Studie: Gesundheitsvorsorge in der Schweiz

Gesundheitsvorsorge ist ein Zusammenspiel von Einzelpersonen, dem Staat, Krankenkassen und Arbeitgebern. Der Präventionsradar 2026 zeigt, wie Menschen in der Schweiz Verantwortung und Kostenverteilung einschätzen und wie sie die Gesundheitsvorsorge stärken würden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Schweizer Bevölkerung ist der Ansicht, dass jede und jeder selbst für die eigene Gesundheitsvorsorge verantwortlich ist. Der Staat, die Krankenkassen und die Arbeitgeber sollen sich aber daran beteiligen.
  • Knapp ein Drittel ist der Meinung, dass die Krankenkassen die Kosten tragen sollen.
  • Informationsmassnahmen, etwa Erinnerungen an Vorsorgeuntersuchungen oder Labels als Entscheidungshilfen, finden Zustimmung.

Jede und jeder Einzelne trägt die Hauptverantwortung

80% der Schweizer Bevölkerung sieht die Hauptverantwortung für Gesundheitsvorsorge in erster Linie bei den Einzelpersonen. Gleichzeitig findet eine Mehrheit, dass der Staat (65%), die Krankenkassen (67%) und die Arbeitgeber (69%) mitverantwortlich sind.

Bei der Kostenfrage zeigt sich jedoch ein anderes Bild: 32% finden, dass vor allem die Krankenkassen die Kosten für Gesundheitsvorsorge tragen sollten. 27% sind der Ansicht, dass die Einzelpersonen die Mehrheit der Kosten übernehmen soll.

Informationsmassnahmen zur Gesundheitsvorsorge finden Zustimmung

Die Schweizer Bevölkerung beurteilt die verschiedenen Ansätze zur Gesundheitsvorsorge unterschiedlich. Besonders gut findet sie Informationsmassnahmen:

  • Die Idee, dass Krankenkassen an Vorsorgeuntersuchungen erinnern sowie dass die Grundversicherung Präventionsangebote erstattet, findet hohen Zuspruch.
  • Ebenfalls positiv bewerten die Befragten den Vorschlag von Orientierungshilfen durch Labels wie Nutriscore oder Qualitop.

Etwas weniger Zustimmung finden stärker verpflichtende Massnahmen wie obligatorische Vorsorgeuntersuchungen.

Über die Studie

Studie: Präventionsradar Schweiz 2026
Herausgeberin: Stiftung Sanitas
Durchführung: Intervista AG
Veröffentlicht: 10. Mai 2026
Stichprobe: 2037 Personen, 18–84 Jahre, alle Landesteile der Schweiz
Methode: Repräsentative Online-Befragung

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