt werden müssen.
Ab 65 Jahren kommen zudem weitere Impfungen dazu: Pneumokokken, Zoster-Virus (Gürtelrose) und das respiratorische RS-Virus. Diese sind je nach Situation angezeigt, weil das Immunsystem schwächer wird, Infekte häufiger und die Verläufe wesentlich schwerer werden.
Wie oft: Basisimpfungen spätestens alle zehn Jahre oder wenn sich die Lebensumstände verändern (z. B. Kinder/Enkelkinder, Pflege von Angehörigen, Reisen, Anstellung im Gesundheits- oder Bildungswesen) oder chronische Krankheiten mit Immunschwäche dazukommen.
Die jährliche Grippeimpfung wird erst ab 65 Jahren empfohlen – oder früher bei chronischen Krankheiten oder Kontakt zu Risikopersonen.
Die Impfung gegen Pneumokokken, das Zoster- und RS-Virus sind Einmalabgaben.
Grundversicherung: Sie zahlt alle vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) im Schweizerischen Impfplan empfohlenen Impfungen. Für die empfohlenen Gruppen werden zudem die Impfstoffkosten gegen Pneumokokken sowie Zoster- und RS-Virus übernommen.
Zusatzversicherung: Reiseimpfungen und Spezialimpfungen (z. B. Gelbfieber, Typhus, Tollwut, Hepatitis A bei Personen ohne besondere Risikofaktoren, Malaria-Prophylaxe) werden von Zusatzversicherungen teils übernommen.
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Zahnkontrolle
Warum: Ab 50 Jahren steigt das Risiko für Parodontitis, Zahnverlust und aufwendige Behandlungen weiter an. Konsequente Kontrollen sind zentral, weil so Schäden an Zähnen und Zahnfleisch sowie Entzündungen im Mund frühzeitig erkannt werden.
Wie oft: 1 Mal pro Jahr Karies- und Parodontitis-Kontrolle sowie dentalhygienische Pflege. Menschen mit häufiger Karies in der Vorgeschichte, Parodontitis, vielen Füllungen/Kronen, Diabetes sowie Raucher:innen sollten zweimal im Jahr zur Vorsorge gehen.
Grundversicherung: Sie übernimmt nur Zahnkosten bei klar definierten Ausnahmen (z. B. schwere Krankheiten, Geburtsgebrechen, Unfall).
Zusatzversicherung: Zusatzversicherungen zahlen meist einen Teil dieser Vorsorgemassnahmen.
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Hautkrebs-Check (bei erhöhtem Risikoprofil)
Warum: Wird Hautkrebs im Frühstadium erkannt, liegen die Heilungschancen – insbesondere beim bösartigen Melanom – bei über 90 Prozent.
Wie oft: Expert:innen empfehlen Risikopersonen mit hellem Hauttyp, vielen Muttermalen oder Hautkrebs in der Familie, jährlich die Haut auf Veränderungen untersuchen zu lassen.
Grundversicherung: Die obligatorische Grundversicherung übernimmt Hautkrebs-Vorsorgeuntersuchungen bei Personen mit erhöhtem Risiko, z. B. familiäre Vorbelastung für Melanome oder bei auffälliger Anamnese.
Zusatzversicherung: Zusatzversicherungen beteiligen sich an den Kosten für einen jährlichen Hautkrebs-Check-up.
Empfohlene Vorsorgeuntersuchungen für Frauen
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Gynäkologische Vorsorge
Warum: Viele Erkrankungen der weiblichen Organe zeigen lange keine Symptome – das gilt insbesondere für Krebs am Gebärmutterhals, in der Gebärmutter, den Eierstöcken oder der Brust.
Wann: Ab etwa 18 Jahren oder wenn Frauen sexuell aktiv werden.
Wie oft: Für die gynäkologische Vorsorge ist eine Untersuchung alle 3 Jahre der offizielle Standard der Grundversicherung; medizinisch sinnvoll ist bei vielen Frauen trotzdem ein jährlicher Check-up, vor allem ab 40 Jahren.
