Wie viel Zucker pro Tag ist noch gesund?

Zucker gehört zum Alltag. Wie viel pro Tag noch als unbedenklich gilt, wo versteckte Mengen lauern und warum Ersatzstoffe keine einfache Lösung sind.

Text: Nicole Krättli

Bilder: iStock

11 Min

18.03.2026

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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt, maximal 50 g freien Zucker pro Tag zu konsumieren. 
  • Als «freier Zucker» gelten neben zugesetztem Zucker auch Zucker aus Honig, Sirup sowie Fruchtsäften und Fruchtsaftkonzentraten. 
  • Ein übermässiger Zuckerkonsum kann Heisshunger, Energietiefs sowie langfristig Krankheiten wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen.
  • Viele Alltagsprodukte, etwa Fruchtsäfte, Fruchtjoghurt oder Frühstücksmüsli, enthalten grosse Mengen Zucker.

Es geht schnell: ein Erdbeerjoghurt zum Frühstück, ein Guetzli zum Kaffee, eine Cola zum Mittagessen, am Nachmittag ein halber Schokoladenriegel gegen das Energietief und am Abend vorm Fernseher eine Handvoll Gummibärchen zum Krimi.

Zucker begleitet unseren Alltag oft ganz unbemerkt und wird nicht nur in Süssigkeiten, sondern auch in Produkten eingesetzt, bei denen man ihn nicht erwartet. Gerade deshalb lohnt sich ein genauer Blick.

Wie viel Zucker empfiehlt die WHO?

Zucker steckt in vielen verarbeiteten Lebensmitteln. Ein zu hoher Konsum kann der Gesundheit schaden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt daher, den Anteil freien Zuckers auf höchstens 10 Prozent der täglichen Energiezufuhr zu begrenzen.

Bei einer durchschnittlichen Energieaufnahme von etwa 2000 Kilokalorien entspricht dies maximal 50 Gramm Zucker täglich. Unter freiem Zucker versteht man Zucker, der Lebensmitteln zugesetzt wird, sowie Zucker, der natürlicherweise in Honig, Sirup, Fruchtsäften und Fruchtsaftkonzentraten enthalten ist.

Wie viel Zucker essen Schweizer:innen pro Tag?

Der Zuckerkonsum in der Schweiz liegt deutlich über den Empfehlungen der WHO. Schätzungen des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) gehen von einem durchschnittlichen Konsum von rund 100 Gramm Zucker pro Person und Tag aus – das ist doppelt so viel wie empfohlen.

Diese Situation soll sich ändern. 21 Lebensmittelunternehmen haben sich im Mai vergangenen Jahres freiwillig verpflichtet, den Zuckeranteil in ihren Lebensmitteln und Erfrischungsgetränken weiter zu reduzieren.

In Quark, Frühstückscerealien und Milchmischgetränken soll der zugesetzte Zucker bis Ende 2028 um weitere 10 Prozent, in Joghurts um weitere 5 Prozent gesenkt werden. Der Zuckergehalt in Erfrischungsgetränken soll ebenfalls um 10 Prozent reduziert werden.

Natürlicher Zucker vs. zugesetzter Zucker: Was ist der Unterschied?

Zucker ist ein Sammelbegriff für verschiedene süss schmeckende Kohlenhydrate. Diese werden in verschiedene Arten unterteilt:

  • Einfachzucker: Sie bestehen aus einem einzelnen Zuckermolekül. Zu den wichtigsten zählen Glukose (Traubenzucker) und Fruktose (Fruchtzucker). 
  • Zweifachzucker: Diese bestehen aus zwei miteinander verbundenen Zuckermolekülen. Ein bekanntes Beispiel ist Saccharose, der klassische Haushaltszucker, der sich aus Glukose und Fruktose zusammensetzt. Auch Laktose, der Milchzucker, gehört zu dieser Gruppe.
  • Mehrfach- und Vielfachzucker: Hier sind viele Zuckermoleküle zu längeren Ketten verbunden. Ein Beispiel ist Stärke, die in Lebensmitteln wie Brot, Reis oder Kartoffeln vorkommt. Diese komplexeren Kohlenhydrate werden im Körper erst während der Verdauung schrittweise in kleinere Zuckereinheiten zerlegt.

