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Monat Feiern und geniessen Weihnachten im Kloster Weihnachten und Silvester mal anders Genuss aus philosophischer Sicht Tipps für friedliche und stressfreie Festtage Genuss gibt es auch in der Gassenküche in Zürich Entspannte Weihnachten Interview mit René Rindlisbacher Leben mit Herzschwäche Testimonial: Alejandro Iglesias Testimonial: Hana Disch Testimonial: Patrizio Orlando Reiseapotheke und Impfungen Heuschnupfen Die drei Phasen des Glücks Sieben Tipps für mehr Glück im Alltag Kinder und Langeweile Online-Sucht Dry January Entscheidungen Auswandern Eine Niere spenden Spitalreportage Entscheidungstipps Entscheidungen fürs Leben Geocaching Sexualität Erektionsstörungen Jugendliche und Sexualität Queere Pfarrerin Geschlechtskrankheiten Dragqueen Paprika Was bedeutet LGBTQIA? HPV Gendermedizin Mara: im falschen Körper geboren Angehörige von trans Menschen PMS Phytotherapie Was ist Dyslalie? 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Das 1×1 der Ersten Hilfe

Warum handeln manche Menschen bei Notfällen ruhig und besonnen, während andere wie gelähmt sind? Der Schlüssel sind Wissen und Erfahrung. Fünf Tipps, um Ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse aufzufrischen.

Text: Jessica Braun; Foto: iStock

Ein Sturz von der Leiter, plötzliche Atemnot, Ohnmacht: Die Wahrscheinlichkeit, mit einer medizinischen Notfallsituation konfrontiert zu werden, ist hoch. Knapp ein Drittel der Schweizer hat bereits einen Notfall im nahen Umfeld miterlebt. Schnell zu helfen ist dann moralisches Gebot.

Jemanden verletzt oder bewusstlos zu sehen, kann jedoch beängstigend sein. Laut einer Studie des Schweizerischen Roten Kreuzes fühlen sich die Hälfte der Befragten unsicher, wie man sich richtig verhält – weil ihnen das nötige Wissen fehlt oder der letzte Erste-Hilfe-Kurs schon zu lange her ist.

«Der grösste Fehler, den man machen kann, ist jedoch, nichts zu tun», sagt Franz Keggenhoff. In seiner Zeit als Lehrbeauftragter für das Deutsche Rote Kreuz hat er etliche Helfer ausgebildet. Dass sich Menschen, die in Erste-Hilfe-Massnahmen ungeübt sind, unsicher fühlen, sei völlig normal, sagt er. «Ein Notfall ist keine alltägliche Situation.»

Auch ohne solides Training seien die meisten jedoch in der Lage, das Richtige zu tun. «Wer den Notruf alarmiert und einer verletzten Person die Hand hält, leistet bereits Erste Hilfe. Und selbst die spezielleren Handgriffe machen die meisten Menschen intuitiv richtig.» In seinem Buch «Erste Hilfe – Das offizielle Handbuch» (Südwest Verlag) beschreibt er typische Not- und Unfälle und was in solchen Situationen zu tun ist. Wir stellen Ihnen die häufigsten Situationen vor. 

Ansprechen: «Die meisten Menschen können antworten und erklären, was passiert ist und wie es ihnen geht», sagt Franz Keggenhoff. 

Atmung checken: Ist die Person bewusstlos, muss man prüfen, ob sie atmet. Atmet sie normal, bringt man sie erst vorsichtig in die sogenannte stabile Seitenlage und ruft dann den Rettungsdienst. 

Notruf 144: Atmet die Person nicht, alarmiert man zuerst die Rettungsleitstelle oder sorgt dafür, dass jemand anderes dies tut, und beginnt mit der Wiederbelebung. 

Herzdruckmassage: Brust freilegen und dann die beiden übereinandergelegten Handballen in der Mitte des Brustbeins etwa 5 Zentimeter in den Brustkorb drücken. 

Optimaler Rhythmus: «Stayin’ Alive» von den Bee Gees. Wer die Beatmung beherrscht, kann diese durchführen. Laien beschränken sich auf die kontinuierliche Massage, bis die Rettungskräfte übernehmen.  

Defibrillator einsetzen: Sind mehrere Helfer zur Stelle, sollte jemand einen Defibrillator holen und sich damit vertraut machen. «Keine Angst vor dem Gerät», sagt Franz Keggenhoff. «Dieses sagt einem Schritt für Schritt, was zu tun ist.» Vor der Schockabgabe unbedingt die Herzdruckmassage einstellen und zurücktreten!

Alle 30 Minuten erleidet im Durchschnitt ein Mensch in der Schweiz einen Schlaganfall. Dieser auch als Hirnschlag bekannte Notfall ist zeitkritisch, denn das Gehirn wird nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Ist das Lächeln eines Mannes plötzlich schief, kann dieser den Arm nicht mehr heben oder hat er Schwierigkeiten, einen Satz nachzusprechen, sind das typische Anzeichen.

Bei Frauen können diese Symptome ebenfalls auftreten, häufig äussert sich der Schlaganfall jedoch auch durch Übelkeit, Kurzatmigkeit, Brust- und Kopfschmerzen. Bei einem Schlaganfall sollte man sofort den Rettungsdienst informieren und auf die Symptome verweisen. Dieser kann den Patienten oder die Patientin direkt in ein Krankenhaus mit einer sogenannten Stroke Unit bringen, die auf Schlaganfälle spezialisiert ist. 

Bis die Rettungsleute eintreffen, sollten Betroffene mit erhöhtem Oberkörper sitzen und enge Kleidung gelockert werden. «Auf keinen Fall etwas zu trinken geben», warnt Franz Keggenhoff. «Das Schlucken könnte gestört sein.»

Knapp 5 Liter Blut pumpt ein gesundes Herz pro Minute. Beim Herzinfarkt verschliesst sich ein Herzkranzgefäss. Das Herz bekommt zu wenig Blut und Sauerstoff. Bei starken Brustschmerzen, Angstgefühlen und kaltem Schweiss – Frauen berichten eher von einem Druck- oder Engegefühl in der Brust, Übelkeit oder Erbrechen – gilt es, sofort den Notdienst zu rufen und auf einen möglichen Herzinfarkt hinzuweisen. Sogenannte Chest Pain Units können dann gleich mitgebracht werden. Wichtig: Betroffene möglichst beruhigen.

Bei Hitze zu wenig getrunken oder sich überanstrengt? Das kann zu einem Kreislaufversagen führen. «Ist die Person bei Bewusstsein, sollte man ihr Flüssigkeit verabreichen und sie dann mit leicht erhöhten Beinen auf den Rücken legen.» Friert die oder der Betroffene, gilt es, sie warm zu halten.

Wichtig: Ohnmächtigen nichts zu trinken geben, sondern den Notdienst rufen und regelmässig die Atmung prüfen. 

Schwindel, Übelkeit und ein hochroter, schmerzender Kopf sind Anzeichen für einen Sonnenstich. Zu viel Sonne kann die Hirnhaut so stark reizen, dass sie anschwillt. «Auch ein steifer Nacken kann ein Hinweis sein», sagt Keggenhoff.

Betroffene müssen raus aus der Sonne. Am besten bringt man sie an einen kühlen Ort oder zumindest in den Schatten. Der Oberkörper sollte erhöht gelagert werden. Nasse Tücher auf dem Kopf lindern die Symptome. Auch trinken ist ratsam – allerdings nur dann, wenn der oder die Betroffene bei klarem Bewusstsein ist. Wie bei allen Notfällen sollten Ersthelfer regelmässig prüfen, ob die Person atmet und ansprechbar ist.