Grundversicherung: Die gynäkologische Vorsorgeuntersuchung inklusive Krebsabstrich (Gebärmutterhalskrebs-Screening) wird von der obligatorischen Grundversicherung alle drei Jahre vergütet, abzüglich der Franchise.
Zusatzversicherung: Zusatzversicherungen bezahlen die Zwischenjahre (wenn jährlich zur Kontrolle gegangen wird) und zusätzliche Vorsorge ganz oder teilweise.
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Brustkrebsvorsorge
Warum: Brustkrebs ist die häufigste Krebsart bei Frauen. Die Vorsorge ist deshalb wichtig, weil sich diese Krebsform oft lange unbemerkt entwickelt und die Heilungschancen massiv besser sind, wenn sie früh entdeckt wird.
Wann: Brustuntersuchung ab dem ersten Besuch bei der Gynäkologin. Das Brust-Screening wird Frauen ab 50 Jahren empfohlen, bei familiärem Risiko für Brustkrebs schon früher.
Wie oft: Gynäkolog:innen empfehlen, die Brust im Rahmen der gynäkologischen Vorsorge mindestens alle 1–3 Jahre untersuchen zu lassen; viele raten vor allem ab 40 Jahren zu einem jährlichen Check, weil das Brustkrebsrisiko deutlich steigt.
Das Brust-Screening (Mammografie) sollte idealerweise alle 2 Jahre durchgeführt werden.
Bei der Brustkrebsvorsorge ist es zudem wichtig, die Brust selber regelmässig abzutasten.
Grundversicherung: In Kantonen mit einem Mammografie-Screening-Programm können sich Frauen ab 50 alle 2 Jahre vorsorglich untersuchen lassen. Dies übernimmt die Grundversicherung. Die Franchise wird zudem erlassen. Bei jüngeren Frauen mit erhöhtem familiärem Risiko bezahlt ebenfalls die Grundversicherung.
Zusatzversicherungen: In allen anderen Fällen übernehmen Zusatzversicherungen die Kosten für Mammografien.
Empfohlene Vorsorgeuntersuchungen für Männer
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Prostatakrebsvorsorge
Warum: Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart beim Mann, in vielen Ländern macht er etwa einen Viertel aller neu diagnostizierten Krebserkrankungen bei Männern aus. Wird Prostatakrebs früh erkannt, ist er gut therapierbar und in den meisten Fällen heilbar.
Wann: Regelmässige Screenings sind bei Männern ab 50 Jahren empfohlen. Haben direkte Verwandte Prostatakrebs, sollte der erste Check bereits mit 45 Jahren erfolgen.
Wie oft: alle 1–2 Jahre
Grundversicherung: Für die Prostatavorsorge in der Schweiz bezahlt die Grundversicherung die ärztliche Abklärung, wenn sie medizinisch notwendig ist.
Zusatzversicherung: Zusatzversicherungen beteiligen sich an den Kosten.
Check-up beim Hausarzt: Was wird gemacht?
- Anamnese: Im Gespräch stellt die Hausärztin Fragen zu Beschwerden, Vorerkrankungen, Medikamenten, Vorgeschichte in der Familie (z.B. Herzinfarkt, Krebs, Diabetes), Rauchen, Alkohol, Bewegung, Ernährung und Stress-Belastung.
- Körperliche Untersuchung: Gewicht, Grösse, BMI, Blutdruck und Puls werden gemessen. Zudem: Abhören an Herz/Lunge, Abtasten des Bauches und allenfalls einfache neurologische und orthopädische Checks.
- Laborwerte: Häufig werden Blutzucker und Langzeit-Blutzucker (HbA1c) sowie Blutfette (Cholesterin, Triglyzeride) gemessen. Je nach Situation werden ein Blutbild gemacht, Nieren- und Leberwerte sowie Schilddrüsenwerte geprüft und bei Bedarf wird der Urinstatus ermittelt.