Neben der chemischen Einteilung unterscheiden Fachleute auch, ob Zucker natürlicherweise in Lebensmitteln vorkommt oder diesen zugesetzt wird.

  • Natürlicher Zucker kommt von Natur aus in Lebensmitteln vor – etwa Fruktose in Früchten oder Laktose in Milch.
  • Zugesetzter Zucker wird hingegen während der Herstellung, beim Kochen oder direkt beim Essen hinzugefügt. Dabei kann es sich um unterschiedliche Zuckerarten handeln, etwa Saccharose, Glukose, Fruktose oder verschiedene Sirupe. Auch Zucker aus Honig, Sirupen oder Fruchtsaftkonzentraten zählt dazu, wenn diese Zutaten einem Lebensmittel beigefügt werden.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) verwendet in diesem Zusammenhang den Begriff «freier Zucker». Dazu gehören sowohl Zucker, die Lebensmitteln zugesetzt werden, als auch Zucker, die natürlicherweise in Honig, Sirupen, Fruchtsäften oder Fruchtsaftkonzentraten vorkommen.

Versteckter Zucker: Die grössten Zuckerfallen im Alltag

Zucker steckt nicht nur in Süssigkeiten. Auch viele Lebensmittel, die auf den ersten Blick harmlos wirken, enthalten überraschend viel zugesetzten Zucker. Ein Blick auf typische Portionen zeigt, wie schnell sich grössere Mengen ansammeln können.

Typische Zuckerfallen im Alltag:

  • 1 Portion Ketchup (20 g): ca. 4 g Zucker
  • 1 Esslöffel Konfitüre (15 g): ca. 8 g Zucker
  • Getreideriegel (26 g): ca. 8 g Zucker 
  • Knuspermüsli (40 g): ca. 8 g Zucker 
  • Schokoladengetränk (2,5 dl): ca. 12 g Zucker
  • Eistee (2 dl): ca. 16 g Zucker 
  • Süssgetränk (2 dl): ca. 20 g Zucker
  • Gesüsster Fruchtjoghurt (180 g): ca. 18 g Zucker 
  • Fruchtsaft (2 dl): ca. 24 g Zucker 
Gut zu wissen

In der Nährwerttabelle von Lebensmitteln findet sich meist die Angabe «davon Zucker». Dieser Wert umfasst alle enthaltenen Einfach- und Zweifachzucker, und zwar unabhängig davon, ob der Zucker natürlich vorkommt oder zugesetzt wurde. 

Signale: Wie merke ich, dass ich zu viel Zucker esse?

  • Heisshunger: Ein hoher Zuckerkonsum kann dazu führen, dass der Körper schneller wieder Hunger signalisiert.
  • Müdigkeit und Leistungstiefs: Nach einem raschen Anstieg des Blutzuckers folgt häufig ein ebenso schneller Abfall, der mit Erschöpfung oder Energietiefs einhergeht.
  • Konzentrationsprobleme: Starke Schwankungen im Blutzucker können die geistige Leistungsfähigkeit beeinträchtigen.
  • Stimmungsschwankungen: Veränderungen im Blutzuckerspiegel können auch Botenstoffe im Gehirn beeinflussen.
  • Verdauungsprobleme: Ein hoher Zuckerkonsum kann die Darmflora aus dem Gleichgewicht bringen und Beschwerden wie Blähungen oder Durchfall begünstigen.
  • Hautunreinheiten: Bei dauerhaft hohem Zuckerkonsum können Pickel oder Akne auftreten.
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Folgen: Was sind die Auswirkungen von zu viel Zucker?

