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Monat: Geburtstasche 7.–9. Monat: Kindergerechtes Wohnen 7.–9. Monat: Verlauf 7.–9. Monat: Vorbereitung Baby 7.–9. Monat: Vorbereitung Geburt Energieaufnahme Formalitäten Schwangerschaftsübelkeit Familienzimmer Unser Baby Baden Wie sie hören Hausapotheke 1.-3. Monat: Pflege 1.-3. Monat: Entwickelt sich mein Baby normal? Babys Entwicklung: 1. bis 2. Monat 4.-6. Monat: Entwickelt sich mein Baby normal? Babys Entwicklung: 3. und 4. Monat 4.-6. Monat: Tipps für den Alltag Stillen Ab wann isst ein Baby Brei & Co. Gewicht Babyphasen Kinderspielzeug Sonne und Babyhaut Zahnen Zahnunfall Babyschlaf Beckenboden Babys Entwicklung: 5. und 6. 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Dossier: Starke Psyche

Der Klang des Leistungsdrucks

Job oder Schule, Freizeit und Sport: Bereits in jungen Jahren werden wir in den verschiedensten Bereichen damit konfrontiert: Leistung. Doch wie geht man damit um, wenn der Druck zu gross wird? Ein Erfahrungsbericht von Fussball- und Eishockeyprofi Kathrin Lehmann.

Text: Kathrin Lehmann; Foto: Magnus Neck

«You’re simply the best», dröhnt der Refrain von Tina Turner durch meine Kopfhörer. Ich küsse den linken Pfosten, springe an die Latte, küsse den rechten Pfosten, positioniere mich in der Mitte des Tores und schaue zur Eckfahne raus. Im Kopf stelle ich mir vor, wie ich den hohen Ball inmitten eines hochspringenden Spielerklüngels noch höher in der Luft fange. Ich zelebriere innerlich diesen Move, mein Herz schlägt im Rhythmus des Songs, meine Atmung ist entschlossen. Ich freue mich auf jeden Eckball, der kommt, denn ich habe mich soeben mental erfolgreich meiner Angstsituation gestellt. Die Musik beschwingt mich, mein letzter Song, den ich auf dem Penaltypunkt stehend höre, ist Giuseppe Verdis Triumphmarsch aus der Oper «Aida». Ich fühle mich eins mit dem Spielfeld, spüre die Kraft des Tores hinter mir – ich fühle mich stark.

Mit besserer Leistung kommt grösserer Druck

So sah meine unmittelbare Vorbereitung auf Fussballspiele aus – ich habe es geliebt und ich vermisse es. Für mich gab es nichts Schöneres als den Showdown, das Spiel. Ich wollte immer mit und gegen die Besten spielen. Also war es mein Ziel, eine Umgebung zu finden, die mir diesen Wunsch so gut wie möglich erfüllen würde. Ich schreibe im Konjunktiv, weil ich wusste, dass das Kreieren des Erfolgs auch durch meinen Körper, mit meinem Herzen und in meinem Kopf entstehen musste.

Je älter ich wurde, desto besser war die «Profibühne», die ich vorfand, um zu performen. Es war somit auch mehr Geld im Spiel und mir gegenüber entsprechend auch eine Erwartungshaltung von aussen – und dann kam natürlich auch diese stille Skepsis, diese vermeintlich perfide Aussage der Gesellschaft, die wie ein Ball, den man ständig an eine Wand spielt, immer wieder zu hören war: «Es ist unmöglich, Fussball und Eishockey auf so hohem Niveau zu spielen.» – «Warte nur», stand auf dem Ball, der nonstop an die Wand dongte. Aber mein ständiger Wechsel zwischen Fussball und Eishockey war für mich das normalste Wechselspiel der Welt, es war meine Liebe, meine Andersartigkeit – es war doch unter anderem das, was mich auszeichnete.

«Ich bestimme, welche Musik ich höre!»

