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Warum Menschen schwindeln

Seit Pinocchio weiss jedes Kind: Ehrlichkeit ist eine Tugend. Doch die Lüge ist viel besser als ihr Ruf. Es gibt durchaus gute Gründe, zu schwindeln. Warum Menschen lügen und wie man Lügner erkennt, verrät Lügenexpertin und Autorin Andrea Haefely.

Autor: Julie Freudiger; Foto: Jametlene Reskp/Unsplash

Frau Haefely, wann haben Sie das letzte Mal gelogen?

Heute morgen habe ich in einer Besprechung nicht ganz alles gesagt, was ich dachte. Etwas zu verschweigen ist auch eine Art des Lügens. Oft tun wir das in Form von Höflichkeitslügen. Zum Beispiel, wenn ich einer Kollegin sage, ihre neue Frisur sehe gut aus, obwohl sie ihr nicht steht.

Warum lügen wir in solchen Situationen überhaupt?

Der Mensch ist kein Einzelgänger, sondern wünscht sich Zustimmung aus seinem sozialen Umfeld. Lügen ist daher eine wichtige Sozialkompetenz, die zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und angenehmen Zusammenleben beiträgt. Eine Lüge kann auch den Job oder gar das Überleben sichern. Etwa wenn ein Eritreer seine Homosexualität verleugnet, weil Homosexuelle in seiner Heimat verfolgt werden.

Was ist denn die Definition einer Lüge?

Eine Lüge verfolgt immer einen bestimmten Zweck – in guter oder schlechter Absicht. Die eben erwähnten Höflichkeits- und Schutzlügen dienen in erster Linie dazu, sich oder das Gegenüber zu schützen. Schlechte Lügen sind dagegen entweder egoistisch motiviert, wenn sich jemand auf Kosten anderer einen Vorteil verschafft, oder schaden anderen sogar absichtlich. Schlechte Lügen sind Gift fürs Zusammenleben und -arbeiten, denn das Vertrauen geht verloren.  

«Nie zu lügen ist unmöglich – ausser man ist bereit, seine Freundschaften, seinen Job und auch mal ein blaues Auge zu riskieren.»

Einige Studien sagen, man lüge 200 Mal am Tag. Andere reden von 25 Mal täglich. Was stimmt?

Es gibt keine verlässlichen Werte, die für alle Menschen gelten. Für mich klingt 200 Mal unter gewissen Umständen aber durchaus realistisch, vor allem, wenn man auch das Verschweigen dazu zählt.

Glauben Sie jemandem, der behauptet, immer ehrlich zu sein?

Nie zu lügen ist unmöglich – ausser man ist bereit, seine Freundschaften, seinen Job und unter Umständen sogar mal ein blaues Auge zu riskieren. Der US-amerikanische Psychologe Brad Blanton, der für «Radical Honesty» wirbt, also für radikale Ehrlichkeit, kassierte mehrmals Ohrfeigen. Er behauptet, tiefe Beziehungen entstünden nur dann, wenn man immer und jederzeit ehrlich sei. Nach meiner Auffassung ist das aber purer Egoismus und nicht zielführend für ein harmonisches Miteinander.

In welchen Situationen darf oder sollte man ausdrücklich lügen?

Sowohl der Arbeitgeber wie der Vermieter darf mit sehr wenigen Ausnahmen nicht fragen, ob man schwanger sei, welche sexuelle Ausrichtung man habe, welcher Religion man angehöre oder welcher politischen Gesinnung man sei. Auf diese Fragen dürfen Sie ausdrücklich und von Gesetzes wegen mit einer Lüge antworten.

Schwindeln Frauen anders als Männer?

Laut Studien gibt es tatsächlich geschlechterspezifische Unterschiede: Frauen lügen eher zugunsten anderer, zum Beispiel für den Familienfrieden. Männer lügen im Gegensatz dazu eher aus egoistischen Gründen, um sich als erfolgreich darzustellen.

«Die Vorstellung, dass die Wahrheit besser sei als die Lüge, ist viel weniger stark verbreitet als das Gegenteil.»

Ist Lügen etwas typisch Menschliches oder schwindeln auch die Tiere?

Auch in der Tierwelt gibt es Lügner, wie verschiedene Studien und auch meine persönliche Erfahrung zeigen. Unser Hund bellte jeweils an der Tür, wenn wir in der Küche Fleisch zubereiteten. Sobald mein Vater nachsehen ging, stibitzte der Hund das Fleisch. Natürlich war niemand an der Tür. Unser Hund hat uns systematisch und zielgerichtet getäuscht. Und mein Vater ist immer wieder darauf reingefallen.

Zurück zu den Menschen: Wie erkenne ich, ob mich jemand anlügt?

Es gibt keine eindeutigen Indizien, nur Hinweise. Etwa wenn sich jemand an die Nase fasst, direktem Blickkontakt ausweicht oder stark schwitzt. Solche Anzeichen können aber auch irreführend sein. Vielleicht ist die Person durch die Befragung einfach gestresst. Die landläufige Vorstellung davon, wie ein Lügner aussieht, kann schlimme Folgen haben: In einigen Kulturen gehört es sich für Frauen nicht, fremden Männern direkt in die Augen zu blicken. Bei Befragungen von Flüchtlingen kann die Gleichung «kein Blickkontakt gleich lügen» verheerend sein.

Lügen ist also auch eine Frage der Kultur?

Unbedingt. Die gesellschaftliche Akzeptanz von Lügen ist von Kultur zu Kultur unterschiedlich. Dabei ist die Vorstellung, dass die Wahrheit besser sei als die Lüge, viel weniger stark verbreitet als das Gegenteil, wie soziokulturelle Studien besagen. In asiatischen und arabischen Ländern antwortet man zum Beispiel auf eine Frage lieber irgendetwas, als zuzugeben, dass man es nicht weiss. Keine Antwort auf eine Frage zu haben gilt als unhöflich. Und es bedeutet Gesichtsverlust.

Wie reagiere ich am besten, wenn meine Lüge auffliegt?

Wenn Sie auf frischer Tat ertappt werden, gestehen Sie am besten sofort alles und nicht scheibchenweise. So nehmen Sie Ihren Kritikern den Wind aus den Segeln. Der Imageschaden wird nur grösser, wenn Sie etwas monatelang abstreiten und am Ende die Wahrheit doch ans Licht kommt. Ein gutes Beispiel ist Bill Clinton, der die Affäre mit seiner Assistentin Monica Lewinsky trotz eindeutiger Indizien lange abgestritten hat. Es wurde für ihn viel peinlicher, als wenn er von Beginn an alles gestanden hätte. Und: Entschuldigen Sie sich so, dass sich das Gegenüber wertgeschätzt fühlt.