  • Übergewicht und Adipositas: Ein langfristiger Energieüberschuss kann dazu führen, dass der Körper überschüssige Energie als Fett speichert. Adipositas gilt als wichtiger Risikofaktor für zahlreiche weitere Erkrankungen.
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Schäden an den Blutgefässen und Stoffwechselveränderungen können das Risiko für Herz- und Gefässerkrankungen erhöhen.
  • Typ-2-Diabetes: Bei dieser Stoffwechselerkrankung reagiert der Körper zunehmend schlechter auf das Hormon Insulin, wodurch der Blutzuckerspiegel dauerhaft erhöht bleibt.
  • Fettleber: Überschüssiger Zucker kann in der Leber zu Fett umgebaut werden. Lagert sich dort zu viel Fett ein, kann die Leber ihre Funktionen zunehmend schlechter erfüllen.
  • Karies: Zucker wird von Bakterien im Mund zu Säuren abgebaut, die den Zahnschmelz angreifen und so die Entstehung von Karies begünstigen.
  • Schnellere Alterung von Blutgefässen: Ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel kann dazu beitragen, dass Gefässe an Elastizität verlieren und schneller altern.

Zuckerersatz: Sind Alternativen wirklich gesünder?

Viele Menschen versuchen, Zucker durch vermeintlich gesündere Alternativen zu ersetzen. Die Palette reicht von natürlichen Produkten wie Honig oder Agavendicksaft bis zu Zuckeraustauschstoffen und künstlichen Süssstoffen. Wissenschaftlich betrachtet ist die Lage jedoch weniger eindeutig, als Marketingversprechen oft suggerieren.

Dabei bestehen deutliche Unterschiede. Einige Ersatzstoffe liefern weiterhin Kalorien und wirken ähnlich auf den Blutzuckerspiegel wie herkömmlicher Zucker. Andere enthalten kaum Energie und beeinflussen den Blutzucker nur geringfügig.

Gleichzeitig zeigen neuere Studien, dass auch kalorienfreie Süssstoffe nicht völlig neutral im Körper wirken. Forschende diskutieren etwa mögliche Effekte auf Appetit und Stoffwechsel, metabolische Veränderungen sowie Störungen der Darmflora.

Klar ist deshalb vor allem eines: Einen universell «gesunden» Zuckerersatz gibt es nicht. Jede Alternative birgt Vor- und Nachteile, weshalb auch Ersatzstoffe nur in moderaten Mengen konsumiert werden sollten.

  • Natürliche Alternativen

    Diese Produkte gelten als «natürlich», enthalten chemisch betrachtet aber ebenfalls Zucker und liefern daher ähnlich viele Kalorien wie Haushaltszucker.

    • Honig besteht hauptsächlich aus Glukose und Fruktose und enthält daneben geringe Mengen Mineralstoffe, Enzyme und Antioxidantien. Trotz dieser Begleitstoffe wirkt er im Körper ähnlich wie gewöhnlicher Zucker und lässt den Blutzuckerspiegel rasch ansteigen. Eine Übersichtsarbeit internationaler Forschender aus dem Jahr 2024 zeigt zwar, dass Honig mehr als 200 bioaktive Substanzen enthält. Gleichzeitig betonen die Autorinnen und Autoren, dass die gesundheitlichen Effekte bislang nur begrenzt untersucht sind. Ernährungsphysiologisch bleibt Honig somit weiterhin in erster Linie eine Zuckerquelle.
    • Ahornsirup wird aus dem Saft des Zuckerahorns gewonnen und enthält vor allem Saccharose. Zwar liefert er geringe Mengen Mineralstoffe wie Mangan und Zink, doch liegt auch hier der Kaloriengehalt nahe dem von Haushaltszucker. Forschende der US-amerikanischen University of Vermont kommen in einer Übersichtsarbeit von 2025 zum Schluss, dass Ahornsirup zwar antioxidative Pflanzenstoffe enthält, sich jedoch aus der bisherigen Studienlage nicht ableiten lässt, dass er gesundheitlich anderen Süssungsmitteln überlegen ist.
    • Agavendicksaft enthält besonders viel Fruktose. Dadurch steigt der Blutzuckerspiegel nach dem Verzehr langsamer an als bei gewöhnlichem Zucker. Gleichzeitig steht ein sehr hoher Fruktosekonsum jedoch im Verdacht, Stoffwechselprozesse in der Leber ungünstig zu beeinflussen.
    • Kokosblütenzucker wird aus dem Nektar der Kokospalme hergestellt. Er liefert ähnlich viele Kalorien wie normaler Zucker. 
  • Zuckeraustauschstoffe

    Zuckeraustauschstoffe gehören chemisch zur Gruppe der Zuckeralkohole, die häufig in «zuckerfreien» Produkten enthalten sind. Sie liefern weniger Kalorien als Zucker und beeinflussen den Blutzuckerspiegel meist nur geringfügig.

