Studie: Stress in der Schweiz
Stress wirkt sich negativ auf Körper und Psyche aus. Der Präventionsradar zeigt, wie häufig sich die Schweizer Bevölkerung gestresst fühlt, welche Stressarten überwiegen und welchen Einfluss Handy und Computer haben.
Das Wichtigste in Kürze
- Fast ein Drittel der Bevölkerung fühlt sich häufig oder sehr häufig gestresst, wobei Frauen häufiger davon betroffen sind als Männer.
- Arbeitsbezogener Stress ist die häufigste Stressart.
- Viele Formen von Stress nehmen im Alter deutlich ab, gesundheitsbezogener Stress ist dabei die Ausnahme.
- Digitale Aktivitäten werden meist neutral erlebt, können Stress aber sowohl verstärken als auch reduzieren.
Häufiger Stress als Normalität
31% der Schweizer Bevölkerung sagt aus, in den letzten 7 Tagen häufig oder sehr häufig gestresst gewesen zu sein. Wobei es einen Geschlechterunterschied gibt: 35% der Frauen sind von Stress betroffen, aber nur 27% der Männer. Und je älter man wird, desto weniger gestresst fühlt man sich: 59% der Personen ab 60 Jahre sind sehr selten gestresst. Insgesamt erleben 35% aller Befragten Stress nur selten.
Viele Stressarten nehmen im Alter ab
Beruflicher Stress ist die am häufigsten erlebte Stressart. In den Altersgruppen der 30- bis 44-Jährigen und der 45- bis 59-Jährigen geben 63% bzw. 64% an, vorrangig beruflichen Stress zu erleben.
Sozialer Stress betrifft vor allem junge Erwachsene: 41% der 18- bis 29-Jährigen berichten davon. Aber auch 30- bis 44-Jährige kennen diese Stressform: 32% sind davon betroffen. Im Alter wird man jedoch gelassener. Nur noch 19% der 60- bis 84-Jährigen berichten von sozialem Stress.
Stress, der sich auf die Gesundheit bezieht, ist hingegen bei älteren Menschen häufiger als bei jüngeren: 25% der 60- bis 84-Jährigen kennen diese Stressart. Bei den 18- bis 29-Jährigen nennen dies nur 13% als Grund für Stress.
Digitale Aktivitäten können Stress sowohl erhöhen als auch senken
Die meisten digitalen Aktivitäten werden von der Bevölkerung als eher neutral in Bezug auf Stress erlebt, wobei es auch überraschende Erkenntnisse gab:
- Als stresserhöhend werden Smartphone-Benachrichtigungen (38%), ständige digitale Erreichbarkeit (36%) und arbeitsbezogene digitale Nachrichten (35%) empfunden.
- 49% erleben Offline-Pausen als stressreduzierend.
- Gewisse digitale Angebote wirken entlastend: 27% sehen in digitalen Spielen eine Entlastung und 20% profitieren von Entspannungs- und Meditationsapps.