steigende Prämien?
Prämien verstehen,
Kosten senken
Erfahren Sie, warum Prämien steigen, wie Sanitas sich engagiert und wie Sie selbst aktiv beim Sparen helfen können.
Krankenkassenprämien
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Was sind Krankenkassenprämien?
Die Krankenkassenprämie ist der Betrag, den die Versicherten der Krankenkasse für ihren Versicherungsschutz bezahlen. Ihre Höhe hängt von der Wahl der Krankenkasse, dem Wohnort, dem Alter, dem Modell und der Franchise ab.
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Warum steigen die Krankenkassenprämien?
In der Grundversicherung gilt: Die Höhe der Prämien richtet sich nach den Gesundheitskosten aller Versicherten. Das bedeutet, dass die Prämien in einer Region oder einem Kanton steigen, je mehr Kosten dort für Arztbesuche, Spitalaufenthalte oder Medikamente anfallen.
Diese Faktoren treiben die Prämien in die Höhe
- Steigende Lebenserwartung: Wir werden immer älter und nutzen automatisch mehr medizinische Leistungen
- Hoher Anteil chronisch kranker Personen: Chronische Krankheiten (z.B. Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen) müssen regelmässig behandelt werden und verursachen dadurch hohe Kosten
- Medizinischer Fortschritt: Der Zugang zu innovativen Arzneimitteln, wie etwa personalisierten Krebstherapien oder Biologika, verbessert die Behandlungschancen, verursacht aber mehr Kosten
- Neue Leistungen in der Grundversicherung: Nicht ärztliche Psychotherapie, Angehörigenpflege, Abnehmspritzen bei Adipositas – die Grundversicherung bezahlt immer mehr
- Überversorgung: Der einfache Zugang zu Untersuchungen, Behandlungen oder Medikamente führt zu einer gewissen Überversorgung – was unnötige Kosten verursacht
Die Schweiz ist kein Einzelfall: Den Anstieg der Gesundheitsausgaben stellt man seit Jahren in allen Mitgliedsländern der OECD – also in den meisten wohlhabenden und industrialisierten Staaten – fest.
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Wofür werden die Krankenkassenprämien verwendet?
Von 100 Franken der monatlichen Krankenkassenprämie fliessen 95 Franken direkt in medizinische Leistungen – nur gerade 5 Franken werden für die Verwaltungskosten verwendet.
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Welche Rolle hat das BAG?
Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) überwacht und genehmigt die Prämien der Krankenversicherungen in der Schweiz. Die Versicherungen machen jedes Jahr Vorschläge aufgrund fundierter Analysen und Prognosen, wie hoch die Prämien für das nächste Jahr sein müssen. Das BAG prüft diese Vorschläge und stellt sicher, dass sie den gesetzlichen Vorgaben entsprechen, die Gesundheitskosten gedeckt sind und keine Gewinne generiert werden. Es kann Anpassungen verlangen, wenn die Prämien zu hoch oder zu niedrig angesetzt sind. Das übergeordnete Ziel des BAG ist es, die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen, zu fördern und ein bezahlbares, faires Gesundheitssystem sicherzustellen. Auch das BAG bietet hilfreiche Antworten auf häufige Fragen.
Was tut Sanitas gegen hohe Prämien?
Abrechnungen kontrollieren
2025 hat Sanitas über 11 Millionen Leistungsabrechnungen geprüft und rund 420 Millionen Franken an ungerechtfertigten Kosten eingespart. Zudem erleichtern wir unseren Versicherten mit unserem Rechnungsübersetzer in der Portal App die Kontrolle Ihrer eigenen Abrechnungen.
Prozesse automatisieren
Die Verwaltungskosten in der Grundversicherung sanken dank Automatisierungen auf 4,8 Prozent. Über 80 Prozent aller administrativen Anliegen lassen sich digital erledigen, was jährlich rund 14 Millionen Franken an Versand- und Papierkosten spart.
Faire Tarife verhandeln
Wir pflegen eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Leistungserbringern wie Spitälern, Kliniken, Ärztenetzwerken, Versandapotheken und weiteren Partnern. Dabei verhandeln wir konsequent, aber fair, um dem jährlichen Prämienanstieg entgegenzuwirken.
Präventive Angebote
Wir unterstützen Sie dabei, gesund zu bleiben. Denn: Krankheiten vorzubeugen, ist immer besser, als sie zu heilen – auch aus finanzieller Sicht.
