5 Hausmittel, die bei Durchfall helfen
Durchfall ist unangenehm und mit der Zeit auch schmerzhaft. Wir zeigen Ihnen, mit welchen Hausmitteln Sie Durchfall lindern können.
Definition: Was ist Durchfall?
Der Magen wird flau, rumort – und plötzlich kann es gar nicht mehr schnell genug aufs WC gehen. Die Rede ist von Durchfall, auch Diarrhö genannt. Durchfall selbst ist keine Krankheit, sondern ein Symptom dafür, dass etwas im Körper nicht stimmt.
Meist ist der Magen-Darm-Trakt aus dem Takt geraten, etwa durch eine bakterielle Lebensmittelvergiftung oder durch einen viralen Infekt. Die gute Nachricht: Durchfall ist zwar unangenehm, aber nach einigen Stunden oder Tagen klingen die Symptome grösstenteils von selbst ab.
Hausmittel gegen Durchfall: Was hilft?
Mit den folgenden fünf Hausmitteln können Sie Ihrem Körper bei Durchfall etwas Gutes tun:
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Viel Tee oder Wasser trinken
Da der Körper viel Flüssigkeit verliert, fühlt man sich bei Durchfall oft kraftlos und müde. Deshalb ist es wichtig, den Flüssigkeitsverlust auszugleichen: Trinken Sie 2–3 Liter pro Tag. Stilles Wasser oder Tee eignen sich am besten.
Um den Elektrolythaushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen, sind leicht gesüsster Tee oder Wasser mit einer Prise Salz empfehlenswert. Schwarztee (nur für Erwachsene), Fencheltee, Kamillentee, Pfefferminztee, Heidelbeertee oder Kümmeltee haben sich bei Durchfall bewährt.
Achtung: Verzichten Sie auf kohlensäurehaltige und stark zuckerhaltige Getränke, da diese den Magen zusätzlich reizen können. Also auch auf die Cola, die von Laien gerne bei Durchfall empfohlen wird.
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Zwieback knabbern
Der Klassiker unter den Hausmitteln gegen Durchfall: Zwieback. Ohne Belag ist das harte Brot gut bekömmlich, die darin enthaltene Stärke stopft. Praktisch: Zwieback ist lange haltbar. Am besten steht immer eine Packung für den Notfall bereit. Wer Zwieback nicht mag, greift auf trockenes Weissbrot zurück.
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Geriebener Apfel und Banane
Äpfel enthalten den Ballaststoff Pektin, der Flüssigkeit bindet und ein ausgezeichneter Quellstoff ist. Quellstoffe sind gut für die Darmflora und die Darmschleimhaut. Der Stuhl wird dank des Obstes schnell fester.
Da Pektin vor allem in der Schale enthalten ist, sollte der Apfel auf keinen Fall geschält werden. Am besten Äpfel samt Schale zu Brei reiben, 15 Minuten stehen lassen und mehrmals täglich davon essen.
Auch Bananen enthalten Pektine und wirken stopfend. Sie liefern zudem viel Kalium, das den Flüssigkeitshaushalt der Zellen regelt. Da bei Durchfall auch Kalium ausgeschwemmt wird, ist eine Zufuhr sinnvoll. Wer’s mag: Die beiden Früchte können auch als Brei gemischt werden.
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Warme Gemüsebrühe
Schon unsere Grossmütter wussten: Eine warme Suppe tut bei Durchfall gut. Denn dank des Seelenwärmers nehmen wir genügend Flüssigkeit und Mineralstoffe auf. Am besten Karotten und Kartoffeln verwenden.
Karotten enthalten wie Äpfel und Bananen Pektin und binden überschüssige Flüssigkeit im Darm. Kocht und püriert man sie, entstehen zudem Mehrfachzucker, die Bakterien und Keime an sich binden. Werden sie dann ausgeschieden, wird der Darm auf natürliche Art gereinigt.
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Reis und Kartoffeln
Auch Reis hilft dem Magen-Darm-Trakt bei Durchfall. Während des Kochens entstehen Schleimstoffe. Das klingt zwar eklig, sie beruhigen aber die Darmschleimhaut.
Am besten geschälten Reis lange in salzigem Wasser kochen lassen und dann pur oder mit Karotten als Beilage verzehren. Achtung: blähenden Kohl und Hülsenfrüchte unbedingt meiden.
Gewürfelte Kartoffeln in Salz gekocht oder als Kartoffelbrei sind ebenfalls gut für den Magen-Darm-Trakt. Kartoffeln liefern Kalium und sind, genau so wie Reis, leicht bekömmlich.
Jemima Hegermann, Medgate Teamärztin und Medical Supervisor: «Medizinisch gesehen spricht man von Durchfall bei mehr als drei weichen oder flüssigen Stuhlgängen pro Tag. Medikamente zur Symptomunterdrückung sollten gemieden werden, denn Durchfall hat eine wichtige Aufgabe – nämlich den Körper von Bakterien und Viren zu befreien. Leidet man unter sehr starkem Durchfall oder ist man unterwegs, sind rezeptfreie Medikamente aus der Apotheke eine Möglichkeit, schnell Abhilfe zu schaffen. Dies ist jedoch nur für Notfallsituationen zu empfehlen. Vor allem bei Kleinkindern ist Vorsicht geboten: Medikamente gegen Durchfall sind tabu, denn sie können die Kleinen schnell dehydrieren. Halten Sie daher unbedingt Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin.»