    • Erythrit (E968) ist etwa 70 Prozent so süss wie Haushaltszucker und enthält praktisch keine Kalorien. Der Stoff hat zudem nur einen minimalen Einfluss auf Blutzucker und Insulin. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit bestätigt, dass Erythrit in Lebensmitteln als sicher gilt und den Blutzuckerspiegel beim Menschen kaum beeinflusst. In grösseren Mengen kann der Zuckeralkohol jedoch Verdauungsbeschwerden verursachen.
    • Xylit, auch als Birkenzucker bekannt, besitzt eine ähnliche Süsskraft wie normaler Zucker, liefert jedoch rund halb so viele Kalorien. Gleichzeitig hat Xylit eine karieshemmende Wirkung und wird deshalb häufig in Zahnpflegeprodukten eingesetzt. Bei empfindlichen Personen können grössere Mengen ebenfalls zu Blähungen oder Durchfall führen.
    • Maltit wird häufig in zuckerreduzierten oder «zuckerfreien» Süssigkeiten verwendet. Es enthält weniger Kalorien als Zucker, ist aber nicht kalorienfrei. Der Zuckeralkohol wird im Dünndarm nur teilweise aufgenommen und gelangt deshalb teilweise in den Dickdarm. Eine Übersichtsarbeit internationaler Forschender zeigt, dass Maltit in moderaten Mengen als gut verträgliche Zuckeralternative gilt, während grössere Mengen Blähungen oder Durchfall auslösen können.
  • Süssstoffe

    Süssstoffe enthalten praktisch keine Kalorien, weil sie extrem süss sind und deshalb nur in sehr kleinen Mengen verwendet werden.

    • Stevia wird aus der südamerikanischen Steviapflanze gewonnen. Die darin enthaltenen Steviolglycoside sind 300- bis 400-mal süsser als Zucker. Sie beeinflussen den Blutzuckerspiegel kaum und werden deshalb häufig in kalorienarmen Lebensmitteln eingesetzt. Forschende des Attikon University Hospital in Athen schreiben in einer Übersichtsarbeit, dass Stevia im Körper erst durch Darmbakterien abgebaut wird und möglicherweise auch die Zusammensetzung des Darmmikrobioms beeinflussen kann. Allerdings basieren viele dieser Hinweise bisher vor allem auf Tier- und Laborstudien, sodass noch unklar ist, welche Effekte beim Menschen tatsächlich auftreten.
    • Aspartam ist ein synthetischer Süssstoff, der etwa 200-mal süsser ist als Zucker. Im Körper wird er in kleine Bausteine wie Aminosäuren zerlegt. Gesundheitsbehörden bewerten Aspartam innerhalb der empfohlenen Tagesdosis weiterhin als sicher. Die Internationale Krebsforschungsagentur stufte den Stoff 2023 zwar als «möglicherweise krebserregend» ein, weil es begrenzte Hinweise auf einen Zusammenhang mit Leberkrebs gibt. Gleichzeitig bestätigte der WHO-Expertenausschuss für Lebensmittelzusatzstoffe, dass die bisherige akzeptable tägliche Aufnahmemenge von 40 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht weiterhin als sicher gilt.

7 einfache Tipps: Wie kann ich Zucker reduzieren?

Den Zuckerkonsum zu senken, bedeutet nicht, komplett auf Süsses zu verzichten. Oft reichen kleine Veränderungen im Alltag. Diese Strategien können helfen: 

1

Süssgetränke reduzieren


Zuckerhaltige Getränke gehören zu den grössten Quellen für freien Zucker in der Ernährung. Wasser, Mineralwasser oder ungesüsster Tee sind deutlich bessere Durstlöscher. 