- Impfstatus: Check anhand des Impfausweises, ob gewisse Basisimpfungen aufgefrischt werden müssen.
- Herz-Kreislauf-Risikoprofil: Basierend auf den ermittelten Werten wird das Risiko für Herz-Kreislauf-Probleme eingeschätzt.
- Altersgerechte Prävention: Bei Patient:innen ab 40 Jahren berät der Hausarzt zudem Frauen bezüglich der Brustkrebsprävention und Männer zur Früherkennung von Prostatakrebs.
Wichtige Neuerung 2026: Impfungen ohne Franchise
Alle von der Grundversicherung anerkannten Standard-Impfungen sind ab 1. Januar 2026 von der Franchise befreit. Das bedeutet: Sie zahlen nur noch den Selbstbehalt.
Zu diesen Standardimpfungen gehören etwa die Impfungen gegen Diphtherie, Tetanus, Masern, Pneumokokken, Meningokokken oder Covid-19.
Zusätzlich übernimmt die Grundversicherung neu die RSV-Impfung für Schwangere, damit Neugeborene durch mütterliche Antikörper von Geburt an geschützt sind.
Häufige Fragen
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Was sind die Vorteile von regelmässigen medizinischen Check-ups?
Regelmässige medizinische Check-ups helfen, Erkrankungen möglichst früh zu erkennen, Risiken gezielt zu senken und langfristig Lebensqualität und Behandlungschancen zu verbessern.
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Wie bereite ich mich auf eine Vorsorgeuntersuchung vor?
Schreiben Sie auf, was Sie alles an Medikamenten, pflanzlichen Mitteln und Supplements zu sich nehmen und seit wann Sie welche Beschwerden haben. Bringen Sie zudem vorhandene Arztberichte, Laborbefunde, Bildgebung und Impfpass mit.
Erstellen Sie eine Übersicht der wichtigsten bisherigen Erkrankungen, Operationen, Allergien sowie relevanten Vorgeschichten in der Familie (z. B. Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs, Diabetes).
Nehmen Sie sich ebenfalls einen Moment Zeit, um sich Ihre Fragen zu notieren, die Sie an die Ärztin oder den Arzt haben. Und: Wenn Blut abgenommen wird, sollten Sie vorher 8 bis 12 Stunden nichts gegessen haben. Fragen Sie also die Praxis vorab, ob Sie nüchtern erscheinen müssen.
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Welche Untersuchungen sind für Raucher:innen wichtig?
Für Raucher:innen sind vor allem Herz-Kreislauf-Checks, Lungen-Diagnostik und Krebsvorsorge an Lunge und Kopf-Hals-Bereich zentral – zusätzlich zur normalen Vorsorge wie bei Nichtraucher:innen.
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Sind die Ergebnisse der Check-ups immer verlässlich?
Check-ups sind hilfreich – aber nicht unfehlbar: Ergebnisse sind nie zu 100 Prozent verlässlich, weil es immer Fehl-Negative («übersehen») und Fehl-Positive («falscher Alarm») geben kann.
Vorsorge-Check-ups sind jedoch gut darin, häufige Probleme wie Bluthochdruck, erhöhte Blutzucker- oder Cholesterinwerte zu erkennen, bevor Symptome auftreten.
Die Befunde werden dann von Ihrer Ärztin eingeordnet und mit Ihren Risikofaktoren verknüpft, sodass sinnvolle nächste Schritte geplant werden können.
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Was kostet eine Darmspiegelung in der Schweiz?
Eine Darmspiegelung (Koloskopie) kostet in der Schweiz zwischen etwa 600 und 1500 Franken, wenn man sie komplett selbst bezahlt. Die Kosten hängen von folgenden Faktoren ab: Ort, Narkose und Vorkommen von Polypen, die entfernt und im Labor untersucht werden müssen.