Unternehmen Corporate Governance Unternehmensstruktur Integrales Risikomanagement Compliance Entschädigungen Partner Vision und Werte Sanitas in Zahlen Unsere Standorte Karriere Offene Stellen Was du bewegst Kundenberatung Mobiler Vertrieb Worauf du zählen kannst Wo wir arbeiten Wie du ins Berufsleben einsteigst Trainees und Hochschulpraktikanten Lernende und HMS-Praktikanten Engagements Sanitas Stiftung Solidarität in der digitalen Welt Förderengagement Geschäftsstelle der Stiftung Sanitas Challenge Award Klimaschutz Medien & Publikationen Medien Medienstelle Medienmitteilungen Pressebilder Fremdpublikationen News Geschäftsbericht Geschäftsbericht 2019 Sanitas Magazin Social Media Sanitas Newsletter

Monitor «Datengesellschaft und Solidarität»

Monitor

Mit Monitor «Datengesellschaft und Solidarität» gibt die Stiftung Sanitas Krankenversicherung jedes Jahr eine Umfrage in Auftrag, die das Leben und Verhalten der Menschen in der Schweiz im Zusammenhang mit der Digitalisierung untersucht.

Ergebnisse 2020: Monitor «Datengesellschaft und Solidarität»

Surfen, Googeln, Einloggen, Datenspuren hinterlassen: Das ist die Realität der digitalen Gesellschaft. Und die Corona-Pandemie hat die Digitalisierung im Eiltempo auf neue Bereiche unseres Lebens ausgedehnt. Aber wie sahen die Menschen die Chancen und Risiken der Datengesellschaft vor Corona? Wie stehen sie zur zunehmenden Lebensvermessung? Und wie wirkt sich diese Entwicklung auf die gesellschaftliche Solidarität aus?

Die Ergebnisse des Monitors «Datengesellschaft und Solidarität» 2020 zeigen: Die Bevölkerung ist ambivalent. Sie nutzt fleissig digitale Angebote, fürchtet sich aber vor der Weitergabe von Daten. Sie hält gesellschaftliche Solidarität hoch, ruft aber vermehrt nach Angeboten, wie verhaltensabhängigen Krankenversicherungsprämien.

Vom 9. bis am 16. Januar 2020 wurden insgesamt 2297 Personen zu ihrem Verhalten und ihrer Einstellung befragt. Die gezielte Personenauswahl und Gewichtung sichert ein Ergebnis, das die Schweizer Bevölkerung ab 18 Jahren repräsentiert. Unser Umfragepartner ist die Forschungsstelle sotomo in Zürich.

Kurzfassung ausgewählter Ergebnisse 

  • Die Digitalisierung verliert ihren Schrecken: Heute sehen 44 Prozent der Befragten vor allem Fortschritt im digitalen Wandel. Sie assoziieren ihn mit positiven Merkmalen wie Effizienz, erweiterten Möglichkeiten oder Informationsvermittlung. Damit in Zusammenhang stehen Aspekte wie Selbstermächtigung und Selbstoptimierung.
  • Digitale Kanäle werden mehr genutzt: Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der regelmässigen Nutzung von Streaming-Diensten (51%), Cloud-Datenspeichern (53%) und Social Media (67%) gestiegen. Auch nach einem Splitting nach Alter beispielsweise für Social Media: 18- bis 35-Jährige (92%), 36- bis 55-Jährige (64%), > 55-Jährige (43%).
  • Grössere Verunsicherung bei Jüngeren: Von den 18- bis 35-Jährigen fühlen sich 38 Prozent durch die Entwicklung des digitalen Wandels verunsichert. Bei den über 65-Jährigen sind es 28 Prozent. Zudem beurteilen gerade die älteren Generationen die Digitalisierung mehrheitlich positiv. Jüngere Menschen, die ihr Leben und ihre Karriere noch vor sich haben, scheinen dadurch mehr gefordert.
  • Leistungsdruck infolge digitaler Durchdringung: 44 Prozent der Erwerbstätigen sehen sich am Arbeitsplatz unter Druck gesetzt. Das sind in etwa gleich viele wie 2019. Einen deutlichen Sprung macht der wahrgenommene Leistungsdruck im Gesundheitsbereich (von 25 auf 32%).
  • Lebensvermessung, ein Trend: Daten über die eigenen Aktivitäten und die Gesundheit werden immer öfter aufgezeichnet. Über 20 Prozent der Bevölkerung gehen dank des Schrittezählens häufiger oder länger zu Fuss, besonders die Frauen. Und bereits 58 Prozent der 15- bis 35-jährigen Frauen zeichnen ihren Zyklus digital auf. Die Herzfrequenz messen mit 19 Prozent fast doppelt so viele wie im Vorjahr.
  • Skepsis bezüglich Teilen von Gesundheitsdaten: 84 Prozent der Befragten würden selbst aufgezeichnete Daten mit dem Hausarzt teilen, aber deutlich weniger mit medizinischen Spezialisten (64%), der medizinischen Forschung (47%) oder einer Versicherung beziehungsweise einer Krankenkasse (15%).
  • Auswirkung der Digitalisierung auf die Solidarität: Die Ambivalenz in Bezug auf die Solidarität ist im Gesundheits- beziehungsweise im Krankenversicherungsbereich überraschend. Solidarität von gesunden Menschen gegenüber kranken Menschen wird als wichtig erachtet. Seit 2019 hat Solidarität sogar an Bedeutung gewonnen (von 56 auf 63%). Gleichzeitig spricht sich 2020 erstmals eine Mehrheit (51%) dafür aus, dass Personen, die sich fit halten und gesund ernähren, mit einer tieferen Krankenkassenprämie belohnt werden. Ein Anstieg um rund einen Fünftel in nur 2 Jahren, der Anlass zur Sorge um das bestehende Solidaritätsprinzip geben könnte.
  • Politik rennt der Basis davon: Als Spezialthema vergleicht die aktuelle Umfrage die Einstellung der Bevölkerung mit der Einstellung der Nationalrats-Kandidierenden 2019. Insgesamt sehen die Politikerinnen und Politiker (92%) die Auswirkungen der Digitalisierung positiver als die Basis der Bevölkerung (70%). Und zwei Drittel der Bevölkerung, aber nur ein Drittel der Politikerinnen und Politiker sind der Ansicht, die Digitalisierung führe zu mehr Ungleichheit im Arbeitsleben. Entfremdet sich die Politik von der Bevölkerung?