2

Zutatenliste prüfen


Bei verarbeiteten Lebensmitteln lohnt sich ein Blick auf die Verpackung. Begriffe wie Glukosesirup, Fruktose oder Maltodextrin weisen darauf hin, dass Zucker zugesetzt wurde.

3

Beim Kochen und Backen weniger Zucker verwenden


In vielen Rezepten lässt sich der Zuckergehalt problemlos um einen Viertel oder sogar um die Hälfte reduzieren, ohne dass Geschmack oder Konsistenz stark leiden. 

4

Mit Gewürzen süssen statt mit Zucker


Gewürze wie Zimt, Vanille, Muskatnuss oder Kardamom verleihen Speisen Aroma und können helfen, weniger Zucker zu verwenden.

5

Frühstück überdenken


Viele Frühstücksprodukte wie gesüsste Cerealien, Fruchtjoghurts oder Fruchtsäfte enthalten viel Zucker. Alternativen sind Haferflocken, Naturjoghurt oder Vollkornbrot mit frischen Früchten.

6

Snacks bewusst wählen


Zwischenmahlzeiten wie Nüsse, Naturjoghurt, Obst oder Gemüsesticks liefern Energie und enthalten meist weniger zugesetzten Zucker als typische Süssigkeiten.

7

Geschmack langsam umgewöhnen


Wer den Zuckergehalt schrittweise reduziert, gewöhnt sich schnell an weniger Süsse. Nach einiger Zeit schmecken viele stark gesüsste Lebensmittel sogar zu süss.

Versteckter Zucker: So lesen Sie Nährwerttabelle und Zutatenliste richtig

Wer weniger Zucker konsumieren möchte, sollte nicht nur auf offensichtliche Süssigkeiten achten. In vielen verarbeiteten Lebensmitteln steckt Zucker, auch dort, wo man ihn kaum vermutet – etwa in Fertiggerichten, Saucen oder Frühstücksprodukten. Ein genauer Blick auf die Verpackung hilft, solche versteckten Quellen zu erkennen.

  • Die Nährwerttabelle liefert den schnellsten Überblick: Bei verpackten Lebensmitteln ist sie gesetzlich vorgeschrieben. Dort findet sich eine Zeile «Kohlenhydrate» und darunter der Zusatz «davon Zucker». Dieser Wert zeigt, wie viel Zucker insgesamt im Produkt enthalten ist, unabhängig davon, ob er natürlich vorkommt oder zugesetzt wurde.
  • Die Zutatenliste verrät, welche Zuckerarten enthalten sind. Alle Zutaten sind nach ihrem Mengenanteil geordnet: Was weit vorn steht, ist in grösserer Menge enthalten. Allerdings kann Zucker auch auf mehrere verschiedene Zutaten wie Glukosesirup, Fruktose oder Maltodextrin aufgeteilt werden. Dadurch rutschen einzelne Zuckerbestandteile weiter nach hinten in der Liste, obwohl insgesamt viel Zucker im Produkt steckt.
  • Viele Zuckerarten erkennen Sie an typischen Bezeichnungen: Häufig enden sie auf «-ose», etwa Glukose, Fruktose, Maltose oder Laktose. Daneben werden auch Sirupe oder Konzentrate wie Glukosesirup, Agavendicksaft, Honig oder Fruchtsaftkonzentrat verwendet. Ernährungsphysiologisch liefern diese Zutaten ebenfalls Zucker, auch wenn sie natürlicher oder gesünder klingen. 
  • Vorsicht bei Werbeaussagen auf der Vorderseite: Bezeichnungen wie «ohne Zuckerzusatz», «zuckerreduziert» oder «Süsse aus Früchten» können irreführend sein. «Ohne Zuckerzusatz» bedeutet lediglich, dass kein zusätzlicher Zucker hinzugefügt wurde. Das Produkt kann trotzdem von Natur aus viel Zucker enthalten, etwa durch Früchte oder Fruchtsaftkonzentrat. 

Video: gesunder Genuss

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