Die Geschichte von Sanitas

Sanitas 1960–1970

Die Krankenkasse Sanitas wurde 1958 in Weinfelden von Vertretern des Apothekerverbands, des Bauernverbands und der Helvetia Unfallversicherung gegründet. Heute zählt Sanitas zu den beliebtesten Krankenversicherungen der Schweiz. Kommen Sie mit uns auf eine Reise durch die Zeit seit der Gründung.

Sanitas wirtschaftet nicht rentabel

Die wichtigsten Ereignisse in Kürze

  • Sanitas oder «Der Wolf im Schafspelz»
  • Schnelles Wachstum im Kollektivsektor
  • 36 Mitarbeitende an 5 Standorten
  • Ein junger Kurt Wilhelm will Sanitas aus dem Tief holen

1965

Obwohl Sanitas zu Beginn der Sechzigerjahre nur sehr langsam an Wachstum zulegt, wird sie von der Schweizerischen Krankenkassen-Zeitung offenbar als Konkurrenz gesehen. Die Zeitung bezeichnet Sanitas in einem Artikel als «Kampfinstrument der Apotheker» und als «Wolf im Schafspelz». Sanitas hält dem Gegenwind stand und lässt sich nicht von ihrem Weg abbringen.

1965 hat Sanitas nur gerade 2224 Einzelversicherte. Das ändert sich aber schnell: Im Kollektivsektor sind jährliche Zuwachsraten von 50 bis 100 Prozent keine Seltenheit. 1968, also drei Jahre später, erscheint der erste Sanitas Jahresbericht. Zu diesem Zeitpunkt betreuen 36 Mitarbeitende, verteilt auf die Standorte Zürich, Lausanne, Bern, Basel und Genf, bereits 4540 Einzel- und 27 774 Kollektivversicherte.

Wegen extrem hoher Leistungskosten entsteht aber trotzdem ein Verlust. Deshalb startet Kurt Wilhelm, mit Mitte zwanzig ein junger Geschäftsführer, folgenden Aufruf: Mit «tatkräftiger und verständnisvoller Mithilfe aller Beteiligten» müsse die Sanitas aus dem Tief gezogen werden. Kurt Wilhelm prägt das Unternehmen von 1966 bis 2015 in seinen Funktionen als Geschäftsführer, Direktor, Verwaltungsratspräsident und Stiftungsratspräsident. Heute ist er einer von drei Ehrenpräsidenten des Sanitas Stiftungsrats.