Menstruationsbeschwerden mit einfachen Hausmitteln lindern
Viele Frauen leiden vor und während ihrer Menstruation an Schmerzen, Krämpfen und Stimmungsschwankungen. Was hilft gegen die Zyklusbeschwerden? Tipps aus der Hausapotheke.
Eigentlich ist es ein natürlicher Vorgang, und trotzdem leiden viele Frauen jeden Monat wegen ihrer Regel. Körperliche Beschwerden wie krampfartige Schmerzen im Unterleib, die bis in den Rücken ausstrahlen können, Übelkeit, Kopfschmerzen oder Durchfall schränken den Alltag stark ein. Hinzu kommen psychische Symptome wie Gereiztheit, Energielosigkeit oder depressive Verstimmungen.
Und das während mehrerer Tage: Einige Beschwerden treten bereits vor der Menstruation ein, die Schmerzen erreichen ihren Höhepunkt ungefähr 24 Stunden nach Einsetzen der Blutung und klingen erst nach zwei bis drei Tagen langsam wieder ab.
6 Hausmittel gegen Menstruationsbeschwerden
Was kann Frau gegen die Zyklusbeschwerden tun? Wir stellen sechs Hausmittel vor:
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Mönchspfeffer bei PMS
Treten bereits vor der Menstruation psychische und körperliche Beschwerden auf, spricht man vom prämenstruellen Syndrom (PMS). Da die Symptome sehr vielfältig sind, ist eine Behandlung nicht immer einfach. Wirksam und gut untersucht sind Präparate aus Mönchspfeffer, die bei vielen Frauen PMS-Beschwerden lindern.
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Wärme gegen krampfartige Schmerzen
Unterleibskrämpfe und Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten Zyklusbeschwerden. Ein einfaches, aber effektives Mittel gegen krampfartige Schmerzen ist Wärme. Legen Sie eine Bettflasche oder ein Kirschkernkissen («Chriesisteisack») auf, gönnen Sie sich ein heisses Bad oder behelfen Sie sich mit einem Wärmepflaster für unterwegs.
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Krampflösende Kräutertees
Kräutertees mit Frauenmantel, Mönchspfeffer, Schafgarbe und Johanniskraut bringen Linderung bei Regelschmerzen. Lassen Sie sich Ihre Mischung entweder individuell in der Drogerie oder Apotheke zusammenstellen, oder greifen Sie auf fertige Teemischungen zurück.
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Magnesium entspannt
Um Krämpfen vorzubeugen, hat sich Magnesium bewährt. In natürlicher Form finden Sie den Mineralstoff etwa in grünem Blattgemüse, Haferflocken, Kürbiskernen und Nüssen. Oder Sie nehmen Magnesium als Nahrungsergänzungsmittel ein. Falls Sie während der Blutung an Durchfall leiden, sollten Sie mit der Dosierung vorsichtig sein.
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Lockernde Bewegungen
Während bei einigen Frauen Ruhe am besten hilft, ist für andere sanfte Bewegung oder gar Sport das richtige Mittel. Denn Bewegung regt die Durchblutung an, was wiederum die Muskulatur im Becken sowie im Rücken lockert und die Schmerzen beruhigt. Frische Luft und sanfte Bewegung hellen zudem die Stimmung auf.
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Lebensstil anpassen
Stress und Anspannung verstärken die Schmerzen während des Zyklus. Üben Sie sich deshalb etwas in Entschleunigung – auch schon an den Tagen vor der Blutung. Eine ausgewogene Ernährung, regelmässige Bewegung und ausreichend Schlaf wirken sich positiv auf den Zyklus aus.
Beata Telec, Fachärztin für Gynäkologie:
«Rezeptfreie Schmerzmittel und krampflösende Medikamente bringen oft schnell Linderung. Allerdings sollten Schmerzmittel nicht über eine lange Zeit eingenommen werden. Bei Zyklusschmerzen unterscheiden wir zwei Kategorien: die primären Regelschmerzen, wenn sich die Gebärmutter krampfartig zusammenzieht. Diese sind zwar unangenehm, aber harmlos. Die sekundären Regelschmerzen hingegen sind ein Symptom für Erkrankungen wie Endometriose, Myome oder Entzündungen. Treten Schmerzen erstmals und plötzlich auf oder verändern sich die Dauer und Stärke der Beschwerden, sollten Sie sich medizinisch untersuchen lassen.»