Downloads

Die zweite, repräsentative Online-Umfrage zum Thema Solidarität in einer digitalen Welt fand im Februar 2019 statt. Wie ist die Bevölkerung der Schweiz der zunehmenden Lebensvermessung gegenüber eingestellt? Welche Art von Solidarität ist den Menschen wichtig? Und wie entwickelten sich Nutzung und Einstellung gegenüber digitalen Angeboten seit 2018 weiter?

Die wichtigsten Erkenntnisse:

  • Grundsätzlich ist der Bevölkerung die Solidarität der Reichen mit den Armen, der Jungen mit den Alten, der Gesunden mit den Kranken und sogar der Alten mit den Jungen am wichtigsten.
  • 2019 befürwortet jedoch bereits die Hälfte der Befragten Prämienrabatte für Personen, die sich fit halten und gut ernähren.
  • Die Personen, die ihre eigene Lebensweise gesünder einschätzen als die von anderen im gleichen Alter, fänden solche verhaltensabhängigen Prämienrabatte sogar zu fast zwei Dritteln (63%) angemessen. Die Solidarität gerät somit unter Druck.
  • Die Bevölkerung will und nutzt digitale Angebote und trägt so zur weiteren Ausprägung des gläsernen Menschen bei. Gleichzeitig bestehen aber Sorge um die gesellschaftliche Solidarität und Bedenken aufgrund des zunehmenden Leistungsdrucks in der Gesellschaft.
  • Die Menschen sind gegenüber dem digitalen Wandel an sich etwas weniger skeptisch.
  • Junge, flexible, gebildete und leistungsorientierte Menschen stehen für die Befragten auf der Gewinnerseite der Digitalisierung. Der digitale Wandel akzentuiert jedoch die Leistungsgesellschaft und erzeugt dadurch zusätzlichen Stress – vor allem bei den Jüngeren.
  • Digitale Lebensvermessung führt eher zu weniger Selbstverantwortung – die digitale Nanny übernimmt.
  • Die Nutzung digitaler Angebote liegt auf ähnlich hohem Niveau wie im Vorjahr. Das Vertrauen in Datensammler ist wieder leicht gestiegen. Datensammeln scheint akzeptiert, wenn im Gegenzug günstige oder kostenfreie digitale Angebote zur Verfügung gestellt werden.

Downloads

Die erste Umfrage beleuchtete vor allem Fragen zur eigenen Lebensvermessung mit dem Smartphone, die Bereitschaft, Daten zu teilen, das Thema Datenspuren und Datenschutz sowie die Erwartungen an das gesellschaftliche Leben in einer digitalen Zukunft.

Schweizerinnen und Schweizer erfassen aktiv ihre Lebens- und Verhaltensdaten. Viele Personen sind in ihrem privaten Nutzungsverhalten sehr offen, haben jedoch ein eher negatives Bild von einer Gesellschaft, die durch eine zunehmende digitale Vermessung geprägt ist.

Die wichtigsten Schlussfolgerungen: 

  • Lebensvermessung ist in der Schweizer Wohnbevölkerung verbreitet.
  • Menschen wägen Chancen und Risiken ab: Bedenken im Zusammenhang mit der Privatsphäre stehen im Alltag oft im Hintergrund.
  • Datensammeln durch Dritte wird skeptisch beurteilt, besonders, wenn es sich dabei um wirtschaftliche Unternehmen, das Arbeitsumfeld oder sogar kriminelle Organisationen handelt.
  • Befürchtungen in Bezug auf die digitalisierte Gesellschaft: Eigenschaften wie Solidarität und Eigenverantwortung zu bilden, ist eine Herausforderung.
  • Es stellt sich die Frage nach der digitalen Verantwortung.

Downloads

4751.jpg
Solidarität
Impulse

Welchen Einfluss hat die Digitalisierung auf die Solidarität? Die Stiftung Sanitas Kranken­versicherung stellt Studien vor und bietet Experten und Thinktanks eine Plattform für Diskussionsbeiträge.

Mehr
1202.jpg
Solidarität
Veranstaltungen

Die Stiftung Sanitas Kranken­versicherung beteiligt sich aktiv am Dialog. Hier finden Sie einen Überblick über die Veranstaltungen, an denen die Stiftung Sanitas dabei war.

Mehr