Ambulante Versorgung
Sanitas fördert die Verlagerung von stationären zu ambulanten Behandlungen, da viele Eingriffe heute ohne Spitalübernachtung möglich sind. Das bedeutet mehr Komfort und Sicherheit für Patientinnen und Patienten sowie sinkende Kosten für das Gesundheitssystem.
Menschen begleiten
Unser Case Management begleitet Kundinnen und Kunden in gesundheitlich schwierigen Zeiten für einen optimalen Behandlungs- und Genesungsprozess.
Alternative Versicherungsmodelle
Wir entwickeln unsere Grundversicherungen laufend weiter und bieten Alternativen an, die sich positiv auf die Gesundheitskosten auswirken können (z.B. Telmed- oder Hausarztmodell). So profitieren Sie von attraktiven Prämienrabatten und bester Behandlungsqualität.
Politisches Engagement
Wir engagieren uns mit unserem Verband prio.swiss für ein qualitativ hochstehendes und nachhaltig finanzierbares Gesundheitswesen.
Was können Sie gegen steigende Prämien tun?
Im Krankheitsfall richtig handeln
Notfallbesuche treiben Gesundheitskosten in die Höhe. Wenden Sie sich im Krankheitsfall zuerst an die Hausarztpraxis, die telemedizinische Hotline oder suchen Sie in einer Apotheke Rat, bevor Sie ins Spital gehen. Das ist deutlich günstiger.
Zweitmeinung einholen
Steht eine grössere Behandlung an, lohnt es sich – auch finanziell –, eine Zweitmeinung einzuholen.
Generika nutzen
Brauchen Sie Medikamente, sind Generika statt Originalpräparate eine gute und preisgünstigere Alternative. Sie erhalten den gleichen Wirkstoff, profitieren aber von einem tieferen Selbstbehalt.
Bilder und Resultate teilen
Aufnahmen – wie Röntgen-, MRI- oder CT-Bilder – und alle Untersuchungsergebnisse (z.B. Laborwerte) gehören Ihnen. Nehmen Sie diese zu Arztbesuchen mit! So können Sie doppelte und damit unnötige Untersuchungen vermeiden.
Auf Ihre Gesundheit achten
Wer sich regelmässig bewegt, ausgewogen isst und auch seiner mentalen Gesundheit Gutes tut, kann zahlreichen Krankheiten vorbeugen. Wir unterstützen Sie dabei mit attraktiven Angeboten.
Vorbeugen ist besser als heilen
Deshalb unterstützen wir unsere Versicherten mit digitalen Angeboten dabei, gesund zu leben.
Warum eine Einheitskasse die Gesundheitskosten nicht senkt
Was ist eine Einheitskasse?
Einheitskasse bedeutet: Alle Versicherten müssen ihre Grundversicherung bei der gesetzlich vorgeschriebenen Einheitskasse ihrer Region abschliessen. Das heisst, sie können ihre Krankenversicherung nicht mehr wie heute frei wählen und wechseln. Das Thema wird aktuell in der Politik diskutiert.
Gesunde Konkurrenz bedeutet bessere Angebote
Die freie Wahl der Krankenkasse und der damit verbundene gesunde Konkurrenzdruck führen dazu, dass die Krankenversicherungen bestrebt sind, qualitativ hochstehende Versicherungsmodelle und einen guten Kundenservice anzubieten – sich also nach den Kundenbedürfnissen zu richten. Das kommt den Versicherten zugute: Sie können die Krankenkasse wählen, die ihren Bedürfnissen entspricht und sie wechseln, wenn sie nicht mehr zufrieden sind.
Verwaltungskosten sind bereits tief
Mit Blick auf die jährlichen Prämienerhöhungen erscheint für viele eine Einheitskasse als Lösung aller Probleme. Den Hauptgrund für die Anstiege könnte aber auch sie nicht lösen. Der Grund für die steigenden Prämien sind nicht die Verwaltungskosten, sondern die steigende Lebenserwartung und die immer häufigeren und teurer werdenden Behandlungen und Medikamente – diese machen 95 Prozent aller Kosten aus. Eine Einheitskasse würde deshalb die Prämien nicht senken.
Es braucht Lösungen, aber andere
Aus diesen Gründen setzt sich Sanitas weiterhin für Wahlfreiheit und Wettbewerb in der Grundversicherung ein – weil davon nicht nur jede und jeder einzelne Versicherte, sondern auch das Gesundheitswesen in der Schweiz profitiert. Auch wir sind der Meinung, dass sich das Gesundheitswesen weiterentwickeln und der Kostenanstieg gebremst werden muss. Dafür engagieren wir uns auch mit unserem Verband prio.swiss.