Leistungsdruck nicht nur von aussen spürbar

So sehr ich meinen Erfolg genossen habe, so sehr ich bewundert wurde – so sehr schlich sich durch meine Kopfhörer auch ein leises Klopfen in die Ohren: «Pass auf, wenn du einen Fehler machst, dann ist das Eishockey schuld. Du machst zu viel, dein Körper kann das nicht halten, auf dem Niveau kann man nicht zweigleisig fahren …»

Nicht dass ich dieser Klopferei grosse Beachtung geschenkt hätte, doch dieser permanente Regentropfen, der unaufhaltsam auf einen Blechtisch tropfte, trommelte unüberhörbar im Hintergrund. Und wenn ich müde, emotional oder körperlich etwas angeschlagen war, so nervte dieser stete Laut gewaltig. Aus dem Tropfen wurde ein lauter Trommelschlag, daraus ein ganzes Orchester – am Schluss hörte ich einen Chor, der permanent die Worte «du musst» und «kein Fehler» sang, ja beinahe schon brüllte. Es war ein Musikstück, das nicht als Ohrwurm bezeichnet werden konnte, sondern als eine ganz fiese, manchmal laute, manchmal leise Sonate, die eines auf jeden Fall schaffte: mich innerlich und nervlich zu fressen, weil sie sich als immerwährende Beobachterin und Warn-Taktgeberin «von aussen» aufspielte.

Plötzlich gingen das Lachen, das Spielen, das kreative Ausprobieren, die mentale Sicherheit nicht mehr so einfach – und eines war klar: Die Fehler kamen, jede Aussage eines Trainers traf wie ein Messer ins Herz, jedes nicht passende Adjektiv in den Medien brannte sich in meine Haut, Spielsituationen, vor denen ich mich fürchtete, wurden zu sehr schwierigen Momenten. Auf einmal fühlte sich das ganze Gedankengut wie eine klebrige, zähe Masse an, die noch klebriger wurde, je mehr ich versuchte, meinen Kopf irgendwie alleine wieder zu beruhigen – ähnlich einem Kaugummi, der zwischen den Fingern klebt.

Sich jemandem anzuvertrauen kann befreiend sein

Als ich im ersten Jahr bei Bayern München unter Vertrag war, kann ich mich an eine bestimmte Nacht noch ganz genau erinnern. Ich wachte schweissgebadet auf, weil ich nur von Trainings- und Spielsituationen auf unserem Platz geträumt hatte. Ich konnte einfach nicht aus diesem Traum aufwachen. Ich war wach, konnte aber meinen Kopf nicht abschalten. Ich konnte nicht mehr einschlafen, ich konnte einfach gar nichts.

Ich spürte, so eine Nacht, die möchte ich nicht mehr erleben – so intensiv in etwas zu verkrampfen und nicht mehr zu erwachen: Das bin nicht ich! Es tat so gut, als ich einer vertrauten Spielerin darüber berichtete. Sie war auch eine Leistungsträgerin. Sie sprach nicht so gut Deutsch. Es war irgendwie hilfreich, dass sie nicht alles verstand – aber sie fühlte ganz genau, was ich ihr mitteilen wollte.

Sie sagte nur: «Ka, du bist hier, weil du Ka bist.» Dieser Satz und dieser Augenblick rüttelten mich wach. Dass ich jemandem mein Befinden erzählte, dass ich jemanden hatte, der mir zuhörte, war wahrscheinlich der wichtigste, lauteste und gleichzeitig wärmste Paukenschlag, den ich je vernommen hatte. 

«Es muss nicht alles Sinn ergeben, man muss nicht alles erklären können – das ist schön»

Selbstbestimmung und bewusstes Erleben

Ich fing an, Dinge ganz bewusst wahrzunehmen – in guten, schwierigen und vor allem auch ganz neutralen Momenten. In der Neutralität – zum Beispiel auf langen Busfahrten, an der Universität oder wenn ich mit Freunden, die nicht aus dem Sport kamen, unterwegs war ‒ konnte ich achtsam mit meiner Umgebung interagieren, beobachten, entdecken und Dinge über mich selbst herausfinden. Wer spricht gerade zu mir? Mit wem habe ich Lust zu sprechen? Was ist mir gelungen? Was war komisch? Worüber habe ich gelacht? Welches Orchester höre ich gerade? Nach welcher Musik ist mir gerade zumute? Manchmal schrieb ich mein Befinden auf, manchmal erzählte ich es meinen Hunden, manchmal Freunden – es war für mich so wichtig, mein Befinden in irgendeiner Form zu artikulieren.

Und ich habe gelernt: Es muss nicht alles Sinn ergeben, man muss nicht alles erklären können – das ist schön. Durch das bewusste Erleben des neutralen Moments entwickelte ich eine einfache, handfeste Technik, wie ich selbst die Musik im Kopf verändern konnte, falls wieder eine fiese Sonate leise dahersäuselte, ein leichtes Trommeln im Begriff war, laut zu werden: Ich zog die Kopfhörer aus dem Handy, steckte sie wieder ein, atmete einmal tief durch und drückte auf Play. Ich bestimme, welche Musik ich höre!